01.02.2016

Acht Pottwale in Dithmarschen gestrandet

Gestrandete Pottwale vor Dithmarschen | © Bunckhorst/LKN.SH

Im Wattenmeer vor dem Kaiser-Wilhelm-Koog in Dithmarschen sind acht Pottwale gestrandet. Es handelt sich um junge Bullen von neun bis zwölf Metern Länge. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) hatte gestern eine erste Meldung erhalten. Die Tide und die anbrechenden Dunkelheit ermöglichten es den Mitarbeitern des LKN und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning erst heute früh mit einem Raupenfahrzeug zu den Tieren zu gelangen. Eines der Tiere lag zu diesem Zeitpunkt im Sterben, die anderen waren tot.

Alle Tiere liegen dicht beieinander in der nicht zugänglichen Zone 1 des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, etwa fünf Kilometer südlich des Hafens Friedrichskoog und zwei Kilometer vor dem Deich. Trotz absehbar erhöhter Wasserstände und stürmischer Winde soll morgen mit der Bergung der toten Tiere von Land aus begonnen werden.

Erst vor drei Wochen waren insgesamt zwölf Pottwale im Wattenmeer tot aufgefunden worden, drei davon in Schleswig-Holstein. Seit den 1990er Jahren strandeten damit 82 Pottwale an der Wattenmeerküste Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande.

Die gelegentlich in der Nordsee vorkommenden Pottwale werden dem Azorenbestand zugerechnet. Die Männchen dieser Population verbringen den Winter im Nordatlantik. Auf ihrer Wanderungen gelangen einzelne Tiere irrtümlich in die für sie zu flache und nahrungsarme Nordsee. Mit ihrem akustischen Orientierungssinn können sie sich dort schlecht orientieren. Wenn die schweren Tiere ins Flachwasser geraten und auf dem Grund liegen, kann das Gewicht ihres Körpers ihre Blutgefäße und die Lunge abdrücken, so dass die Tiere an akutem Herz-Kreislauf-Versagen sterben.

Mehr Informationen zu Pottwalen können Sie hier als PDF herunterladen.

Das könnte Sie auch interessieren

Programme 8. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
27.07.2016 Zugvogeltage Geschafft: Schon in den Sommerferien gibt es das Programm der 8. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (08. – 16.10.16) nun auch gedruckt! Die Hefte gibt es ab sofort kostenlos in allen Nationalpark-Einrichtungen und bei vielen Tourist-Informationen in der Region. darüber hinaus kann sich jeder seine persönlichen Zugvogeltage online zusammenstellen. mehr »

Das Foto zeigt die neuen Partner, Anja Szczesinski vom Vergaberat (5.v.r.) und Matthias Kundy von der Nationalparkverwaltung (ganz rechts).   © Ronja Hallerbach

 

26.07.2016 Das Konzept „Nationalpark-Partnerschaft“ findet auch auf Sylt immer mehr Zuspruch: Insgesamt sechs neue Mitglieder wurden jetzt in den Kreis der Nationalpark-Partner aufgenommen. mehr »
Ranger des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Nationalparkverwaltung

Ranger des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Nationalparkverwaltung

26.07.2016 Ranger Der 31. Juli jedes Jahres ist der internationale Gedenktag für alle Ranger, die sich weltweit für den Schutz von Natur und Umwelt einsetzen. Als erster Ranger weltweit nahm Harry Yount 1880 im Yellowstone Nationalpark seine Arbeit auf. Am Weltrangertag (Sonntag, 31.7.) besteht die Möglichkeit, bei Exkursionen und Vorträgen die Rangerinnen und Ranger im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer persönlich kennenzulernen und mehr über ihre Aufgaben zu erfahren. mehr »

© Marco Maier/NABU

22.07.2016 Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind die meisten Jungvögel geschlüpft und erkunden ihre Umwelt, viele sind bereits flügge. mehr »