Watt

Nichts bleibt wie es ist. Das Wattenmeer verändert ständig sein Gesicht.
Wattlandschaft

Wattlandschaft    | © Foto: Martin Stock

Dafür sorgen die Kräfte von Ebbe und Flut. Material, das an einer Stelle weggeschwemmt wird (Erosion), wird an anderer Stelle wieder abgelagert (Sedimentation). Je nach Strömungsgeschwindigkeit des Wassers werden die vom Wasser mitgeführten Sedimentteilchen an unterschiedlichen Stellen im Watt abgelagert.

Die feinen Teilchen sinken in ruhigen und geschützten Bereichen zu Boden und bilden das Schlickwatt.

Wo mehr Turbulenz herrscht, können sich nur die schwereren, gröberen Körner absetzen: hier entsteht das feste und wanderfreundliche Mischwatt und Sandwatt.

Die Flut spült zweimal täglich Rohstoffe und Nahrung ins Watt. Nährstoffreiche Sedimente lagern sich am Boden des Wattenmeeres ab. Diese organische Substanz bildet, zusammen mit den Kleinstlebewesen des Planktons, einen fruchtbaren Nährboden für Kleintiere.

Auf einem Quadratmeter Wattboden leben Millionen von Kieselalgen, Tausende von kleinsten Krebsen und viele Muscheln, Schnecken und Würmer. Auf einer Fläche von 100 x 100 m haben die Tiere eine Biomasse von 3 -12 t Nassgewicht; das ist mehr als im Urwald.