23.02.2016

Seewärts geht der Blick

Senat beschließt Maßnahmen-Programm für Nord- und Ostsee
(Foto: Peter Körber)

Nord- und Ostsee sollen künftig besser geschützt werden. Dafür soll die von Menschen verursachte Gesamtbelastung der Meere auf ein nachhaltiges Maß begrenzt werden. Das ist das Ziel der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) der Nord- Bundesländer und des Bundes. Der Hamburger Senat hat heute dem Maßnahmenprogramm zugestimmt, nachdem mögliche Bedenken über Wettbewerbsnachteile ausgeräumt worden sind.

Damit kann das bereits mit den anderen Küstenländern, dem Bund sowie mit den Natur- und Umweltschutzverbänden gemeinsam erarbeitete Maßnahmenprogramm noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Innerhalb von vier Jahren soll dann ein guter Umweltzustand von Nord- und Ostsee nachhaltig erreicht und eine Verschlechterung vermieden werden.

Umweltsenator Jens Kerstan erklärt dazu: „Mit dem heutigen Senatsbeschluss machen wir uns auf den Weg, die Wasserqualität in Nord- und Ostsee zu verbessern. Die norddeutschen Küstenländer und der Bund haben einen Fahrplan und ein Paket von Maßnahmen verabredet. Diese können jetzt angeschoben werden. Für die Ökosysteme unserer Meere und für den Freizeitwert an den Küsten ist das eine gute Nachricht.“

Konkrete Maßnahmen sind beispielsweise Vorgaben zur Einleitung und Entsorgung von Waschwasser aus Abgasreinigungsanlagen von Schiffen, die Verhütung und Bekämpfung von Meeresverschmutzungen – Verbesserung der maritimen Notfallvorsorge und des Notfallmanagements, die Verankerung des Themas Meeresmüll in Lehrzielen, Lehrplänen und –material sowie die Reduzierung bereits vorhandenen Mülls im Meer. Auch soll die Beeinträchtigung der im Meer lebenden Arten und der Lebensräume verringert und die zunehmende Eutrophierung der Küstengewässer durch den Eintrag von Düngestoffen aus den Flüssen – auch durch die Elbe – unterbunden werden.

Weitere Infos unter http://www.hamburg.de/msrl/

Rückfragen der Medien: Behörde für Umwelt und Energie Pressestelle, Jan Dube Tel.: 040 / 428 40 – 8006 jan.dube@bue.hamburg.de,  Twitter: @fhh_umwelt

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