08.02.2018

Internationales Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrum: Dänische Architektin gewinnt Wettbewerb

Die Vorbereitungsarbeiten zum Bau des Trilateralen Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrums haben einen neuen Meilenstein erreicht. Gestern fiel die Entscheidung darüber, welche Gestalt das neue Gebäude in Wilhelmshaven annehmen wird. Das Zentrum soll die internationale Adresse der Wattenmeerzusammenarbeit werden und als international wahrnehmbares Symbol für den Schutz des einzigartigen Weltnaturerbes Wattenmeer von Den Helder in den Niederlanden bis nach Esbjerg in Dänemark stehen.
Architektenwettbewerb Internationales Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrum: das Gewinnermodell der dänischen Architektin Dorte Mandrup

Das Gewinnermodell der dänischen Architektin Dorte Mandrup

pt-ReiteDie Vorbereitungsarbeiten zum Bau des Trilateralen Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrums haben einen neuen Meilenstein erreicht. Gestern fiel die Entscheidung darüber, welche Gestalt das neue Partnerschaftszentrum in Wilhelmshaven annehmen wird. Das Zentrum soll die internationale Adresse der Wattenmeerzusammenarbeit werden und als international wahrnehmbares Symbol für den Schutz des einzigartigen Weltnaturerbes Wattenmeer von Den Helder in den Niederlanden bis nach Esbjerg in Dänemark steBesondere an diesem Entwurf ist die Darstellung der „Welt zwischen den Welten“. Es sind die bezuglosen Flächen, die ständig ihr Gesicht ändern, sie spiegeln sich wie die Gezeiten. Damit ist das Gebäude eine kreative Abstraktion des WattenmeeresAls Gewinnerin des internationalen Wettbewerbes wurde von der Jury die Arbeit der dänischen Architektin Dorte Mandrup aus Kopenhagen prämiert.

Als Gewinnerin des internationalen Wettbewerbes wurde von der Jury die Arbeit der dänischen Architektin Dorte Mandrup aus Kopenhagen prämiert.

Das Besondere an diesem Entwurf ist die Darstellung der „Welt zwischen den Welten". Es sind die bezuglosen Flächen, die ständig ihr Gesicht ändern, sie spiegeln sich wie die Gezeiten. Damit ist das Gebäude eine kreative Abstraktion des Wattenmeeres.

Minister Olaf Lies bewertete die Entscheidung für den Entwurf der dänischen Architektin als ein hervorragendes Signal für die internationale Wattenmeerzusammenarbeit. „Das Weltnaturerbe Wattenmeer ist von größter Bedeutung für den gesamten Nordseeraum. Neben seinem Schutz ist es auch wichtig, es erlebbar zu machen und darüber zu informieren und ein Bewusstsein für seine Besonderheit zu schaffen. Ein Ort besonderer Aufmerksamkeit wird jetzt in Wilhelmshaven geschaffen. Und dazu wird etwas Altes zu etwas Zukunftsfähigen umgewandelt. Der alte Kriegsbunker verwandelt sich nun in eine internationale Stätte von großer Bedeutung für Kommunikation und Naturschutz. Die trilaterale Zusammenarbeit der drei Staaten Niederlande, Deutschland und Dänemark zum Wohle und zum Schutz des Weltnaturerbe Wattenmeer erhält ein sichtbares Signal einer sympathischen Weltoffenheit. Das ist auch ein großer Gewinn für das Stadtbild in Wilhelmshaven", sagte Lies.

Wilhelmshavens Stadtbaurat Oliver Leinert, selbst Mitglied des Preisgerichts, ist von dem Gewinnerentwurf ebenfalls überzeugt. „Der Wettbewerb war hochkarätig besetzt. Das enorme Interesse und die hohe Qualität der eingereichten Entwürfe zeigen einmal mehr, in welcher Liga wir in Wilhelmshaven mit unseren städtebaulichen Projekten spielen."

