17.07.2015

Scholz und Kerstan besuchen Neuwerk

25-jähriges Jubiläum des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer

Bürgermeister Olaf Scholz (rechts) und Umweltsenator Jens Kerstan haben am Freitag die Insel Neuwerk besucht (Foto: Peter Körber)

Scholz und Kerstan besuchen Neuwerk

25-jähriges Jubiläum des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat heute gemeinsam mit Umweltsenator Jens Kerstan auf der Insel Neuwerk das UNESCO Weltnaturerbe der Hansestadt besucht. Der Bürgermeister eröffnete die Ausstellung im Nationalpark-Haus und informierte sich anschließend über die Situation in Hamburgs „nördlichstem Stadtteil“.

105 Kilometer vom Hamburger Rathaus entfernt und doch ein Stadtteil des Bezirkes Mitte: das ist nur eine der Besonderheiten, die die Insel Neuwerk mit ihren rund 30 Einwohnern zu bieten hat. Während einer Inselkutschfahrt verschafften sich der Erste Bürgermeister und der Umweltsenator einen ersten Überblick über Hamburgs einzige Insel mit Südstrand.

Scholz eröffnete die anlässlich des 25-jährigen Jubiläums neukonzipierte Ausstellung im Nationalpark-Haus und erklärte: „Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer – Biosphärenreservat, UNESCO-Weltnaturerbe – gehört zu unseren größten Naturschätzen. Danken möchte ich daher denen, die bereits viel länger als 25 Jahre den Nationalpark geplant, durchgesetzt, gestaltet – oder ungestaltet gelassen – haben, und sich dabei auch der schwierigen Aufgabe stellen mussten, bei Inselbesuchern und -bewohnern um Verständnis zu werben, füreinander und für die Belange der Natur.“

Umweltsenator Kerstan erklärte: „Die neue Ausstellung im Nationalpark-Haus präsentiert den Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer als Teil des grenzüberschreitenden UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Dessen Einmaligkeit ist vor allem gekennzeichnet durch seine besonderen Lebensräume Watt, Salzwiesen und Dünen und die spezielle, darauf angewiesene vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Darauf geht die Ausstellung besonders ein. Das Konzept einer interaktiven Präsentation wurde konsequent weitergedacht und bietet Besuchern eigene Entdeckungen an Spiel- und Experimentierstationen.“

Die Besteigung von Hamburgs ältestem Bauwerk, dem mittelalterlichem Wehrturm Neuwerks, bot einen hervorragenden Blick auf die Elbmündung, weshalb Hamburg bereits kurz nach 1300 diesen strategisch günstig gelegenen Turm errichten ließen. Im Anschluss ergaben sich bei einem gemeinsamen Imbiss viele Möglichkeiten zum Gespräch mit den Bewohnern der Insel. „Naturschutz, Küstenschutz, Landwirtschaft und Tourismus funktionieren hier seit vielen Jahrzehnten nebeneinander. Ich bin froh, dass es bisher immer gelungen ist, insbesondere bei den regelmäßigen Inselgesprächen im Dialog zwischen den Bewohnern der Insel, den zuständigen Behörden und den örtlichen Vereinen für alle Seiten zufriedenstellende Lösungen zu finden,“ sagte Scholz.

Bei der Rückfahrt nach Cuxhaven Sahlenburg mit dem Wattwagen ermöglichte ein Ausstieg und die fachkundige Erläuterung zum Weltnaturerbe Wattenmeer dem Ersten Bürgermeister und dem Umweltsenator einmal selbst das Watt „zwischen den Zehen zu spüren“. Scholz sagte: „Das Wattenmeer fasziniert mich als Naturlandschaft. Es zeigt auf einmalige Weise, wie sich Pflanzen und Tiere an die ständig wechselnde Landschaft zwischen Ebbe und Flut anpassen können. Es freut mich, dass wir sowohl einen als UNESCO Weltnaturerbe international anerkannten Naturschatz, als auch durch die Ernennung der „Speicherstadt mit Kontorhausviertel und Chilehaus“ seit Kurzem auch ein UNESCO Weltkulturerbe in Hamburg beheimaten.“

Rückfragen der Medien:

Dr. Svenja Zell
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