Naturwunder, die 2.

„Wir sind Naturwunder“ hieß es im vergangenen Jahr: Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hatte den bundesweiten Wettbewerb der Heinz-Sielmann-Stiftung um das schönste Naturlandschaft Deutschlands für sich entschieden. Nun geht das Rennen in die nächste Runde, und der größte Nationalpark Europas bewirbt sich erneut – mit der Salzwiese auf der Hamburger Hallig. Denn das diesjährige Thema „wilde Wiesen und Weiden" spielt dem Nationalpark-Themenjahr Salzwiesen geradezu in die Hände.

Allerdings ist die Konkurrenz ist hochkarätig: Feuchtwiesen, Trocken- und Halbtrockenrasen, Bergwiesen, Fettwiesen und Streuobstwiesen ... die Vielfalt der Lebensräume, die sich ebenfalls um den Titel bewerben, ist „beeindruckend“, so die Sielmann-Stiftung. „Traditionell sind Wiesen und Weiden vom Menschen geschaffene Ökosysteme, die durch eine regelmäßige Nutzung im Gleichgewicht gehalten werden“, heißt es beim Veranstalter; es gebe jedoch auch noch „einige wenige natürliche Standorte“.

Zu denen zählen die Salzwiesen nicht nur der Hamburger Hallig, sondern des gesamten Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer – oder, genauer gesagt, dahin entwickeln sich diese. Denn seit der Nationalparkgründung ist die Salzwiesenfläche am Festland um mehr als 30 Prozent angewachsen. Nach vielen Jahrzehnten intensiver Beweidung und künstlicher Entwässerung kann sich heute auf etwa der Hälfte aller Salzwiesen eine den Standortbedingungen entsprechende Pflanzen- und Tierwelt wieder natürlich ausbilden.

Weitere Informationen über die Wahl zu Deutschlands Naturwunder 2017 sowie die insgesamt 21 Bewerber sind  online hier zu finden. Und: Abstimmen erlaubt!