23.02.2012

Weit weg von Schulbank, Schreibtisch und PC

Noch bis zum 15. März können sich junge Leute für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bewerben. Der Bericht der derzeitigen "Ökies" auf Wangerooge macht Appetit.
Die FÖJlerInnen auf Wangerooge 2012
Rieke Hohmann, Lisanne Lambrecht, Meike Seibert und Michael Zirpel (v.l.n.r.) sind glücklich, ein Jahr als FÖJlerInnen auf Wangerooge verbringen zu können

Lust auf ein Freiwilliges Ökologisches Jahr auf Wangerooge?

Rieke Hohmann, Lisanne Lambrecht, Meike Seibert und Michael Zirpel leben für ein Jahr auf der Insel Wangerooge. Grund dafür ist bei allen der Wunsch, in einem Freiwilligen Ökologischen Jahr in der Natur und für die Natur zu arbeiten. Dass sie auf Wangerooge gelandet sind, macht die Schulabgänger sehr glücklich. Bei der Suche nach einer Einsatzstelle stand vor allem die Möglichkeit, draußen in der Natur und auf einer Insel arbeiten zu können, im Vordergrund, möglichst weit weg von Schulbank, Schreibtisch und PC. Im Nationalpark-Haus Wangerooge und den Nationalpark-Stationen des Mellumrat e. V. setzen sich die vier nun für den Schutz des Wattenmeeres ein.

Meike und Michael sind die Naturschutzwarte der Insel, sie zählen die Wasser- und Watvögel, kartieren die Brutvögel, führen Strandkontrollen durch und bieten Führungen zu der Vogelwelt Wangerooges an. Ausgestattet mit Fernglas und Spektiv nehmen sie so ziemlich alles unter die Lupe, was auf Wangerooge fliegt, stochert, balzt oder zwitschert.

Auch Rieke und Lisanne vom Nationalpark-Haus sind viel draußen unterwegs – allerdings selten allein. Meistens machen sie Führungen für die Gäste der Insel und zeigen ihnen Salzwiesen und Dünen, Geschichtliches und Geographisches, Tiere und Pflanzen oder Leuchttürme und Sterne. Beide fühlen sich wohl im Nationalpark-Haus, da ihnen Naturschutz und der Kontakt zu Menschen sowie pädagogische Arbeit wichtig sind.

So sehr das Freiwillige Ökologische Jahr die vier jungen Menschen auf Wangerooge verbindet, so unterschiedlich sind ihre Ideen für ihre Zukunft:  Meike möchte Wissenschaftsjournalismus studieren, Lisanne tendiert in Richtung Sonder- und Sozialpädagogik. Rieke und Michael sind sich noch unsicher. Etwas mit Geographie könnte Rieke sich gut vorstellen, Michael denkt über die Schauspielerei oder etwas in Richtung Biologie nach. In einem halben Jahr ist für die vier die Inselzeit vorbei. Wer sich vorstellen kann, in die Fußstapfen von den „Ökies“ zu treten, kann sich bis zum 15. März bei der Niedersächsischen Naturschutzakademie in Hildesheim bewerben. Nähere Infos stehen auf der Internetseite der Alfred-Töpfer-Akademie für Naturschutz: