11.06.2015

Japanische Naturschützer im Wattenmeer

Themen: 
Besuchergruppe aus Tokyo informiert sich über das Weltnaturerbe Wattenmeer und den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Eine Delegation der "Ecosystem Conversaton Society - Japan" mit ihrem Präsidenten Hobun Ikeya (5. v.l.) wurde in Wilhelmshaven von Sascha Klöpper (Gemeinsames Wattenmeersekretariat, 3. v.l.) und Jürgen Rahmel (Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, 4. v.l.) empfangen.

Nicht nur Zugvögel nehmen einen langen Weg auf sich, um zum Wattenmeer zu gelangen: Am 11. Juni war eine Delegation der "Ecosystem Conversation Society - Japan" mit ihrem Präsidenten Hobun Ikeya in Wilhelmshaven zu Gast, um sich über den einzigartigen Lebensraum Wattenmeer und die nachhaltige Entwicklung der angrenzenden Regionen zu informieren.

Sascha Klöpper vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat erläuterte dabei in einem Vortrag die Faktoren, die das Wattenmeer als UNESCO-Weltnaturerbe auszeichnen, sowie die internationalen Anstrengungen zum Schutz der Weltnaturerbestätte im Rahmen der Trilateralen Wattenmeerkooperation. Anschließend stellte Jürgen Rahmel, Leiter des Dezernats Biosphärenreservat in der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, das niedersächsische Wattenmeer in seiner Eigenschaft als Biosphärenreservat vor. Das Biosphärenreservat schließt neben einer Kern- und Pflegezone perspektivisch auch eine Entwicklungszone ein, in der nachhaltige Entwicklung erprobt werden soll.

Im Anschluss an die Vorträge bot eine Exkursion nach Dangast den japanischen Besuchern die Gelegenheit, das Wattenmeer in natura kennenzulernen und die dortigen Informationseinrichtungen (Welterbe-Portal und Nationalpark-Haus) zu besuchen.

Zu den Tätigkeitsbereichen der "Ecosystem Conversation Society - Japan" gehören wissenschaftliche Forschung, Lobbyarbeit, Umweltberatung und Umweltbildung. Die Naturschutz-Gesellschaft mit Hauptsitz in Tokyo berät unter anderem die japanische Regierung in Umweltfragen und hat nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Mitglieder.

Das könnte Sie auch interessieren

Toter Grindwal am Strand in Norddeich. Foto: Onno K. Gent

Toter Grindwal am Strand in Norddeich. Foto: Onno K. Gent

12.12.2017 Walstrandung, Grindwal Am letzten Samstag (9.12.) entdeckte Nationalpark-Ranger Onno K. Gent einen Walkadaver am Norddeicher Hundestrand. Das Tier war bereits mehrere Tage tot, als es angespült wurde. mehr »

Das Foto zeigt Vertreterinnen und Vertreter der neuen Nationalpark-Partner, der Nationalparkverwaltung und des Vergaberates | © Wells/LKN.SH

11.12.2017 Nationalpark-Partner, Urlaub, Nachhaltiger Tourismus Mit sieben "Neuen" ist die Zahl der Nationalpark-Partner in Schleswig-Holstein auf 179 gewachsen. mehr »
Jugendbildungsstätte Theodor Wuppermann e.V.  ist Partner des Nationalparks und UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendbildungsstätte Theodor Wuppermann e.V. nahmen gemeinsam die Urkunde zur Zertifizierung als Partner des Nationalparks und UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsi-sches Wattenmeer entgegen. Foto: Jugendbildungsstätte Theodor Wuppermann e.V.

05.12.2017 Biosphärenreservat, Partnerinitiative, Nationalpark-Partner Die Partnerinitiative des Nationalparks und UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer begrüßt den ersten Bildungspartner auf der Insel Juist: mehr »
Seeluft statt Hörsaal: Praktikum im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Wattwelten

Seeluft statt Hörsaal: Praktikum im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Wattwelten

01.12.2017 Commerzbank, Umweltpraktikum Die Bewerbungsphase für das Commerzbank-Umweltpraktikum läuft noch bis zum 15. Januar 2018. Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sind fünf Praktikumsplätze zu vergeben. mehr »

Langeneß | © Stock / LKN.SH

29.11.2017 Das Biosphärenreservat „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen“ hat den Check-up durch die UNESCO bestanden. Heute nahmen der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck und Michael Pollmann, Staatsrat der Freien und Hansestadt Hamburg, die entsprechenden Urkunden entgegen. mehr »