09.08.2017

Jede Menge Nachwuchs

Sieht aus, als habe er ein Gesicht: ein kleiner Fleckrochen, von unten betrachtet. | © Wells / LKN.SH

Nicht nur im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, auch in dessen größtem Informationszentrum, dem Multimar Wattforum in Tönning, tummelt sich derzeit jede Menge Nachwuchs: kleingefleckte Katzenhaie, Fleckrochen, Sepien, Nagelrochen, Seestichlinge, verschiedene Quallen sowie Neptunshörner, eine Schneckenart, in unterschiedlichen Entwicklungsstadien werden hinter den Kulissen aufgezogen.

Die Nachzuchten gehören zu den Aufgaben von Aquarienleiter Birger Kreutz und seinem Team. Manche der im Multimar lebenden Tierarten werden, wegen ihrer kurzen Lebensdauer, kontinuierlich vermehrt, andere, wie unter anderem Seepferdchen, alle zwei bis drei Jahre. In den vergangenen Wochen sind allein 40 der deutlich sichtbar gefleckten Katzenhaie aus ihren rechteckigen Eiern geschlüpft, der jüngste unter ihnen noch blass und blind. Ebenfalls nicht etwa eiförmig, sondern eher wie Kissen erscheinen die Eier des Nagelrochens.

Bei den Seestichlingen hat das Männchen ein Nest angelegt und bewacht es, nachdem das Weibchen die Eier darin abgelegt hat, erläutert Kreutz. Auch bei den beiden bisher geschlüpften, fast durchsichtig wirkenden kleinen Fleckrochen, die von unten erscheinen, als hätten sie Gesichter (wobei die vermeintlichen Augen eigentlich Nasenlöcher sind), gibt es eine Besonderheit: Ihr Geschlecht ist sofort nach dem Schlüpfen deutlich zu erkennen – und es sind Männlein und Weiblein.

All das spielt sich zu Beginn in kleinen Becken in einer Art Aufzuchtstation ab. Nach und nach werden die Jungtiere in größere Aquarien umgesetzt und sind dann irgendwann auch für die Multimar-Besucher zu sehen.
 

Das könnte Sie auch interessieren

Nationalparkleiter Peter Südbeck (Mitte) freut sich über die Spende von Harald Lesch (VR-Stiftung, links) und Matthias Osterhues (Volksbank Oldenburg). Foto: Zschech

16.08.2017 Zugvogelmusik, Zugvogeltage Die VR-Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken in Norddeutschland unterstützt gemeinsam mit der Volksbank Oldenburg eG die Realisierung eines deutschlandweit einmaligen Projekts: Im Konzert „Zugvogelmusik“ werden am 27. August neun Musikgruppen aus neun Ländern auf der Bühne des Oldenburgischen Staatstheaters authentische Musik aus ihren Heimatländern darbieten. Jeder Musikgruppe ist dabei eine in ihrem jeweiligen Land rastende, brütende oder überwinternde Zugvogelart zugeordnet, wodurch eine künstlerische Verbindung zwischen den Zugvögeln, der Musik und den Menschen geschaffen wird. mehr »

Salzwiese in Westerhever | © Stock / LKN.SH

14.08.2017 Rechtzeitig zur „Hoch“-Zeit der Salzwiesenblüte hat die Nationalparkverwaltung ein neues Faltblatt über dieses einzigartige Ökosystem vorgelegt. mehr »

Hoch motiviert: Die jungen Freiwilligen der ijgd-Gruppe zusammen mit den gleichaltrigen Naturschutzwarten des Mellumrates, herzlich begrüßt von Freiwilligen-Koordinatorin Imke Zwoch (links), Mellumrat-Geschäftsführer Mathias Heckroth (5.v.r.) und Bürgermeister Dirk Lindner (rechts). Foto: NLPV

11.08.2017 Wangerooge, Küstenheide, Neophyten 16 junge Menschen aus sieben Ländern waren jetzt zwei Wochen im Einsatz auf Wangerooge, um die wertvolle Küstenheide von invasiven standortfremden Pflanzen zu befreien. Das 2010 begonnene Gemeinschaftsprojekt von Nationalparkverwaltung, ijgd, Mellumrat und Inselgemeinde zeigt von Jahr zu Jahr immer deutlicher die Erfolge solcher langfristig angelegten Pflegemaßnahmen. mehr »
Freiwillige sammeln Strandmüll auf der Insel  Mellum

Neben Plastikmüll fanden die freiwilligen Helferinnen und Helfer am Strand von Mellum häufig Teile von Fischernetzen. Foto: J. Wagner/NLPV

08.08.2017 Mellum, Meeresmüll, Müll Am Samstag, den 5. August 2017 sammelten 45 Freiwillige einen Tag lang angespülten Meeresmüll auf der Insel Mellum. mehr »

Staatssekretärin Anka Erdmann (3. v.l.) mit Vertreterinnen und Vertretern der Nationalparkverwaltung, des Umweltministeriums und der Schutzstation Wattenmeer auf dem Westerhever Leuchtturm. ©Stock / LKN.SH

04.08.2017 Einen ganzen Tag nahm sich die neue Staatssekretärin im schleswig-holsteinischen Umweltministerium bei ihrem Antrittsbesuch Zeit für den Nationalpark. mehr »