Ein Tag auf der Hallig

Die Hamburger Hallig war Ziel des Weltnaturerbetages – einer Veranstaltung, die sich an Klassen der Sekundarstufe II in Nationalpark-Schulen richtet. Der diesjährige Weltnaturerbetag war bereits der vierte seiner Art, mit dabei waren zwei Klassen der Husumer Theodor-Storm-Schule sowie am Tag darauf je eine Klasse des Gymnasiums Heide-Ost und des Gymnasiums Marne. Mittels Untersuchungen und Beobachtungen suchten die insgesamt knapp 100 Schülerinnen und Schüler Antworten auf die Fragen, warum das Wattenmeer von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden ist und welche Auswirkungen das auf den Tourismus hat.

In vier Expertengruppen beschäftigen sie sich mit jeweils einem Kriterium der Auszeichnung – Artenvielfalt und Ökologie als biologische Themen, Dynamik als geografisches sowie Tourismus als ebenfalls geografisches Thema. Dabei wurden sie von „echten“ Experten aus der Nationalparkverwaltung begleitet. Deren Begeisterung für das Weltnaturerbe Wattenmeer übertrug sich schnell auf die Jugendlichen, das führte zu engagierter Mitarbeit und zu vielen, zum Teil überraschenden Ergebnissen, die später im Unterricht ausgewertet wurden. Vorbereitet hatten sich die Teilnehmer ebenfalls bereits im Unterricht mit von der Nationalparkverwaltung bereitgestelltem Material.

„Ein Ziel des Weltnaturerbetage ist es, den jungen Menschen bewusst zu machen, welch einmalige Naturlandschaft vor ihrer Haustür liegt“, erläutert Mitorganisatorin Evelyn Schollenberger aus der Nationalparkverwaltung. Darum war das Kennenlernen der Hamburger Hallig ein nicht unbedeutender „Nebeneffekt“ – schließlich waren nur einige der Schüler aus Husum bereits dort gewesen und von den Dithmarschern bis dahin tatsächlich keiner.

Louisa Krause