Erster Nachwuchs

Nach einer Frühgeburt Ende Oktober hat Helgoland Anfang November den ersten Kegelrobbennachwuchs gemeldet. Auf der Düne der Hochseeinsel hat sich in den vergangenen Jahren eine stetig wachsende Kolonie der Meeressäuger eingefunden. In der Wurfsaison 2016/17 war mit 354 Jungtieren ein Geburtenrekord verzeichnet worden; in der vorangegangenen Saison waren es 317.

Die Helgoländer Düne beherbergt die größte Kolonie dieser Robbenart in Deutschland, eine kleine Gruppe lebt im Wattenmeer-Nationalpark westlich von Amrum. Wahrscheinlich bedingt durch die fortschreitende Erosion des Jungnamensandes – ihres ursprünglichen Wurfplatzes – hat die Anzahl der Geburten in den letzten Jahren dort deutlich abgenommen, einzelne Kegelrobben haben vermutlich deshalb ihren Wurfplatz nach Amrum verlagert.

Unterdessen macht die Kegelrobbenpopulation in Mecklenburg-Vorpommern den Ökologen Sorgen: Das Meeresmuseum in Stralsund meldete Ende Oktober „ungewöhnlich viele Totfunde“ – bis zu diesem Zeitpunkt 33 seit Jahresbeginn, während bisher aufgrund der geringen Bestände weniger als ein Totfund pro Jahr registriert wurde. Zu den Gründen lagen zum Redaktionsschluss der Nationalpark Nachrichten keine Erkenntnisse vor. Weitere Informationen dazu sind auf der Website des Meeresmuseums zu finden.