03.08.2016

Norderney: Nationalpark-Haus wird UNESCO Weltnaturerbe Besucherzentrum

Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel war heute zu Gast bei den „Watt Welten“ auf Norderney. Anlass des Besuchs war die Umwidmung des Nationalpark-Hauses in ein UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum. Damit bekommen die „Watt Welten“ eine neue Bedeutung im Sinne der Richtlinie über die Informationseinrichtungen in niedersächsischen Nationalparks und Biosphärenreservaten und erhalten eine jährliche Förderung von 145.000 Euro.

Ein weiteres Stück im großen Puzzle für das Weltnaturerbe Wattenmeer ist geschafft. V.l.n.r.: Nationalpark-Leiter Peter Südbeck, Sonja Wolters, Leiterin des Besucherzentrums, Bürgermeister Frank Ulrichs, Umweltminister Stefan Wenzel und Carl-Wilhelm Bodenstein-Dressler, Geschäftsführer des BUND-Landesverbandes. Foto: Nationalparkverwaltung

Mit der neuen Funktion und der damit verbundenen erhöhten Förderung kann das Informationsangebot auf Norderney erweitert werden: Die Stadt wird vier Vollzeitstellen einsetzen, um den gestiegenen Anforderungen an eine moderne und umfassende Öffentlichkeitsarbeit im UNESCO Weltnaturerbe und Nationalpark Wattenmeer nachzukommen.

Das künftige UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum auf Norderney sowie die weiteren 15 Nationalpark-Häuser und -Zentren an der Küste und auf den Inseln informieren umfassend über das dynamische Ökosystem des Wattenmeeres, Naturschätze und kulturhistorische Aspekte sowie die damit verbundenen Schutzanstrengungen und sind Lernlabor für viele Besucherinnen und Besucher. Minister Wenzel: „Die Informationszentren und -häuser als Botschafter des Umwelt- und Naturschutzes sind unerlässlich für den Nationalpark. Sie schärfen den Blick für die Lebenszusammenhänge im Wattenmeer und sind Anlaufstelle für alle, die mehr Natur erleben wollen“. Die Einrichtungen werden von den Kommunen betrieben, zumeist in Kooperation mit Umweltverbänden – auf Norderney mit dem Landesverband des BUND.

Das Wattenmeer sei eine einzigartige Naturlandschaft, die weltweit ohne Beispiel ist, sagte Wenzel. „Gerade deshalb müssen wir auch die Bedrohungen im Blick haben: Stickstoffeinträge aus Verkehr und Kraftwerken, die Versauerung des Meerwassers durch Kohlendioxid, Mülleinträge, geplante Rohstoffnutzungen, potenzielle Schiffsunfälle, Schadstoffeinträge von Land und von Schiffen, steigende Meeresspiegel, Flussvertiefungen und die Verklappung von Baggergut. Um dem zu begegnen, müssen wir immer wieder um Bündnispartner ringen, die mit uns diesen Lebensraum für Mensch und Natur schützen.“

Das Niedersächsische Wattenmeer wurde 2009 als UNESCO Weltnaturerbe anerkannt.

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