10.09.2015

Strandmüllboxen für St. Peter-Ording

Edeka Johst kooperiert mit dem Nationalpark
Matthias Kundy (Nationalparkverwaltung), Sabine Gettner (Schutzstation Wattenmeer), Karsten Johst (Kooperationspartner) und Constanze Höfinghoff (Tourismuszentrale SPO) vor einer noch leeren Strandmüllbox

Matthias Kundy (Nationalparkverwaltung), Sabine Gettner (Schutzstation Wattenmeer), Karsten Johst (Kooperationspartner) und Constanze Höfinghoff (Tourismuszentrale SPO) vor einer noch leeren Strandmüllbox | © Jeß / LKN-SH

Müll an den Stränden ist nicht nur unansehnlich, sondern ein ökologisches Problem. In St. Peter wird der Müll zwar regelmäßig abgesammelt, einzelne Müllteile werden aber immer gefunden. Engagierte Strandbesucher, die den Müll freiwillig einsammeln, haben nun an vier Strandübergängen die Möglichkeit ihn in dafür aufgestellte Strandmüllboxen zu entsorgen. Sie sind das erste Ergebnis einer neuen Zusammenarbeit des Edeka Marktes Karsten Johst und der Nationalparkverwaltung.

„Wir sind ein Unternehmen, das viele regionale und Bio-Artikel führt. Wir geben keine Plastiktragetaschen aus und sind Mitglied im Verein Küste gegen Plastik. Hier am Ort möchten wir den Nationalpark aber auch konkret unterstützen und kooperieren deshalb mit der Nationalparkverwaltung“, erklärt Marktinhaber Johst. Erstes gemeinsames Projekt sind vier Strandmüllboxen, die er angeschafft hat. Wie weitere Projekte sollen sie aus den Einnahmen gezahlt werden, die sich ergeben, wenn Kunden bei der Rückgabe von Pfandflaschen auf die Rückzahlung des Getränkepfandes verzichten. Hierzu wurde im Edeka Markt eine Pfandbon-Box aufgestellt, die das Vorhaben erläutert.

Über die Aufstellung der ersten Strandmüllbox am Strandübergang Dorf freut sich auch Constanze Höfinghoff, die stellvertretende Tourismusdirektorin von St. Peter-Ording: „Ein prima Projekt, das wir gern unterstützen. Wir werden diese und die drei anderen Strandmüllboxen in Hungerhamm, Bad und Böhl regelmäßig entsorgen. Es mindert die ökologische Belastung der Nordsee und verschafft unseren Gästen einen noch schöneren Urlaub.“ Sie weist darauf hin, dass die Boxen nur Müll aufnehmen sollen, der aus dem Meer kommt. Organische Stoffe wie Seetang gehören nicht hinein und eigene Abfälle sollen ohnehin daheim oder in der Ferienwohnung entsorgt werden.

Auf den niedersächsischen Inseln und in Büsum werden Strandmüllboxen seit Jahren mit gutem Erfolg eingesetzt, erläutert Matthias Kundy, Leiter des Fachbereichs Kommunikation und Nationalpark-Partner der Nationalparkverwaltung. Er freut sich auf weitere Projekte, die folgen können, und unterzeichnete mit Karsten Johst eine Kooperationsvereinbarung, um Marketingaktivitäten und Kommunikationsmaßnahmen gegenseitig zu unterstützen.

Edeka Johst ist nach der Osterhusumer Meierei (Witzwort) und der Stadtschlachterei Claußen (Husum und St. Peter-Ording) das dritte Wirtschaftsunternehmen, das Kooperationspartner des Nationalparks wird. Auf diese Weise können sich künftig gern weitere Unternehmen für den Nationalpark engagieren, die nicht direkt im Tourismus tätig sind. Touristische Unternehmen oder ähnliche Einrichtungen können wie bisher Nationalpark-Partner werden - so, wie es bereits rund 150 Reiseveranstalter, Hotels, Reedereien, Wattführer und Andere gemacht haben.

Das könnte Sie auch interessieren

v.l.n.r.: Jürgen Rahmel (Nationalpark-Förderverein), Rüdiger von Lemm (Nationalpark-Erlebnisstation Sehestedt), Rainer Penning (Geschäftsführer GIB), Dr. Anika Seyfferth (Nationalparkhaus Fedderwardersiel). Foto: Andree Stelljes-Schmalge.

v.l.n.r.: Jürgen Rahmel (Nationalpark-Förderverein), Rüdiger von Lemm (Nationalpark-Erlebnisstation Sehestedt), Rainer Penning (Geschäftsführer GIB), Dr. Anika Seyfferth (Nationalparkhaus Fedderwardersiel). Foto: Andree Stelljes-Schmalge.

26.04.2017 Förderverein, Spenden Eine Spende in Höhe von jeweils 500 Euro überreichte jetzt Rainer Penning, Geschäftsführer der GIB Entsorgung Wesermarsch GmbH, an Dr. Anika Seyfferth, Leiterin des Nationalparkhauses Fedderwardersiel, und Rüdiger von Lemm, Leiter der Nationalpark-Erlebnisstation Sehestedt. Die Spende stammt aus dem Projekt „Spende statt Karten“: Seit 2012 schreibt die GIB Wesermarsch keine Weihnachtskarten mehr, sondern spendet den gesparten Betrag in Höhe von 1000 Euro an regionale Projekte. mehr »
Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal, Blick auf Burg Katz. Foto: Dominik Ketz, Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal, Blick auf Burg Katz. Foto: Dominik Ketz, Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

24.04.2017 Weltnaturerbe Weltkulturerbe zu Besuch im Weltnaturerbe: Am Donnerstag, den 27.04.2017, um 19.00 Uhr, wird Nadya König-Lehrmann, die Geschäftsführerin des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal, in ihrem Vortrag im Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven das UNESCO-Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“ vorstellen und erläutern, worin der außerordentliche universelle Wert dieses Gebietes besteht, und wie sich dieses faszinierende Gebiet erkunden lässt. mehr »
Die neuen Junior Ranger Assistenten mit ihrem Betreuungsteam. Foto: Nationalparkverwaltung

Die neuen Junior Ranger Assistenten mit ihrem Betreuungsteam. Foto: Nationalparkverwaltung

21.04.2017 Junior Ranger, Assistenten-Camp Vom 10. bis zum 13. April fand im Kreisnaturschutzhof Wittmund ein Assistenten-Camp für die Junior Ranger verschiedener Nationaler Naturlandschaften statt. Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer organisierte die Aktion. Zum krönenden Abschluss erhielten alle 17 Anwärter ein Zertifikat, das sie als ausgebildete Assistenten ausweist. mehr »
Zehn Tage dauerte der Aufbau des Pottwal-Skeletts. Foto: Nationalparkverwaltung

Zehn Tage dauerte der Aufbau des Pottwal-Skeletts. Foto: Nationalparkverwaltung

12.04.2017 Pottwal, Wangerooge, Nationalparkhaus Gut ein Jahr nach der Strandung zweier Pottwale am Ostende von Wangerooge ist einer der imposanten Meeressäuger auf die Insel zurückgekehrt. Im Beisein von zahlreichen Gästen wurde heute das Exponat des Skeletts an seinem Standort vor dem Nationalparkhaus eingeweiht. mehr »