„Stabiles Wachstum”

Der Kegelrobbenbestand im Weltnaturerbe Wattenmeer ist weiter gewachsen. Laut einem vor wenigen Tagen vorgelegten Bericht des gemeinsamen Wattenmeersekretariats (CWSS) wurden bei Synchronzählungen zur Wurfzeit Mitte Dezember vergangenen Jahres 1.279 Jungtiere sowie bei den Zählungen zur Haarwechselzeit im Frühjahr 5.445 Tiere gesichtet. Das ist für den Frühjahrsbestand ein Plus von 10 und beim Nachwuchs von 15 Prozent. Das CWSS spricht in diesem Zusammenhang von einem „stabilen Wachstum“.

Die Kegelrobben im niederländisch-deutsch-dänischen Wattenmeer werden im Rahmen eines trilateralen Monitoring-Programmes seit 2008 gezählt. Nach Überzeugung von Sascha Klöpper, beim CWSS zuständig für dieses Programm, sind die neuen Zahlen Beweis dafür, wie Schutzmaßnahmen für Meeressäuger es diesen ermöglichen, in einem Lebensraum, aus dem sie zuvor verschwunden waren, wieder heimisch zu werden.

Tatsächlich waren Kegelrobben im Wattenmeer ausgestorben und haben sich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, aus britischen Gewässern kommend, wieder angesiedelt. In Schleswig-Holstein gibt es eine kleine Kolonie im Nationalpark vor Sylt und Amrum sowie ein größere auf der Helgoländer Düne – die in diesem Jahr mit mehr als 350 Jungen ebenfalls einen Geburtenrekord verzeichnete.

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der Pressemitteilung des CWSS.