Im Rahmen des Architektenwettbewerbs zum Bau des internationalen Partnerschaftszentrums in Trägerschaft der Stadt Wilhelmshaven hatten 14 renommierte Architekturbüros aus dem In- und Ausland ihre Gestaltungsentwürfe für den Hochbau und zur Gestaltung des umliegenden Banter See Parks eingereicht. Eine besondere Herausforderung an die Architekten bestand in der Aufgabe, den auf dem attraktiven Wassergrundstück mit Blick auf den Jadebusen noch vorhandenen Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg in das neue Gebäude einzubinden. Auf über 50 Plakaten wurden Zeichnungen und Skizzen hinter verschlossenen Türen einen ganzen Tag lang präsentiert und begutachtet. In allen Entwürfen wurde die Planungsaufgabe in kreativer Weise aufgenommen. Die Lösungen verbinden auf verschiedene Art und Weise Nachhaltigkeitsprinzipien mit Nutzerfreundlichkeit und dem Thema Wattenmeer. Die Jury benötigte drei Durchgänge, um sich auf die besten drei Entwürfe und die Verteilung der Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro zu einigen.

Der Wettbewerb und die Realisierung des internationalen Partnerschaftszentrums wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit vier Millionen Euro aus Mitteln des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus" gefördert. Vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz erfolgt neben der Unterstützung bei der Brachflächensanierung zudem eine begleitende Förderung im Rahmen der Städtebauförderung. Für die im Gebiet der Stadtumbaumaßnahme „Jadeallee/ Wiesbadenbrücke" geplante Einrichtung werden Städtebauförderungsmittel für die angrenzende Erschließung und den Grunderwerb zur Verfügung gestellt.

Für den 22. März 2018 ist die Ausstellungseröffnung zu den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs geplant. Im Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum in Wilhelmshaven werden alle Entwürfe einen Monat lang als Sonderausstellung für die Öffentlichkeit zu sehen sein.

Das Partnerschaftszentrum bietet die Chance, länderübergreifend vorhandene Kompetenzen und Erfahrungen unter einem Dach zu bündeln und zu verstärken und damit eine nachhaltige regionale Entwicklung mit gemeinsamen Standards für die gesamte Wattenmeerregion anzustreben. Dafür sollen Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Kommunen für die Zusammenarbeit gewonnen werden. Die gemeinsame Marke ‚Weltnaturerbe Wattenmeer' gibt Impulse für die soziale und ökonomische Entwicklung und die internationale Profilierung der Region.

Hintergrund:

Die Auszeichnung des gesamten niederländisch-deutsch-dänischen Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe im Juni 2014 ist eine Anerkennung der gemeinsamen Bemühungen zum Schutz des Wattenmeers und unterstreicht seine globale Bedeutung als einmaliger Naturraum. Die seit über 30 Jahren bestehende trilaterale Zusammenarbeit der drei Staaten Niederlande, Deutschland und Dänemark bildet den strukturellen Rahmen für den integrierten Schutz und das Management des grenzüberschreitenden Wattenmeers. In keiner anderen Region der Welt gib es eine vergleichbare Dichte und Qualität von Wissen und Erfahrung zu Naturschutz, Management und Forschung, insbesondere im Bereich von Tiden- beziehungsweise Küstengebieten, wie in der Wattenmeerregion.

Um die volle Bandbreite gegenwärtiger und zukünftiger Herausforderungen in Bezug auf Verbesserung von Nachhaltigkeit, regionaler Entwicklung und Naturschutz im gesamten Weltnaturerbe und seiner umgebenden Region zu bewältigen, muss die Wattenmeer-Kooperation ihre heutigen Organisationstrukturen weiter entwickeln.

Im geplanten Trilateralen Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrum, das von der Stadt Wilhelmshaven bzw. in ihrem Auftrag vom städtischen Eigenbetrieb ‚Grundstücke und Gebäude' auf dem Banter See Park errichtet wird, ist daher vorgesehen, das bestehende, gemeinsame Wattenmeersekretariat (Common Wadden Sea Secretariat), eine noch näher zu definierende Netzwerkeinrichtung (Partnership Hub), eine noch zu gründende trilaterale Wattenmeerstiftung und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer unter einem Dach zusammenzuführen.

(Gemeinsame Presseinformation des niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz und der Stadt Wilhelmshaven)

 

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