05.07.2012

Besucherinformationssystem für das Weltnaturerbe Wattenmeer in Nordfriesland und Dithmarschen ist aufgebaut

Die Weltnaturerbe-Informationen wurden im Rahmen des Investitionsprogramms zur Erhaltung der nationalen UNESCO-Welterbestätten mit 314165 Euro gefördert.
© Meurs / LKN-SH

In den letzten Monaten ist in 30 Gemeinden von Norddorf auf Amrum bis nach Friedrichskoog in Dithmarschen die flächendeckende Besucherinformation für das Weltnaturerbe Wattenmeer aufgebaut worden. In vielen Gemeinden stehen jetzt auf zentralen Plätzen Weltnaturerbesäulen, in einigen auch Pavillons und Naturpfade. Dazu gehören auch Schilder auf Autobahnen und Bundesstraßen.

Die Weltnaturerbe-Informationen wurden vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Investitionsprogramms zur Erhaltung der nationalen UNESCO-Welterbestätten mit 314165 Euro gefördert. Das Investitionsprogramm umfasst insgesamt 220 Millionen Euro. Ricarda Ruland vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und von der Begleitagentur des Investitionsprogramms Nicola Halder-Hass, Halder-Hass Denkmalprojekte, überzeugen sich jetzt vor Ort vom Erfolg der Infoelemente. „Wir möchten einen Eindruck vom Stand der Umsetzung und von der Qualität der geförderten Maßnahmen erhalten“, erklärt Ricarda Ruland. „Bei Gesprächen mit Mitarbeitern der Kreise und Gemeinden, Tourismuszentralen und der Nationalparkverwaltung konnten wir uns davon überzeugen, dass die Projekte erfolgreich umgesetzt worden sind, eine große Wertschätzung in der Region erhalten und von Touristen gut angenommen werden.“

Für den Aufbau des flächendeckenden Besucherinformationssystems hatten die Orte Tönning und Büsum im Auftrag der Kreise Nordfriesland und Dithmarschen Sammelanträge gestellt, der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz die Ausführung übernommen.

Die UNESCO-Auszeichnung „Weltnaturerbe“ für den Lebensraum Wattenmeer lenkt die Aufmerksamkeit vor allem auf die Besonderheiten der Natur – auf die seltene biologische Vielfalt, die junge und ursprüngliche Erdgeschichte und das weitgehend vom Menschen unbeeinflusste Naturgeschehen. Voraussetzung für die Auszeichnung ist aber auch der Schutz und das Management des Gebietes durch die hier lebenden Menschen. Zeichen dafür sind auf dem Spielplatz des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum der Leuchtturm, der Krabbenkutter und die Hallighäuschen. „Die Stadt Tönning erhält im Rahmen des Investitionsprogramms 450000 Euro bis zum Jahr 2014 für die Neuausrichtung des Multimar Wattforum“, erklärt Dr. Gerd Meurs, der Leiter des Nationalpark-Zentrums. Ein Teil wurde schon in die Erweiterung des Spielplatzes investiert, im nächsten Jahr wird der erste Ausstellungsbereich überarbeitet.