31.07.2015

25 Jahre Umweltpraktikum: Seeluft statt Hörsaal

Seit 1990 fördert die Commerzbank Praktika in National- und Naturparks sowie Biosphärenreservaten in ganz Deutschland. Auch in diesem Jahr können dadurch drei Hochschulabsolventinnen ein jeweils dreimonatiges Praktikum im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ableisten. Neben der Arbeit an einem konkreten Projekt lernen sie den praktischen Alltag ihrer Einsatzstellen kennen.

Nathalie Tent, Marie -Thérèse Mink und Katrin Meier (vorne v.l.n.r.) freuen sich über die Rucksäcke, die ihnen Thorsten Füllmann (Commerzbank Wilhelmshaven, hinten r.) für ihren Outdoor-Einsatz beim Umweltpraktikum überreichte. Commerzbank-Regionalleiter Ingo Schmidt lässt sich von Swaantje Fock (Nationalparkhaus) die Inselnatur erklären. Foto: Nationalparkverwaltung

Bei einem Treffen auf Spiekeroog wurden die drei jungen Frauen offiziell von Vertretern der Commerzbank und der Nationalparkverwaltung begrüßt und berichteten von ihrem aktuellen Einsatz. Die 22-jährige studierte Wissenschaftsjournalistin Marie -Thérèse Mink aus dem Saarland tauscht ihr Leben am Festland gegen eine Praktikumszeit auf dem Nationalparkschiff Borkumriff ein. In dieser Zeit erarbeitet sie Texte zur Internetpräsenz des Nationalparkschiffes, zu ihren Aufgaben gehört es aber auch, Besucher über das Schiff oder durch die nahegelegenen Naturräume der Insel zu führen.

Eine ganz andere Arbeit im Naturschutz lernt die 22- jährige Nathalie Tent aus Nordhessen kennen. Die studierte Umweltwissenschaftlerin unterstützt während ihres Praktikums die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. „Die Arbeit ist super vielfältig und hat ganz unterschiedliche Facetten. Mein Kernprojekt ist die Analyse der Besucherentwicklung in den 16 Nationalpark-Einrichtungen, doch darüber hinaus kann ich mich in verschiedenste Arbeitsbereiche von der Pressearbeit bis hin zur Konzeption und Erstellung von Informationstafeln einbringen. Trotz des Schwerpunktes in der Verwaltung werde ich oft mit raus ins Schutzgebiet genommen, um den Naturraum Wattenmeer und die verschiedenen Aufgaben der Nationalpark-Verwaltung kennenzulernen.“

Als Dritte im Bunde absolviert Katrin Meier ihr Praktikum im Nationalpark-Haus Wittbülten auf Spiekeroog. Die 24-jährige Geowissenschaftlerin unterstützt die Einrichtung vor allem in der Bildungsarbeit. Zu ihrem Alltag gehört es, Besucherinnen und Besuchern die Insel und den Lebensraum Wattenmeer näher zu bringen. Hauptsächlich arbeitet Katrin an einem Konzept, wie Universitäten das neue Forschungstransekt am Nationalparkhaus nutzen können.

Beim gestrigen Treffen im Nationalpark-Haus Wittbülten auf Spiekeroog stellte Katrin Meier gemeinsam mit Hausleiterin Swaantje Fock die neue Forschungsstation des Hauses vor, bei der auch gleich kleinere Experimente zum Thema Süßwasserlinse und Sandverdichtung ausprobiert wurden. Ingo Schmidt, Regionalleiter der Commerzbank  Kreis Oldenburg, war begeistert von der schönen Atmosphäre des Hauses und dem vielfältigen Einsatzgebiet der Praktikantinnen. Jens-Peter Kiel, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei der Nationalparkverwaltung, betonte, wie wertvoll der Beitrag der Umweltpraktikanten und -praktikantinnen in den Schutzgebieten sei. „Einerseits bekommen die jungen Menschen einen Einblick in die Arbeitswelt im Bereich der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit und lernen nebenbei auch noch die schönsten Landschaften in Deutschland kennen, andererseits bringen sie frische Ideen mit, die unsere Arbeit bereichern.“

Bevor es am Nachmittag per Segelschiff wieder ans Festland ging, überreichte Thorsten Füllmann, Filialleiter der Commerzbank Wilhelmshaven, den Praktikantinnen je einen Rucksack mit praktischen Ausrüstungsgegenständen, die sie während ihres Praktikums gut nutzen können.

Mitte Oktober beginnt die Bewerbungsfrist für das Umweltpraktikum 2016. Auch im Nationalpark Wattenmeer wird es wieder attraktive Einsatzmöglichkeiten geben. Weitere Infos unter www.umweltpraktikum.com.

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