Viele Vögel sind noch da!

In wenigen Tagen ist Winteranfang. Und auch wenn sich das Wattenmeer jetzt grau in grau präsentiert, herrscht hier reges Leben. Zwar haben sich nach dem Wintereinbruch vom vergangenen Wochenende etliche Vögel in wärmere südliche Gefilde aufgemacht – aber viele sind noch da!

Denn in milden Wintern sind mehr Vögel in der Wattenmeerregion anzutreffen. Nonnengänse (siehe Foto) zum Beispiel sind derzeit noch in beträchtlicher Zahl zu sehen, unter anderem in dem vor Husum gelegenen Porrenkoog, von wo sie kurz vor Sonnenuntergang laut rufend aufsteigen, zunächst minutenlang über der Schobüller Bucht kreisen, um sich dann an den nahegelegenen Schlafplätzen niederzulassen wie etwa im Beltringharder Koog.

Arten wie unter anderem Austernfischer, Rotschenkel, Große Brachvögel, Brandgänse, Pfeifenten „kann man bei uns auch bei kühleren Temperaturen regelmäßig überwintern sehen“, weiß der Nationalpark-Ranger und Vogelexperte Martin Kühn. Andere wie Gänse, aber auch Kiebitz und Goldregenpfeifer reagieren flexibel auf die jeweiligen Wetterverhältnisse. Und dann sind da noch die fest „gebuchten“ Wintergäste aus dem Norden im und am Nationalpark wie Ohrenlerche, Schneeammer und Strandpieper. Ein Fest für Vogelbeobachter: Vom Deich aus lässt sich das „tierische Treiben" auf den Wattflächen an vielen Küstenstandorten gut beobachten.