23.06.2017

Umwelt-Semester im Wattenmeer

Auf Borkum und Norderney engagieren sich zwei Commerzbank-Umweltpraktikantinnen für die Umwelt und sammeln praktische Erfahrungen in der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit

Seit April setzen sich die beiden Studentinnen Antonia Thielebörger und Juliane Romahn im Rahmen eines Praktikums für das Weltnaturerbe Wattenmeer ein – Antonia im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Norderney, Juliane auf dem Nationalpark-Schiff Borkumriff. Ermöglicht wird ihr dreimonatiger Einsatz im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer durch die Unterstützung der Commerzbank.

Beide Praktikantinnen studieren ein Fach mit Umweltbezug: So ist Antonia Studentin der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung in Hannover, Juliane studiert Organismische Biologie in Bonn. Gemeinsam war ihnen auch der Wunsch, ergänzend zum Studium praktische Erfahrungen in der Naturschutzarbeit zu sammeln, zu der auch die Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit gehören. Hierfür bietet das Praktikum in den Nationalpark-Informationseinrichtungen auf Borkum und Norderney vielfältige Gelegenheiten. So führt Juliane Führungen durch das Nationalpark-Schiff und Wanderungen durch die Salzwiesen und Dünen sowie zur Seehundbank durch und betreut den Informations-Pavillon im Borkumer Hafen. Antonia begleitet unter anderem Wattwanderungen und Labor-Workshops und kümmert sich um die Aquarien. „Das Praktikum hat mich bei den Überlegungen zu meiner beruflichen Zukunft einen Schritt vorangebracht. Ich möchte mich weiter für die Umwelt einsetzen und andere Menschen dazu bewegen, sich damit auseinanderzusetzen“, fasst Antonia ihre bisherigen Erfahrungen zusammen.

Bei einem Treffen in der Seehundstation Nationalparkhaus Norddeich am vergangenen Donnerstag herrschte zwischen Praktikantinnen, Praktikumsbetreuer*innen und dem Filialdirektor der Commerzbank Wilhelmshaven, Jonas Kaiser, Übereinstimmung, dass das Commerzbank-Umweltpraktikum eine vierfache Win-Win-Situation darstellt: Die Praktikant*innen sammeln wertvolle Praxiserfahrungen in freier Natur, die Nationalpark-Informationseinrichtungen und auch deren Besucher*innen profitieren von der sehr kompetenten und motivierten personellen Unterstützung, und die Commerzbank bringt ihr nachhaltiges Engagement für den Natur- und Umweltschutz zum Ausdruck.

Als Dank für ihren tatkräftigen Einsatz überreichte Kaiser den Praktikantinnen von Seiten der Commerzbank jeweils einen Rucksack mit praktischen Ausrüstungsgegenständen für Exkursionen in die Natur. Ein besonderes Highlight für alle Beteiligten war der anschließende Besuch der Seehundstation unter fachkundiger Führung von André Marliani. Marliani, Leiter des Bereichs Umweltbildung der Seehundstation Nationalparkhaus Norddeich, ist selbst ein passendes Beispiel dafür, wie das durch die Commerzbank geförderte Praktikum berufliche Perspektiven eröffnen kann: Auch er hat in den 1990er Jahren ein Commerzbank-Umweltpraktikum absolviert.

Bereits seit 1990 führt die Commerzbank zusammen mit deutschen Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten das Commerzbank-Umweltpraktikum durch. Ziel ist die Sensibilisierung von Studierenden für nachhaltige Entwicklung und das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven im Natur- und Umweltschutz. Die Commerzbank unterstützt dabei mit einem Praktikantenentgelt und übernimmt die Unterkunftskosten. Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer haben seit 1990 über 100 Praktikant*innen in den Nationalpark-Informationseinrichtungen entlang der niedersächsischen Küste und auf den ostfriesischen Inseln sowie in der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven ein Commerzbank-Umweltpraktikum absolviert. Das gemeinsame Projekt der Commerzbank und deutscher Großschutzgebiete wurde ausgezeichnet als UN-Dekade Projekte „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2007/2008 und "Biologische Vielfalt" 2015/2016.

Das könnte Sie auch interessieren

Über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Regenwasserbewirtschaftung der Niederungsgebiete in Schleswig-Holstein (Bild: Hochwasser an der Treene) spricht Matthias Reimers am 1. Februar im Multimar Wattforum | © Stock/LKN.SH

23.01.2018 Klimawandel, Multimar Wattforum, Infozentrum Im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum geht die Veranstaltungsreihe zum Thema Klimawandel und Wattenmeer weiter: Am 1. Februar 2018 spricht Matthias Reimers, Geschäftsführer des Deich- und Hauptsielverbands Dithmarschen über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Regenwasserbewirtschaftung der Niederungsgebiete in Schleswig-Holstein. mehr »
Strandpieper. Foto: Thorsten Krüger

Strandpieper. Foto: Thorsten Krüger

17.01.2018 Zugvogeltage, Strandpieper Vom 13. bis zum 21. Oktober 2018 finden zum 10. Mal die Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer statt. Anlässlich dieses Jubiläums wird in einem „Zugvogel-Countdown“ von Januar bis Oktober jeden Monat eine typische Zugvogelart des Wattenmeeres vorgestellt. Den Anfang macht der Strandpieper, ein winterlicher Salzwiesenbewohner mit Sinn für Feinkost. mehr »
Krake im Multimar Wattforum © Stock/LKN.SH

Krake im Aquarium des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum | © Stock/LKN.SH

08.01.2018 Lesung, Muscheln & Schnecken, Infozentrum Am 07.03.2018 (Nachholtermin) liest Heide Sommer im Multimar Wattforum in Tönning aus dem Buch „Rendezvous mit einem Oktopus“. Bei einer anschließenden Führung zeigt das Nationalpark-Zentrum die in seinen Aquarien lebenden Kraken und andere Mollusken. mehr »
27.12.2017 Feuerwerk, Naturschutz Viele Menschen lassen es zu Silvester gern so richtig krachen, für viele Tiere ist das nächtliche Feuerwerk eine Qual. Und das gilt nicht nur für Haus- und Nutztiere, sondern auch für die tierischen Bewohner des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. mehr »
Rastende Nonnengänse. Foto: Onno K. Gent

Rastende Nonnengänse. Foto: Onno K. Gent

26.12.2017 Feuerwerk Kaum ist der Weihnachtstrubel vorbei, beginnen die Vorbereitungen für den Jahreswechsel. Viele lieben es ruhig und besinnlich, für andere gehören Böller und Raketen dazu. Bei Vögeln und anderen wildlebenden Tieren erzeugen die Knall- und Lichteffekte jedenfalls keine Partystimmung. mehr »