24.01.2012

Treibsel-Reduzierung

Forschungsvorhaben „Ökologische Grundlagen und naturschutzfachliche Strategien zur Treibselreduzierung“ (2006-2011)
Treibsel am Deich nach einer Sturmflut

Als Treibsel bezeichnet man Pflanzenteile, die vom Wasser abgerissen und vor den Deichen und an den Stränden angeschwemmt werden. Die Treibselhaufen müssen entfernt werden, damit die Grasnarbe nicht geschädigt und dadurch die Deichsicherheit gefährdet wird. Die Beseitigung und Entsorgung des Treibsels ist sehr aufwändig. Deshalb wird nach Möglichkeiten gesucht, die Menge des anfallenden Treibsels zu reduzieren.

Das Forschungsvorhaben „Ökologische Grundlagen und naturschutzfachliche Strategien zur Treibselreduzierung“ befasst sich mit dem an der gesamten niedersächsischen Deichlinie der Festlandküste und der Unterläufe von Elbe, Ems und Weser angeschwemmten Treibsel.

Die Ergebnisse zeigen, dass durch Managementkonzepte, die auf natürlichen Prozessen beruhen (Erhöhung des Wasser- und Salzeinflusses) und sich zudem in der Regel naturschutzfachlich positiver auswirken, vergleichbare oder sogar höhere Biomassereduzierungen erreicht werden können als z. B. durch Beweidung oder Mahd. Der Forschungsbericht dient als Handlungsgrundlage für die Entwicklung von Vorlandmanagementplänen unter Berücksichtigung der Treibselreduzierung.

Das Forschungsvorhaben „Ökologische Grundlagen und naturschutzfachliche Bewertung von Strategien zur Treibselreduzierung“ wurde finanziell vom II. Oldenburgischen Deichband (für die niedersächsischen Hauptdeichverbände)
und der Niedersächsischen Wattenmeerstiftung gefördert.

Den Endbericht und weitere Materialien können Sie auf der Website der Planungsgruppe Grün unter folgendem Link herunterladen: