Wellenbrecher

Jahrzehntelang wurde die Ostseite der Helgoländer Düneninsel von der See immer weiter abgetragen. Die sogenannte Düne wurde kleiner, schließlich stand das Meer unmittelbar vor der Landebahn des Flugplatzes. Seit dem vergangenen Jahr ließ der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) ein Buhnen- und Wellenbrechersystem bauen. Seit einigen Wochen ist das Bauwerk fertig und zeigt nach Angaben der Küstenschutzexperten bereits gute Wirkung.

Was genau getan wurde, erläutert der Direktor des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) Johannes Oelerich: „Wir haben die im Norden und Süden bestehenden Buhnen verlängert. Dazwischen wurden drei jeweils etwa 100 Meter lange Wellenbrecher mit je 100 Metern  Zwischenraum parallel zur Küste gebaut. Sie liegen nun schützend vor dem als Aade bekannten Strandbereich. Zwischen ihnen trifft die See mit gebremster Kraft auf den Strand.“ Ein offenbar erfolgreiches Konzept: „In den vergangenen Monaten hat sich der Strand bereits deutlich stabilisiert“, so Oelerich: „So gut und schnell hatten wir das gar nicht erwartet.“

In dem drei bis fünf Meter tiefen und etwa 100 Meter vor der Aade liegenden Meeresbereich wurden insgesamt 82.000 Tonnen schwere Wasserbausteine verbaut. In dem ökologisch sensiblen Gebiet musste dabei auf das Brutgeschäft der Vögel ebenso Rücksicht genommen werden wie auf die Wurfzeit der Kegelrobben. Die Arbeiten konnten deshalb nur von Mitte August bis Mitte Oktober erfolgen, was trotz gelegentlicher Schlechtwetterphasen gelang.