Verbindender Fisch

Ein weiterer Blick über den Tellerrand führt diesmal nach Hessen. Von dort, genauer gesagt vom Verband Hessischer Fischer, hat die Nationalparkverwaltung kürzlich Post bekommen in Form eines Faltblattes und der Mitteilung, dass der Verband die Flunder zum „Fisch des Jahres 2017“ gekürt hat. Was das mit dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zu tun hat? Die Flunder ist eine Art verbindendes Element zwischen Wattenmeer und Nordsee auf der einen und Flüssen – nicht nur in Hessen – auf der anderen Seite.

Denn der Plattfisch wandert bis weit hinein in größere Fließgewässer, wird etwa in Hessen „häufig im Rhein und in den Mündungsgebieten von Main, Neckar, Mosel und Lahn angetroffen“, wie es in dem Faltblatt heißt, und: „Es scheint so, dass vor allem Jungflundern sich gern im Südwasser aufhalten. Nach dem ersten Laichvorgang wandern die Fische nicht mehr ins Süßwasser zurück.“

Flundern gehören zur Ordnung der Plattfische und hier zur Familie der Schollen, verwandt unter anderem mit ebendiesen sowie unter anderem mit Steinbutt und Seezunge. Mit ihrem seitlich abgeflachten Körper sind sie auf das Leben am Boden von Gewässern optimal angepasst. Die Art wird durchschnittlich 20 bis 30 Zentimeter lang, in Ausnahmefällen bis zu 60 Zentimeter. Übrigens sind Flundern „in natura“ im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum zu sehen, derzeit genau 13 Exemplare in der Gezeitenzone.