Gefragt wie nie

Wattführungen im Nationalpark Wattenmeer sind gefragt wie nie: Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei diesen Angeboten von Naturschutzverbänden, Nationalpark-Wattführern und -Rangern hat im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit Beginn der Erfassung im Jahr 1999 erreicht. Das ist eines der Ergebnisse aus dem sozio-ökonomischen Monitoring (SÖM Watt) in der Nationalparkregion.

Das SÖM Watt liefert Daten und Bewertungen über die sozio-ökonomische Entwicklung. Denn um diese umfassend beschreiben zu können und Trends rechtzeitig zu erkennen, reiche es nicht aus, lediglich ökologische Parameter zu erfassen, sagt die für das Projekt zuständige Expertin in der Nationalparkverwaltung Christiane Gätje: „Ebenso wichtig ist der Blick auf die Bedeutung des Nationalparks für die regionale Wirtschaft, die Nutzung der Naturerlebnisangebote und  auf die Einstellungen, Meinungen und Wünsche der Bevölkerung vor Ort und der Gäste.“

All das liefern die regelmäßigen SÖM-Erhebungen. Hier ein paar aktuelle Schlaglichter:

  • Die Akzeptanz des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer bei den Westküstenbewohnern bleibt auf hohem Niveau. Bei der „Sonntagsfrage“ würden 85 Prozent für den Fortbestand des Nationalparks stimmen, weitere 10 Prozent unter bestimmten Bedingungen und nur 2 Prozent dagegen. Bei 28 Prozent hat  sich die Einstellung in den vergangenen drei Jahren sogar (sehr oder eher) zum Positiven gewandelt.
  • Schutzmaßnahmen im Nationalpark werden von der Mehrheit der Einwohner als gut akzeptabel bewertet.
  • Der Status Weltnaturerbe ist bekannter als der des Nationalparks. Bundesweit gefragt, wird das Weltnaturerbe Wattenmeer unter den 40 Welterbestätten als die „sympathischste“ eingeschätzt.