13.07.2015

Radelnder Weltnaturerbe-Botschafter zu Besuch im Multimar Wattforum

Weltnaturerberadler

Weltnaturerberadler Andreas Böttcher | © Claußen / LKN-SH

Sportlicher Besuch im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum: Der Weltnaturerbe-Radler Andreas Böttcher hat heute einen Stopp in Tönning eingelegt. An diesem Streckenpunkt hat er fast ein Drittel seiner grenzüberschreitenden Radtour geschafft. Am 5. Juli schwang sich der 51-Jährige im dänischen Skalligen in den Sattel und ist seitdem als radelnder Weltnaturerbe-Botschafter auf dem Nordseeküsten-Radweg unterwegs.

Auf über 200 Kilometern hat er das Weltnaturerbe Wattenmeer bereits „erfahren“, und das im wahrsten Sinne des Wortes. „Ich erlebe täglich eine wunderschöne Natur und treffe nette Menschen, die sich für den Erhalt des Wattenmeeres engagieren“, berichtet er begeistert. Auf Sylt bekam Andreas Böttcher die Wetterdynamik der Nordsee am eigenen Leibe zu spüren. „Bei Windstärke 8 mit frontalem Regen kommt man schon an seine körperlichen Grenzen“. Und: Wegen des stürmischen Wetters fiel seine Fährverbindung zwischen Hörnum und Hallig Hooge aus, so dass er kurzerhand auf den Zug umsteigen musste.

„Als Oldenburger wohne ich dicht an der Nordseeküste und war bisher der Meinung, dass ich das Wattenmeer kenne. Aber Pustekuchen!“ So war Andreas Böttcher überrascht, dass ein Teil des Wattenmeeres in Dänemark liegt und wie facettenreich die bisherige Strecke war. Nun an der schleswig-holsteinischen Westküste darf ein Besuch des Multimar Wattforums als größtes Nationalpark-Zentrum natürlich nicht fehlen, lockt es doch mit dem Slogan „Wale, Watt und Weltnaturerbe“. Der Weltnaturerbe-Botschafter ist beeindruckt von der interaktiven Ausstellung mit unzähligen Aquarien. „Bisher war ich nur oberirdisch unterwegs. Im Multimar Wattforum konnte ich abtauchen und die faszinierende Unterwasserwelt des Wattenmeeres kennenlernen.“

Von Tönning führt die Tour nun über Friedrichskoog, wo Andreas Böttcher die Seehundstation besucht, weiter entlang der niedersächsischen Küste. Zieleinlauf soll am 29. Juli auf der niederländischen Insel Texel sein. Anlass für die sportliche Unternehmung des Oldenburgers ist der sechste Jahrestag der Ernennung des Wattenmeeres zum Weltnaturerbe durch die UNESCO. Im Juni 2009 erhielt der deutsch-niederländische Teil des Wattenmeeres diese Auszeichnung, im Juni vergangenen Jahres folgte der dänische Teil. Damit ist nun das gesamte Wattenmeer in die UNESCO-Liste der Welterbestätten aufgenommen. Mit seiner Initiative will Andreas Böttcher auf die Größe und grenzüberschreitende Zusammengehörigkeit des Gebietes aufmerksam machen sowie das Bewusstsein der Bevölkerung vor Ort und der Urlaubsgäste für den Lebensraum Wattenmeer schärfen. Auf dem Blog WaddenCycle.tumblr.com berichtet er regelmäßig über seine Erlebnisse während der Radtour.

Das könnte Sie auch interessieren

US-Botschafter John B. Emerson zu Gast im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (hier vorm Multimar Wattforum)

Hoher amerikanischer Besuch im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: US-Botschafter John B. Emerson, Kirsten Thiemann (Schutzstation Wattenmeer), Gerd Meurs-Scher (stellvertretender Nationalpark-Leiter), Kimberly Emerson (Frau des Botschafters); v.r.n.l., hier vor dem Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Tönning.   |   © Alina Claußen/LKN.SH

21.07.2016 Zur Vorbereitung einer internationalen Meeresschutzkonferenz des amerikanischen Außenministeriums im September 2016 in Washington ist US-Botschafter John B. Emerson zu Gast im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer mehr »
Teilnehmer des GEO Tags der Artenvielfalt 2016 auf Juist. Foto: Imke Zwoch

Teilnehmer des GEO Tags der Artenvielfalt 2016 auf Juist. Foto: Imke Zwoch

15.07.2016 Artenvielfalt, Biodiversität, Juist Eine Insel, 726 Tier- und Pflanzenarten und 40 Kartierer/innen: so ließe sich der diesjährige GEO Tag der Artenvielfalt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer kurz bilanzieren. Zum 11. Mal hatte die Nationalparkverwaltung Experten aus Planungsbüros, Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen dazu eingeladen, einen Tag lang das Arteninventar einer der Ostfriesischen Inseln zu untersuchen. Der Einsatz wurde wieder mit vielen Erstnachweisen seltener Arten belohnt. mehr »
Beim Sommerfest des Multimar Wattforums erwartet die Besucher drinnen und draußen ein buntes Mitmach-Programm.

Beim Sommerfest des Multimar Wattforums erwartet die Besucher drinnen und draußen ein buntes Mitmach-Programm. Zum Beispiel kann mitgeholfen werden, dem hölzernen Kletterwal auf dem Spielplatz einen neuen Anstrich zu verpassen   |   © Mike Schröder

14.07.2016 Am Samstag, den 23. Juli 2016 lädt das Multimar Wattforum zum bunten Sommerfest mit dem Titel „Wal-Tag“ ein. Zwischen 11 und 17 Uhr bietet das Tönninger Nationalpark-Zentrum ein kreatives Programm für die ganze Familie. mehr »
Das australische "Shark Girl" Madison Stewart taucht und filmt seit Jahren mit Haien. Die Film-Doku läuft am 8. Juli im Multimar Wattforum.

Das australische "Shark Girl" Madison Stewart taucht und filmt seit Jahren mit Haien. Die Film-Doku läuft am 8. Juli im Multimar Wattforum.    |   © Kaufmann

01.07.2016 Das Forum vor dem Großaquarium im Multimar Wattforum wird zum Kinosaal: Am Freitag, den 8. Juli 2016 um 16:30 Uhr zeigt das Tönninger Nationalpark-Zentrum dort die australische Film-Dokumentation „Shark Girl - Das Mädchen und der Hai“. mehr »
Das Resultat des dreitägigen LandArt Workshops auf dem Außengelände des Multimar Wattforums. Die Künstlergruppe ist zu Recht stolz auf das Holzskulpturen-Ensemble, das sie gemeinsam unter teils widrigen Wetterverhältnissen erschaffen haben.

Das Resultat des dreitägigen LandArt Workshops auf dem Außengelände des Multimar Wattforums. Die Künstlergruppe ist zu Recht stolz auf das Holzskulpturen-Ensemble, das sie gemeinsam unter teils widrigen Wetterverhältnissen erschaffen haben   |   © Claußen/LKN.SH

30.06.2016 Nordseewelle mit Fischschwarm - so könnte man das Holzskulpturen-Ensemble betiteln, das seit Kurzem das Außengelände des Multimar Wattforums in Tönning schmückt. Es ist das Resultat eines LandArt Workshops, den das Nationalpark-Zentrum erstmalig angeboten hatte. mehr »