Ab in die Freiheit

„Ab in die Freiheit“ hieß es in den vergangenen Wochen für bisher 19 Seehundheuler. Als erste waren bereits am 26. Juli „Martha“, „Kalle“, „Maud“ und „Robert“ ausgewildert worden, seitdem folgen ihnen jede Woche ein bis zwei weitere Trupps.

Voraussetzung dafür ist, dass sie sich in der Seehundstation Friedrichskoog ein Gewicht von mindestens 25 Kilo angefressen haben und gesund sind. Liegt ein entsprechendes Gesundheitszeugnis des Tierarztes vor, erteilt die Nationalparkverwaltung die Genehmigung – und dann heißt es ab in den angestammten Lebensraum, das Wattenmeer! Ort des Geschehens ist das Steertloch-Siel bei Meldorf, größere Gruppen werden mit dem LKN-Schiff „MS Trischen“ hinaus auf die Nordsee gebracht und dürfen dort abtauchen – manchmal mit einem letzten Blick zurück.

Mehr als 250 Seehundjunge wurden in den vergangenen Wochen in der Station eingeliefert, der eine oder andere „Nachzügler“ könnte noch kommen, so der Seehundexperte der Nationalparkverwaltung Armin Jeß; im vergangenen Jahr waren es knapp 300 Seehunde. Im „Heulerjahr 2017“ weisen die Tiere, was den Gesundheitszustand angeht, keine Besonderheiten auf.

Kleines Foto: © Seehundstation Friedrichskoog