Rauchzeichen

Globalisierung – das gibt es längst auch in der Natur. Ein Beispiel dafür, wie sich regionale Vorkommnisse in Tausenden von Kilometern entfernten Landschaften auswirken können, hat die Schutzstation Wattenmeer kürzlich im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer Wattenmeer dokumentiert. In der vorletzten Augustwoche nämlich waren bei Sonnenuntergängen auffällige Streifenmuster am Himmel über dem Nationalpark zu sehen. Mitarbeiter der Schutzstation recherchierten – und fanden im Forum für atmosphärische Erscheinungen des AKM (Arbeitskreis Meteore) eine Erklärung: Nach Meinung der Experten handelte es sich um besonders hoch aufgestiegenen Rauch der gewaltigen Waldbrände in Kanada. Auch in Süddeutschland war das Phänomen zu sehen, meldete der ehemalige Bundesfreiwilligendienstler der Nationalparkverwaltung Adam Schnabler aus Stuttgart: Anstelle langgezogener Streifenmuster beobachtete er „eher kleine, dichte Wellenteppiche im ansonsten glatten Wolkenschleier“, Berichte gab es auch aus anderen Regionen Deutschlands auf der Website des Forums. Weitere Informationen und Fotos sowie der link zu einem vom Strand von St. Peter-Ording aus aufgenommenen Video sind auf der Website der Schutzstation zu finden.