Wasser- und Watvogel-Zählung (WWZ)

Alle 14 Tage werden an der niedersächsischen Küste und auf den Inseln die Wasser- und Watvögel gezählt. Mitarbeiter der Nationalparkwacht und Dutzende ehrenamtlicher ZählerInnen sind dann an diesem Wochenende bei Wind und Wetter draußen vor Ort.
Vogelzählung mit Spektiv

Die Wasser- und Watvogelzählungen finden bei Hochwasser statt, weil sich die Vögel dann nicht zur Nahrungssuche im Watt  verteilen, sondern sich auf den Salzwiesen und anderen Hochwasserrastplätzen zusammenfinden und ausruhen.

Optimale Ergebnisse lassen sich natürlich nur dann erzielen, wenn die Vögel möglichst ruhig rasten, ohne gestört zu werden. Deswegen darf z. B. auch an den drei Tagen der Zähl-Wochenenden im Nationalpark nicht gejagt werden.

Weil das Wattenmeer für die Vögel ein einziger Naturraum ist, werden die Zähltermine seit Beginn der 1990er Jahre mit unseren Nachbarn in den Niederlanden, in Schleswig-Holstein und Dänemark abgestimmt und die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet. In Niedersachsen werden die Zählungen im Rahmen des Tierarten-Erfassungsprogrammes von der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN koordiniert und die Ergebnisse zusammengetragen und ausgewertet.

Aus den erhobenen Daten lassen sich z. B.  Bestandstrends für Niedersachsen, das deutsche und das internationale (trilaterale) Wattenmeer ermitteln und wir können erkennen, welcher Anteil der jeweiligen nordwesteuropäischen Population sich zeitweise im Wattenmeer aufhält. Die Zählungen sind somit die einzige Möglichkeit, die Bedeutung des Wattenmeeres für die Vogelwelt wirklich zu ermessen.

Aber auch auf lokaler Ebene, z. B. im Rahmen der Eingriffsregelung, finden die Ergebnisse der Vogelzählungen Verwendung.