Abhängig vom Tageslicht

Vom widrigen Wetter im April haben sich Möwen, Seeschwalben, Austernfischer & Co. nicht beeindrucken lassen: Das Brutgeschäft im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer läuft auf vollen Touren. Mit als erste beginnen die Graugänse mit der Eiablage und führen darum bereits seit etlichen Wochen Junge, der erste Kiebitznachwuchs wurde Ende April gesichtet, andere Arten widmen sich noch dem Nestbau, der Koloniebildung (siehe Foto, Lachmöwen), der Eiablage oder, wie zum Beispiel Mantelmöwen, der Brut.

Aber warum hat die Witterung offenbar so wenig Einfluss auf das Brutverhalten der Vögel? Die Antwort: Partnerwerbung, Nestbau und Eiablage werden im Wesentlichen von der Hormonausschüttung bestimmt, und die wiederum ist von der Tageslichtlänge abhängig. Insgesamt ziehen fast 100.000 Vogelpaare in den Salzwiesen, an Stränden und in den Dünen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste ihren Nachwuchs groß.