06.03.2017

Gastronomie im Weltnaturerbe: nachhaltig und schmackhaft

Workshop-Reihe der Nationalparkverwaltung zum Thema „nachhaltige Gastronomie“ stieß beim Auftakt auf großes Interesse
Auftaktveranstaltung "Nachhaltige Gastronomie" in Wilhelmshaven. Foto: Nina Gerhards

Etwa 70 interessierte Gastronomen aus der Region kamen am vergangenen Mittwoch zum Auftakt der Workshop-Reihe „Nachhaltige Gastronomie im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ ins Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven. „Mit dieser Reihe wollen wir Impulse geben für außergewöhnliche Angebote, bessere Vernetzung und höhere Wertschöpfung. Das Weltnaturerbe Wattenmeer stellt besondere Anforderungen, die wir auch über das kulinarische Angebot ausdrücken müssen. Dabei soll es auch einen konkreten Mehrwert für die einzigartige Natur dieser Region geben “ erklärte Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, der als Veranstalter die Teilnehmer begrüßte und auf das Thema einstimmte. Im Anschluss führte der gelernte Koch und Marketingexperte Alexander Mayrhofer ins Thema „Nachhaltigkeit in der Gastronomie“ ein. Als Überleitung zur Diskussion interviewte Mayrhofer den Nationalpark-Partner Ulrich Judick vom „NAKUK - Das friesische Landhotel“ und Heike Brunken-Winkler als Ansprechpartnerin für das Projekt „Markthalle Norden“. Hinterher war Zeit, sich bei einem Imbiss auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Die Teilnehmer erfuhren in Mayrhofers Vortrag viel über einzelne Aspekte der Nachhaltigkeit in der Gastronomie wie zum Beispiel Regionalität, Saisonalität und Fair Trade sowie Nachfragetrends der Gäste und erste Umsetzungsmöglichkeiten für den eigenen Betrieb. Mayrhofer wird auch die folgenden Workshops leiten und dabei konkreter auf die Umsetzung eingehen. Weitere Aspekte sollen sein, welche Gerichte positiv von Einheimischen und vor allem Touristen in der Wattenmeerregion aufgenommen werden und wie man trotz handwerklicher Herstellung der einzelnen Speisen dank moderner Küchentechnik Zeit sparen kann.

Nachhaltigkeit spielt heutzutage für viele eine große Rolle. Im Konsumverhalten der Verbraucher haben zum Beispiel Bioprodukte in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Regionale und saisonale Lebensmittel werden stark nachgefragt. Während der Einzelhandel auf diese Entwicklung reagiert, vermisst Mayrhofer entsprechende Angebote in der Gastronomie. „Man kann mit Nachhaltigkeit viele neue Menschen gewinnen“, so Mayrhofer. Dabei macht er aber auch bewusst, dass Nachhaltigkeit nicht von jetzt auf gleich verwirklicht werden könne, sondern ein Prozess sei, der Zeit brauche. Authentische und persönliche kulinarische Erlebnisse am Urlaubsort seien für die Gäste etwas Besonderes. Wenn sie dieses Gefühl der Besonderheit mit nach Hause nähmen, beispielsweise durch eine hauseigene Marmelade aus der Urlaubsregion, erzielten Gastronomen auch noch einen Werbeeffekt, der viel höher als beispielsweise der von Flyern einzuschätzen sei.

Katrin Kirfel von der Nationalparkverwaltung ist Ansprechpartnerin für alle, die sich für einen Workshop zu diesen Themen interessieren. Die Workshops finden am 16. März in Rysum (Krummhörn) und Aurich sowie am 17. März in Horum (Wangerland) und Seefeld (Wesermarsch) statt. Sie sind kostenlos, allerdings ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Anmeldung unter
/ 04421-911-161.

Die Workshop-Reihe „Nachhaltige Gastronomie im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ ist Teil des Projektes Watten-Agenda, welches im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Niedersächsischen Staatskanzlei sowie der Provincie Fryslân und Provincie Groningen kofinanziert wird. Es wird begleitet durch das Programm-Management bei der Ems Dollart Region (EDR).

Das könnte Sie auch interessieren

v.l.n.r.: Jürgen Rahmel (Nationalpark-Förderverein), Rüdiger von Lemm (Nationalpark-Erlebnisstation Sehestedt), Rainer Penning (Geschäftsführer GIB), Dr. Anika Seyfferth (Nationalparkhaus Fedderwardersiel). Foto: Andree Stelljes-Schmalge.

v.l.n.r.: Jürgen Rahmel (Nationalpark-Förderverein), Rüdiger von Lemm (Nationalpark-Erlebnisstation Sehestedt), Rainer Penning (Geschäftsführer GIB), Dr. Anika Seyfferth (Nationalparkhaus Fedderwardersiel). Foto: Andree Stelljes-Schmalge.

26.04.2017 Förderverein, Spenden Eine Spende in Höhe von jeweils 500 Euro überreichte jetzt Rainer Penning, Geschäftsführer der GIB Entsorgung Wesermarsch GmbH, an Dr. Anika Seyfferth, Leiterin des Nationalparkhauses Fedderwardersiel, und Rüdiger von Lemm, Leiter der Nationalpark-Erlebnisstation Sehestedt. Die Spende stammt aus dem Projekt „Spende statt Karten“: Seit 2012 schreibt die GIB Wesermarsch keine Weihnachtskarten mehr, sondern spendet den gesparten Betrag in Höhe von 1000 Euro an regionale Projekte. mehr »
Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal, Blick auf Burg Katz. Foto: Dominik Ketz, Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal, Blick auf Burg Katz. Foto: Dominik Ketz, Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

24.04.2017 Weltnaturerbe Weltkulturerbe zu Besuch im Weltnaturerbe: Am Donnerstag, den 27.04.2017, um 19.00 Uhr, wird Nadya König-Lehrmann, die Geschäftsführerin des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal, in ihrem Vortrag im Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven das UNESCO-Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“ vorstellen und erläutern, worin der außerordentliche universelle Wert dieses Gebietes besteht, und wie sich dieses faszinierende Gebiet erkunden lässt. mehr »
Die neuen Junior Ranger Assistenten mit ihrem Betreuungsteam. Foto: Nationalparkverwaltung

Die neuen Junior Ranger Assistenten mit ihrem Betreuungsteam. Foto: Nationalparkverwaltung

21.04.2017 Junior Ranger, Assistenten-Camp Vom 10. bis zum 13. April fand im Kreisnaturschutzhof Wittmund ein Assistenten-Camp für die Junior Ranger verschiedener Nationaler Naturlandschaften statt. Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer organisierte die Aktion. Zum krönenden Abschluss erhielten alle 17 Anwärter ein Zertifikat, das sie als ausgebildete Assistenten ausweist. mehr »
Zehn Tage dauerte der Aufbau des Pottwal-Skeletts. Foto: Nationalparkverwaltung

Zehn Tage dauerte der Aufbau des Pottwal-Skeletts. Foto: Nationalparkverwaltung

12.04.2017 Pottwal, Wangerooge, Nationalparkhaus Gut ein Jahr nach der Strandung zweier Pottwale am Ostende von Wangerooge ist einer der imposanten Meeressäuger auf die Insel zurückgekehrt. Im Beisein von zahlreichen Gästen wurde heute das Exponat des Skeletts an seinem Standort vor dem Nationalparkhaus eingeweiht. mehr »