Menschen und Medien

Unterstützung: Raus aus der Uni, rein ins Wattenmeer: Das erleben drei Commerzbank-Umweltpraktikanten derzeit im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Julian Biskamp (19), Franca Sidler (24) und Antonia Gütter (24) (auf dem Foto mit Michael Deseife, Filialleiter der Commerzbank Husum, und Silke Ahlborn von der Nationalparkverwaltung) haben ihre Hörsäle in Süddeutschland gegen die Nordseeluft getauscht und unterstützen die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Nationalpark.

Das Vierteljahrhundert hat er voll: Nationalpark-Ranger Rainer Rehm konnte im Mai sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern. Die entsprechende Urkunde bekam er beim Infotreff auf Nordstrand von Christian Wiedemann (auf dem Foto links) ausgehändigt, dem Leiter des Sachbereichs Nationalparkdienst in der Nationalparkverwaltung.

Rainer Rehm ist ein echtes Küstenkind, in Husum geboren, zur Schule gegangen in Hattstedt. Er lernte den Beruf des Gärtners und war im Außendienst des Nationalparkes einer der Männer der ersten Stunde. Zwar gibt es diesen erst seit 1996, damals gegründet als Nationalpark-Service. Aber die Dienstzeit bei der Bundeswehr zählt mit – macht zusammen 25 Jahre.

Foto: © Hartwig-Kruse / LKN.SH

Zwei nordfriesische Jungs haben sich anlässlich des World Ocean Days am 8. Juni für den Schutz des Weltnaturerbes Wattenmeer stark gemacht: In einer international verbreiteten gut einminütigen Videobotschaft stellen Rasmus (11) und Artur (9) Brunckhorst, Söhne des Pressesprechers von LKN und Nationalparkverwaltung Hendrik Brunckhorst, den Lebensraum Wattenmeer vor. Und das passend zu der „Ozean-Konferenz“ der Vereinten Nationen vom 5. bis 9. Juni in New York.

Die Aktion von Rasmus und Artur ist Teil einer Informationskampagne zum Meeresschutz, die die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) unter dem Motto „#MyOceanPledge“ gestartet hat. Auf Ebene des niederländisch-deutsch-dänischen Weltnaturerbes Wattenmeer wurde die Kampagne vom Internationalen Wattenmeersekretariat (CWSS) in Wilhelmshaven koordiniert – mit Auswirkungen bis hin zu der New Yorker Konferenz. Denn Kinder aus der Wattenmeerregion sind sogar in die USA gereist, um dort gemeinsam mit jungen Menschen aus elf weiteren marinen Welterbestätten für einen besseren Schutz dieser Lebensräume und der Ozeane einzutreten.

Das Video der Brunckhorsts (das Foto oben ist ein Screenshot daraus) und die von Kindern aus anderen marinen Weltnaturerbestätten sind im Internet hier und hier zu sehen.

Radfahren macht Spaß, ist gesund – und eine umweltverträgliche Möglichkeit, die Nationalparkregion zu erkunden. Eine neue Fahrradkarte des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) für Schleswig-Holstein und Hamburg kann dabei hilfreich sein: Alle Radfernwege, Bahnstrecken mit Bahnhöfen und fahrradfreundlichen Bett+Bike-Übernachtungsmöglichkeiten sind darin verzeichnet.

Die kostenlose Karte ist an Naturerlebnisstationen, vielen Tourist-Informationen und Bett+Bike-Unterkünften erhältlich oder kann direkt beim ADFC unter bettundbike(@)adfc-sh.de bestellt werden.

Foto: © Stock / LKN.SH

„Er war ein ganz besonderer Mensch“, schrieb die Dithmarscher Landeszeitung in einem Nachruf – und er wird fehlen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: Werner Rohwedder, küstenweit nur als „Polli“ Rohwedder bekannt, ist im Alter von 92 Jahren verstorben.

Polli Rohwedder war Fischer, wie sein Vater und sein Großvater. Viele Jahre lang versorgte er außerdem seinen mittlerweile verstorbenen Freund, den langjährigen Trischenbetreuer Peter Todt, mit Post und Proviant – und immer einem Schnack. Er liebte seine Heimat, und „die Sorge um diese machte ihn zum Umwelt- und Naturschützer“, so der Leiter der Nationalparkverwaltung Detlef Hansen. Aus dem Seehundjäger wurde ein Seehundschützer

Der Nationalpark habe Werner Rohwedder viel zu verdanken, betont Hansen. Als langjähriger Nationalparkwart sei er Mittler zwischen den Menschen und der Tönninger Behörde gewesen, und: „Für uns in Tönning war Polli ein wichtiger Ratgeber, ein Mahner und ein Freund.“ Durch „sein Wissen, seine Persönlichkeit und seinen unermüdlichen Einsatz für die Seehunde, die Seehundstation Friedrichskoog  und den Nationalpark" habe sich Rohwedder große Wertschätzung bei den Kolleginnen und Kollegen der Nationalparkverwaltung und bei den Seehundjägern erworben, heißt es in der Todesanzeige des LKN.

Auch die Seehundstation Friedrichskoog zollte ihrem ersten Stationsleiter Tribut: Schon in den 50er Jahren habe er auf seinem Kutter und im Garten erfolgreich Heuler aufgezogen, den Meeressäugern sei er sein Leben lang eng verbunden geblieben: „Die naturnahe Aufzucht und ein respektvoller Umgang mit den Tieren sowie der Schutz des Lebensraumes waren Polli immer wichtig“, so der von der Station veröffentlichte Nachruf.