16.06.2015

Stadtschlachter Claußen und Nationalpark kooperieren

Die neuen Verkaufstüten der Stadtschlachterei

Gerd Meurs (Leiter des Multimar Wattforums), Annika Claußen-Eggers und Matthias Kundy mit den neuen Verkaufstüten der Stadtschlachterei | © Brunckhorst / LKN-SH

Husums Stadtschlachter Claußen und der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind zwei regional starke Marken, denen die nachhaltige Entwicklung der Region am Herzen liegt. Im Tönninger Multimar Wattforum schlossen Geschäftsführerin Annika Claußen-Eggers und Matthias Kundy, Leiter des Fachbereichs Kommunikation und Nationalpark-Partner der Nationalparkverwaltung, nun eine Vereinbarung, um Marketingaktivitäten und Kommunikationsmaßnahmen gegenseitig zu unterstützen.

„Wir haben schon immer zu der Region gestanden. Wir müssen mit ihr vernünftig umgehen und unseren Nachkommen gut erhalten. Das versuchen wir. Wir achten auf artgerechte Haltung der Tiere, kurze Wege und natürliche Rohstoffe. Soweit es möglich ist, vermeiden wir Plastiktüten“, erklärt Annika Claußen-Eggers. Sie lernte das Wattenmeer schon als Kind auf Hooge lieben, weil ihre Familie enge Verbindungen zur Hallig hat.

„Der Stadtschlachter Claußen gibt mit seinen regionalen Naturprodukten ein zukunftsweisendes Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften in der Nationalpark-Region. Das passt gut zu unserem Konzept, mit regionalen Akteuren und Wirtschaftsunternehmen zu kooperieren und für den Nationalpark zu werben – und das zum beiderseitigen Nutzen“, freut sich Matthias Kundy über den neuen Kooperationspartner.

Der Stadtschlachter wird künftig auf Verkaufstüten, Werbemitteln und Schildern für den Nationalpark und das Multimar Wattforum werben. Dafür erhält er Informationsmaterial und kann sich bei Nationalpark-Veranstaltungen präsentieren. Auch im Internet werden beide aufeinander verweisen. Die 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtschlachters in Husum und in der Filiale in St. Peter-Ording können zudem an Fortbildungsveranstaltungen der Nationalparkverwaltung teilnehmen. In Kundengesprächen kann es also bald um mehr, als um die Wurst gehen.

Stadtschlachter Claußen ist nach der Osterhusumer Meierei in Witzwort das zweite Wirtschaftsunternehmen, das Kooperationspartner des Nationalparks wird. Auf diese Weise sollen sich künftig gern weitere Unternehmen für den Nationalpark engagieren, die nicht im Tourismus tätig sind. Touristische Unternehmen oder ähnliche Einrichtungen können wie bisher Nationalpark-Partner werden - so, wie es bereits rund 150 Reiseveranstalter, Hotels, Reedereien, Wattführer und Andere gemacht haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Foto zeigt die Multimar-Mitarbeiter Eckehard Bockwoldt (links) und Boy Paulsen beim Aufbau der Ausstellung | © Wells/LKN.SH

16.01.2017 Eine Ausstellung mit dem Titel „Ozeanversauerung – das andere Kohlendioxid-Problem“ ist seit einigen Tagen im Erdgeschoss des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum zu sehen. mehr »
Ein Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung begutachtet den toten Zwergwal. Foto: Imke Zwoch / Nationalparkverwaltung

Ein Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung begutachtet den toten Zwergwal. Foto: Imke Zwoch / Nationalparkverwaltung

28.12.2016 Zwergwal, Minkwal, Walstrandung Spaziergänger entdeckten an der Wattkante an der Wesermündung bei Blexen einen toten Wal, der mit der Sturmflut der vorletzten Nacht dort angespült und heute von Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung in Augenschein genommen wurde. Es handelt sich um einen männlichen Zwergwal (auch Minkwal genannt), mit einer gemessenen Länge von etwa 7,20 m ein ausgewachsenes Tier. mehr »

Drei Menschen, viermal Nationalpark-Partnerschaft: Jürgen Reck (bis 31.Dezember Roter Haubarg, ab 1.Januar Biobauer) mit seiner Frau Karina (Atelier für historische Schriften) und Wioletta Gattorf (ab 1. Januar Roter Haubarg). © Wells/LKN.SH

28.12.2016 Er wechselt die Rollen - vom Gastronomen zum Biobauern. Eines jedoch bleibt Jürgen Reck aus Witzwort: ein engagierter Nationalpark-Partner. mehr »

Nationalpark-Rangerin Melanie Weppner am Schobüller Strand. © Wells/LKN.SH

21.12.2016 Auch jetzt, zum Winteranfang, ist das Wattenmeer voller Leben. mehr »