22.09.2016

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist Deutschlands schönste Wildnis

Luftbild der Wattenmeerküste bei St. Peter-Ording   |   © Stock/LKN.SH

Luftbild der schleswig-holsteinischen Wattenmeerküste bei St. Peter-Ording   |   © Stock/LKN.SH

Deutschland hat gewählt: Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist die schönste Wildnis. Vom 1. Juli bis zum 18. September haben sich 13 Nationale Naturlandschaften zur diesjährigen  Wahl gestellt. Auf der Website der Heinz Sielmann Stiftung konnten Stimmen für das faszinierendste Wildnisgebiet abgeben werden. Nach einem spannenden Endspurt setzte sich schließlich der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gegen den Harz durch. Nach 2009 hat das Wattenmeer die Wahl bereits zum zweiten Mal gewonnen.

5.662 Wählerinnen und Wähler beteiligten sich an dem Online-Voting zum schönsten Naturwunder 2016. Bei der nunmehr siebten Abstimmung wählten 30,92 % das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer, gefolgt von der Bergwildnis im Nationalpark Harz (25,75 %) und dem Darßer Weststrand im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft (20,77 %).

„Wir freuen uns sehr und sind stolz auf das tolle Abstimmungsergebnis“, so Detlef Hansen, Leiter des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. „Das Wattenmeer ist eine der wenigen Naturlandschaften Europas, die noch auf großer Fläche urwüchsig und von Menschen weitgehend unverändert ist.“ Hansen räumt ein, dass die Auszeichnung zum Naturwunder neben der Anerkennung auch eine Verpflichtung sei: „Wir werden weiter dafür sorgen, dass die wilde Ursprünglichkeit des Nationalparks Wattenmeer bewahrt bleibt".

Das schleswig-holsteinische Wattenmeer ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer, das sich von den Niederlanden bis nach Dänemark erstreckt und ist gleichzeitig der größte Nationalpark zwischen dem Nordkap und Sizilien. Echte Wildnis lasse sich hier an vielen Orten erleben. „Zum Beispiel in den Salzwiesen, die einen einzigartigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bietet. Oder auf dem bei Ebbe freigegebenen Meeresboden, der zu Fuß erkundet werden kann“, erläutert Detlef Hansen. Ein weiteres Highlight seien die Millionen Wat- und Wasservögel, die im Frühjahr und Herbst auf ihren Zugwegen gleichzeitig Rast im Wattenmeer machen.

Mit der Wahl zum schönsten Naturwunder machen die Heinz Sielmann Stiftung und EUROPARC Deutschland e. V. auf außergewöhnliche Naturphänomene vor der eigenen Haustür sowie in den Urlaubsregionen Deutschlands aufmerksam. Vor allem in den Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks - den Nationalen Naturlandschaften - gibt es viele wilde Wunder. Ob im Wattenmeer, in den wilden Klippen des Harz oder in den unberührten Schluchtwäldern im Bayrischen Wald - quer durch die Republik lässt sich die Dynamik und Kraft der Natur erleben.

Die Ergebnisse der Wahl und die Kurzbeschreibungen aller teilnehmenden Naturlandschaften sind weiterhin auf der Website der Heinz Sielmann Stiftung unter www.sielmannstiftung.de/naturwunder einzusehen.

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