15.05.2017

Eine Woche rund um die Jade

Veranstaltungsreihe über einen bedeutenden Zufluss des Wattenmeers

Am vergangenen Sonntag, den 14. Mai, wurde die Gewässerwoche Jaderegion eingeläutet, die noch bis zum 21. Mai mit zahlreichen Veranstaltungen rund um das Motto „Die Jade verbindet“ aufwartet. Zu den Zielen der von der Kommunalen Umwelt-AktioN U.A.N. initiierten und von der Nationalparkverwaltung intensiv begleiteten Gewässerwoche gehört es, über die vielfältige Bedeutung der Gewässer für die Region zu informieren und daraus Erkenntnisse für zukünftiges gemeinsames Handeln abzuleiten. Die Veranstaltungen finden im gesamten hydrologischen Einzugsgebiet der Jade statt, das vom Wangerland über Varel und Rastede bis nach Butjadingen reicht.

Zu den Auftaktveranstaltungen am Sonntag gehörten unter anderem eine Ausfahrt der „MS Harle Kurier“ inklusive Schaufischen, bei dem Experten des UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrums Wilhelmshaven und der Nationalparkverwaltung spannende und lehrreiche Einblicke in den Lebensraum Jadebusen vermittelten, sowie die Eröffnung der Fotoausstellung „Mensch, Natur, Technik am Jadebusen“ im Wattenmeer-Besucherzentrum mit Bildbeiträgen aus der Region. Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung, wies bei der Ausstellungseröffnung auf die Bedeutung der Jaderegion auch für das Wattenmeer hin: „Der Deich ist keine undurchdringliche Grenze. Über Fließgewässer wie die Jade besteht eine enge ökologische Verbindung zwischen dem Wattenmeer und dem Binnenland. Jeder Tropfen Wasser landet letztendlich im Meer – und damit auch Nähr- und Schadstoffe. Der nachhaltige Schutz des Weltnaturerbes Wattenmeer muss also bereits binnendeichs ansetzen.“

Über 50 lokale Akteure, zu denen Kommunen, Verbände, Bildungsträger, Heimat- und Naturschutzverbände gehören, bieten noch bis Sonntag insgesamt rund 150 Einzelveranstaltungen mit naturwissenschaftlichen, geschichtlichen und kulturellen Themen an. Am 16.5. findet im Rahmen der Gewässerwoche  in Schortens die Jade-Fachkonferenz statt. Unter dem Titel "Heute für morgen denken und handeln – was können wir gemeinsam tun?" werden hier Herausforderungen des Klimawandels für die Jaderegion sowie Strategien des nachhaltigen Wassermanagements diskutiert. „Gewässer wie die Jade stellen essentielle Ökosystemdienstleistungen dar. Diese sowohl als Lebensgrundlage der Menschen in der Region als auch zum Schutz der Natur für die Zukunft zu sichern, gehört zu den Zielen des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer“, erklärte Südbeck am Sonntag.

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