25.07.2017

Veranstaltungen im Nationalpark zum Weltrangertag

Themen: 
Am 31. Juli stellen Rangerinnen und Ranger ihre Arbeit vor

Rangerin Susanne Koschel (links) im Einsatz. Foto: Nationalparkverwaltung

Seit zwei Jahren sind sie nun für den Nationalpark im Einsatz, die Rangerinnen und Ranger im Niedersächsischen Wattenmeer. Auf den Inseln und an der Festlandsküste haben sie sich innerhalb kürzester Zeit als freundliche Ansprechpartner fest etabliert und konnten unter anderem im Bereich des Artenschutzes bereits letztes Jahr messbare Erfolge ihrer Arbeit vorweisen.

In der Regel wird ihnen bei ihrer wichtigen Arbeit Verständnis entgegen gebracht. Selbst in schwierigen Situationen kann fast immer mit freundlichen Worten erklärt werden, warum die Natur hier einen besonderen Schutz genießt. Manch ein Gespräch entwickelt sich sogar bis hin zu der Nachfrage, wie die Nationalpark-Arbeit aktiv unterstützt werden kann. Bei der Information von Einheimischen und Gästen, beim Schutz seltener Arten oder bei kleineren Pflegeeinsätzen haben die Rangerinnen und Ranger tatsächlich häufig engagierte Helfer, wie z. B. die ehrenamtliche Nationalparkwacht, aber auch zahlreiche weitere haupt- und ehrenamtliche Netzwerkpartner.

Da nicht alle Rangerinnen und Ranger in der Welt solch eine Unterstützung genießen, wurde 2007 der „World Ranger Day“ von der Internationalen Ranger Federation ins Leben gerufen, um an die wertvolle Arbeit für die Natur und damit die zukünftigen Generationen in aller Welt zu erinnern. Aber auch daran, dass diese Arbeit häufig unter schwierigen Bedingungen bis hin zu tödlichen Gefahren, z. B. durch bewaffnete Wilderer, ausgeübt wird.

Initiator des „World Ranger Day“ und Gründer der „The Thin Green Line Foundation“, welche die Hinterbliebenen von tödlich verunglückten Rangerinnen und Rangern weltweit unterstützt, ist Sean Willmore, der selber als Ranger in Australien gearbeitet hat. 2004 startete er eine Weltreise, um eine Dokumentation über seinen Beruf in anderen Teilen der Welt zu drehen, und wurde dabei auf die häufig schlechten Arbeitsbedingungen und die vielen Gefahren aufmerksam, denen Rangerinnen und Ranger an vielen Orten der Welt ausgesetzt sind. Prominente Unterstützer des Weltrangertages sind unter anderem die bekannte Verhaltensforscherin Jane Goodall und Prinz William, Duke of Cambridge.

Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer bieten die Rangerinnen und Ranger anlässlich des Weltrangertages am 31. Juli an zehn verschiedenen Standorten Veranstaltungen an:

Krummhörn/Campen

In der Krummhörn freut sich Nationalpark-Ranger Onno K. Gent zwischen 9 und 16 Uhr auf Interessierte, denen er am Deich beim Campener Leuchtturm gerne Informationen rund um seinen Beruf, den Nationalpark und das Weltnaturerbe bei einem Gespräch mit Blick aufs Wattenmeer vermittelt.

Norderland/Neßmersiel

An der Vogelbeobachtungshütte beim Spülsiel kann man sich von 9 bis 16 Uhr die Vogelwelt von Nationalpark-Ranger Simon Potthast zeigen lassen oder auch einfach vorbei schauen, um einen echten Ranger kennenzulernen und ihm Löcher in den Bauch zu fragen. 

Jadebusen

Für sportliche Naturfreunde bietet Nationalpark-Rangerin Susanne Koschel eine geführte Radtour rund um den Jadebusen an. Treffpunkt für die gut 55 km lange Tour ist um 8:30 Uhr am Helgolandkai in Wilhelmshaven, Rückkehr dorthin gegen 19:30 Uhr. Auf dem Weg werden Stopps zu interessanten Nationalpark-Themen gemacht und während der Tour ist ausreichend Zeit für weitere Gespräche. Eine Einkehr zum Mittagessen ist geplant. Die Kosten für die Fährfahrt von Wilhelmshaven nach Eckwarderhörne belaufen sich auf 12  €. Um vorherige Anmeldung bei Frau Koschel unter 0172-2524288 wird gebeten.

Wangerland/Javenloch

Am Deich nördlich von Javenloch erwartet André Kramer von 11 bis 16 Uhr interessierte Gäste. Der Nationalpark-Ranger freut sich auf Fragen zu seinem Beruf und der einzigartigen Naturlandschaft, in der er arbeiten darf. Gerne gibt er über sein Spektiv auch Einblicke in die Vogelwelt des Wattenmeeres.

