Schweinswal „Harry“ ist wieder in der Nordsee
Mitarbeiter der Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich hatten das Tier am Dienstagabend kurz eingefangen, um zu untersuchen, ob es allein überlebensfähig ist. Zuvor war Harry noch auf dem flachen Watt gestrandet, es gelang Spaziergängern aber, ihn wieder ins Wasser zu schieben. „Die Untersuchung zeigte, dass das Tier unverletzt war und mit etwa 1 Meter Länge ein Jungtier aus dem Vorjahr, das nicht mehr von der Mutter abhängig ist“, berichtete Arndt Meyer-Vosgerau, Dezernatsleiter für Naturschutz bei der Nationalparkverwaltung. Der Wal konnte nur schlichtweg den Weg aus der Hafeneinfahrt heraus nicht finden. So wurde Harry mit dem Boot von Mitarbeitern der Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich zum Seegat am Ostende von Juist gebracht und wieder in die Freiheit entlassen. In der offenen Nordsee kann er sich nach drei Tagen Stress erholen und erst einmal ordentlich den Bauch vollschlagen.
