Verluste durch Sturm

Im stürmischen Wetter Anfang Juni haben etliche der in den niedrigen Salzwiesen und auf flachen Sandbänken brütenden Vögel ihre Küken und Gelege verloren. An einigen Stellen, vor allem im nordfriesischen Teil des Nationalparks Wattenmeer, seien in den Spülsäumen Eier und tote Jungvögel gefunden worden, berichtete die Schutzstation Wattenmeer in einer Pressemitteilung.

Das Bild ist jedoch nicht einheitlich. Auf der Hallig Hooge etwa hatte der Schlupf der Fluss- und Küstenseeschwalben gerade erst begonnen, so Martin Kühn, der für das dortige Bruterfolgs-Monitoring zuständig ist: „Glücklicherweise erst nach dem Sturm zeigten recht synchron Eier Haarrisse, als Anzeiger des anstehenden Schlupfes, oder es gibt erste Schlupfmomente“, hat der Nationalpark-Ranger beobachtet, und: „Extreme Schlechtwetterphasen können auch ohne Überschwemmungen zum Verklammen von frisch geschlüpften Jungvögeln führen und erschweren zudem die Nahrungserreichbarkeit."