Mehr als 9.000 Jungtiere

Bei Befliegungen zur Wurfzeit im Juni sind im Wattenmeer von den Niederlanden bis Dänemark mehr als 9.000 Jungtiere gezählt worden, in Schleswig-Holstein waren es etwa 4.000. „Das sind erfreulich hohe Werte mit Blick auf den seit 2012 stagnierenden Gesamtbestand“, so die Einschätzung des Seehundexperten der Nationalparkverwaltung Armin Jeß. Dieser Gesamtbestand beträgt einer aktuellen Mitteilung des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats (CWSS) zufolge – auf der Basis der Augustzählungen – rund 38.000 Tiere. Die schleswig-holsteinische Population wird auf rund 13.000 Seehunde geschätzt.

Dazu muss man wissen, dass die Zählergebnisse nur die Grundlage für die Hochrechnung des Bestandes bilden, da sich immer ein erheblicher Teil der Tiere im Wasser befindet und nicht erfasst werden kann. Ganz exakte Angaben und damit Vergleiche zu Vorjahren sind deshalb schwierig, vielmehr lassen sich Bestandstrends eher über einen Zeitraum von mehreren Jahren darstellen. Ein weiterer Hintergrund ist, dass die Zählungen jeweils nur eine Momentaufnahme in einer bestimmten Region abbilden und gerade nach der Wurfzeit erhebliche Wanderungen innerhalb des Wattenmeeres stattfinden. Weitere Informationen in der Pressemitteilung des CWSS.