14.12.2015

Willkommen, neue Nationalpark-Schulen!

Von links: Evelyn Schollenberger (Nationalparkverwaltung), Horst-Werner Knüppel und Göran Rust (Uffe-Skolen Tönning), Sybilla Lena Nitsch und Bjørn Kasubke (Hans-Helgesen-Skolen Friedrichstadt) sowie Miriam Rix und Solveig Aggerholm (Danske Skole Husum) | © Wells/LKN-SH

Immer mehr Bildungseinrichtungen an der schleswig-holsteinischen Westküste wollen Nationalpark-Schule werden. Mit der Hans-Helgesen-Skolen Friedrichstadt, der Danske Skole Husum und der Uffe-Skolen in Tönning wurden jetzt erstmals auch dänische Schulen in diesem Kreis willkommen geheißen. „Das passt, schließlich ist auch das dänische Wattenmeer Nationalpark und zudem seit 2014 als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt“, sagte Evelyn Schollenberger aus der Tönninger Nationalparkverwaltung bei der Übergabe der Türschilder und Nationalpark-Fahnen im Rahmen einer kleinen Feierstunde. Eine Kooperationsvereinbarung mit der Nationalparkverwaltung ebenfalls kürzlich unterzeichnet haben die Grundschule Tönning, die Herrendeichschule Nordstrand sowie das Gymnasium Marne.

Für die dänischen Schulen war dieser Schritt folgerichtig, schließlich sei es sinnvoll, die Umgebung, in der die Kinder leben, in den Unterricht einzubeziehen, betonte die Leiterin der dänischen Schule Husum Solveig Aggerholm. „Und das Wattenmeer liegt nun einmal direkt vor unserer Haustür“, ergänzte Lehrerin Sybilla Lena Nitsch, die das Projekt in Friedrichstadt vorangetrieben hat. In Tönning war es ihr Kollege Göran Rust, in Husum Miriam Rix. „Es sind vor allem die engagierten Lehrkräfte, die das ‚Projekt Nationalpark-Schule‘ mit Leben erfüllen“, betonte der Friedrichstädter Schulleiter Bjørn Kasubke.

Der Kontakt zwischen der Nationalparkverwaltung und der Hans-Helgesen-Skolen besteht bereits seit Längerem, weil hier Texte für die Wanderwerkstatt „Vögel im Wattenmeer“ ins Dänische übersetzt wurden – „eine tolle Initiative, für die wir sehr dankbar sind“, so Evelyn Schollenberger. Aufgabe der Tönninger Behörde in der Kooperation mit den Schulen sei es, diese mit Sachkenntnis, Rat und Unterrichtsmaterialien zu unterstützen. „Ein solches Lexikon an der Seite zu haben, das ist toll“, so der Leiter der Tönninger Uffe Skolen Horst-Werner Knüppel augenzwinkernd.

Das Projekt „Nationalpark-Schule“ richtet sich an Bildungseinrichtungen, die sich dem Wattenmeer verbunden fühlen und sich im Unterricht mit dem Themenbereich Nationalpark und Weltnaturerbe beschäftigen möchten. Mit den nun dazugekommenen 6 Einrichtungen ist die Zahl der Nationalpark-Schulen auf 14 gestiegen. Und da sei noch Luft nach oben, kommentiert der Leiter der Nationalparkverwaltung Detlef Hansen: „Wir freuen uns auf weitere Aspiranten.“ Die Nationalpark-Schulen seien „wichtige Botschafter des Wattenmeerschutzes, weil sie schon Kinder und Jugendliche für diesen einzigartigen Lebensraum begeistern.“

Das könnte Sie auch interessieren

Dr. Joseph Schnitzler bei der Untersuchung und Zerlegung eines Pottwals  © ITAW

Dr. Joseph Schnitzler bei der Untersuchung und Zerlegung eines Pottwals   |   © ITAW

30.08.2016 Am 1., 15. und 29. September lädt das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Tönning zu abendlichen Vorträgen zum Thema Wale ein. Sie bilden den zweiten Teil einer populärwissenschaftlichen Vortragsreihe, die das Multimar Wattforum anlässlich der diesjährigen tragischen Pottwalstrandungen im Nationalpark Wattenmeer auf die Beine gestellt hat. mehr »

Von links nach rechts: Anja Szczesinski (Vergaberat), Thomas Eckhardt (Seglerverein Meldorf), Wolfgang Jansen (Förderverein Haus Peters) und Detlef Hansen (Nationalparkverwaltung) | © Otten / LKN.SH

29.08.2016 Vier neue Mitglieder sind jetzt in den Kreis der Nationalpark-Partner aufgenommen worden. „Sie sind ein Spiegel der Vielfalt in unserem Nationalpark-Partnerprogramm.“, sagte der Leiter der Nationalparkverwaltung Detlef Hansen anläßlich der Partnerurkunden-Übergabe am Meldorfer Hafen. mehr »
Gruppenbild mit Teilnehmern des Wattenmeertags

V.l.n.r.: Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, Juliana Köhler, Geschäftsführerin des UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrums Wilhelmshaven, Andreas Wagner, Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven, Elsa Nickel, Abteilungsleiterin für Naturschutz im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Stefan Wenzel, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Franz Bairlein, Direktor des Instituts für Vogelforschung, Wilhelmshaven, Jaap Verhulst, Vertreter des zuständigen niederländischen Ministeriums, Rüdiger Strempel, Leiter des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats, Wilhelmshaven. Foto: J. Wagner/NLPV

25.08.2016 Rund 90 Fachleute aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden trafen sich heute im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven, um über die Entwicklung der Zugvogelbestände im Wattenmeer zu diskutieren. Zum jährlichen Wadden Sea Day laden die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und das Gemeinsame Wattenmeersekretariat seit 2006 gemeinsam ein. mehr »
Müllsammlung Minsener Oog am 13.8.2016

Dr. Dietrich Frank (2. v.r.) und weitere Mitarbeiter von Mellumrat e.V. und Nationalparkverwaltung begleiteten Mitglieder von Soltwaters e.V. bei der Sammlung von angespültem Müll auf Minsener Oog. Foto: Nationalparkverwaltung

15.08.2016 Minsener Oog In einer Gemeinschaftsaktion haben die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, der Mellumrat e.V. und der Soltwaters e.V. am vergangenen Samstag (13.8.) den Strand von Minsener Oog von angespültem Müll befreit. mehr »

Auf Augenhöhe: Im Rahmen der Feier zertifizierte Umweltminister Stefan Wenzel mehrere Junior Ranger.  Hier treffen sich Gegenwart und Zukunft des Nationalparks. Foto: Wagner / NLPV

12.08.2016 30 Jahre Nationalpark, Jubiläum In den schweren Kindertagen des Nationalparks hätte es kaum jemand für möglich gehalten, dass sich 30 Jahre später über 200 Vertreter verschiedenster Interessen friedlich und fröhlich zum runden Geburtstag des Schutzgebietes treffen würden. Umweltminister Stefan Wenzel und Langeoogs Bürgermeister Uwe Garrels machten in ihren Reden deutlich, dass die Auseinandersetzungen sich gelohnt haben, die Anstrengungen aber weitergehen müssen. mehr »