Wurster Nordseeküste

Nationalpark-Ranger Frank Penner lädt um 14 Uhr ins Nationalpark-Haus Dorum-Neufeld zu einem Vortrag über seinen Traumberuf Ranger ein. Neben seiner persönlichen Motivation, die ihn zu diesem Beruf gebracht hat, berichtet er von seinen Aufgaben und erläutert, warum er und seine Kolleg*innen überall auf der Welt an diesem Tag besondere Aufmerksamkeit verdienen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Spiekeroog

Auf Spiekeroog bietet Nationalpark-Ranger Lars Scheller um 10 Uhr eine faszinierende Inselquerung mit Blick auf die Pflanzen im Nationalpark an - von Andelgras bis Zahntrost. Neben den Naturschätzen des Wattenmeeres selbst haben auch die Landbereiche der Insel Spiekeroog seltene und bedrohte Arten zu bieten. Für alle ab 12 Jahren, die Lust haben, in die Pflanzenwelt einzutauchen, beginnt die gut zweistündige Tour beim Haus Wolfgang. Aufgrund der Wegebeschaffenheit ist die Führung für mobilitätseingeschränkte Personen leider nicht geeignet.

Langeoog

Interessierte auf Langeoog sind von Nationalpark-Ranger Jochen Runar herzlich eingeladen, ihn auf einer vogelkundlichen Radtour zu begleiten. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Deichschart, von dort geht es mit eigenen Fahrrädern Richtung Vogelwärterhaus. Wer hat, darf gerne ein Fernglas mitbringen. Die Radtour dauert mit mehreren Stopps ca. 2 Stunden, ohne Rückweg zum Ort. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Norderney

Am Osthellerparkplatz der Insel Norderney erwarten die beiden Nationalpark-Ranger Nico Erdmann und Niels Biewer von 10 bis 16 Uhr interessierte Besucher. Für alle, die Lust haben, gemeinsam mit dem Ranger einen kleinen Einblick in den wilden Osten Norderneys zu erhalten, bieten sie um 11 und um 14 Uhr ca. 90 minütige Führungen in die Dünenlandschaft an. Am Infostand geben sie außerdem gerne Auskunft zum Weltrangertag, ihrem Beruf und zum Nationalpark.

Juist

Nationalpark-Rangerin Alexandra Kellner bietet von 10 bis 13 Uhr an der Infohütte am Kalfamer tiefe Einblicke in die Vogelwelt der Insel. Neben dem Angebot, einen völlig neuen Blick aufs Watt durchs Spektiv zu erlangen, informiert sie auch gerne zum Weltnaturerbe und dem Ranger-Beruf. Wer mehr wissen will, ist um 14 Uhr herzlich eingeladen, sie bei einer ca. zweistündigen Tour ums „kleine Ost“ zu begleiten. Treffpunkt hierfür ist der Fahrradparkplatz hinter dem Flughafen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Borkum

Auf Borkum freut Nationalpark-Ranger Sebastian Keller sich auf zahlreiche Interessierte, die er von 10 bis 14 Uhr an seinem Infostand an der Promenade (gegenüber der DLRG) empfängt, um alle Fragen rund um den Nationalpark und den Weltrangertag zu beantworten. Um 15 Uhr bietet er außerdem eine ca. 1,5 stündige Exkursion zur Seehundbank an. Treffpunkt hierfür ist der Strandaufgang oberhalb der DLRG-Station am Hauptstrand.

Das könnte Sie auch interessieren

Zwergseeschwalbe. Foto: Jan Goedelt/www.natur-linse.de

Zwergseeschwalbe. Foto: Jan Goedelt/www.natur-linse.de

21.04.2018 Strandbrüter Die Ostspitze von Wangerooge war in früheren Jahren ein traditioneller Brutplatz für Vogelarten, die auf Stränden brüten. Dazu zählen unter anderem der Sandregenpfeifer und die Zwergseeschwalbe. mehr »

© Stock / LKN.SH

17.04.2018 Am Samstag, den 21. April, werden die Ringelganstage auf Hallig Hooge feierlich eröffnet. Neben naturkundlichen Wanderungen und kreativen Angeboten wird dort auch die „Goldene Ringelgansfeder“ für besonderes Engagement für die Natur und die Region verliehen. mehr »

Experimente zur Erwärmung von Salzwiesen auf der Hamburger Hallig | © Nolte

16.04.2018 Klimawandel, Salzwiese, Vortrag Im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum geht die Veranstaltungsreihe zum Thema Klimawandel und Wattenmeer in die letzte Runde. Am 26. April 2018 hält Dr. Stefanie Nolte von der Universität Hamburg einen Vortrag mit dem Titel „Salzwiesen im Klimawandel". mehr »
Löffler. Foto: Marcus Säfken
13.04.2018 Zugvogeltage, Löffler 10-9-8-7 ... im aktuellen Beitrag unseres Zugvogeltage-Countdowns geht es um einen wahrhaft königlichen Vogel: den Löffler. mehr »

Plattdeutsch-hochdeutsche Buchvorstellung: Autor Steffen Walentowitz (3. v.l.), Schulleiterin Anja Kujas (hinten links), Grietje Kammler, Leiterin des Plattdüütskbüros der Ostfriesischen Landschaft (5. v.l.), Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer (7. v.l.), Leana Frisch, Nationalparkverwaltung, Projekt Umweltbildung (8. v.l.) Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler der Oberschule Borssum.
Foto: Wagner/NLPV

12.04.2018 Plattdeutsch ist eine reiche und häufig auch sehr bildhafte Sprache. So wird der Austernfischer, einer der Charaktervögel des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, auch „Klipp“ genannt – wegen seines an der Küste häufig zu hörenden, kräftigen Warnrufs „kliep-kliep“. mehr »