21.12.2016

Winterliches Vogelleben im Nationalpark

Nationalpark-Rangerin Melanie Weppner am Schobüller Strand. © Wells/LKN.SH

Winteranfang: Grau ist das Watt, nicht selten auch der Himmel. Aber sogar jetzt ist der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer voller Leben. Zwar haben sich viele Vögel in wärmere südliche Gefilde zurückgezogen, andere jedoch sind noch da und werden auch, wenn die Temperaturen nicht stark fallen, ganz oder zumindest länger als üblich hier bleiben. In der Tat sind als Folge der milden Winter zunehmend mehr Vögel auch in der kalten Jahreszeit in der Wattenmeerregion anzutreffen, bestätigte der stellvertretende Vorsitzende der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg Dr. Wilfried Knief in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Newsletters der Nationalparkverwaltung, den Nationalpark Nachrichten (http://www.nationalpark-wattenmeer.de/sh/service/newsletter/3949_dezember-2016#artikel-3951). Naturfreunden bieten sich darum in diesen Tagen viele Gelegenheiten zur Vogelbeobachtung.

Arten wie unter anderem Austernfischer, Rotschenkel, Große Brachvögel, Brandgänse, Pfeifenten etwa reagieren flexibel auf die jeweiligen Wetterverhältnisse, auch Nonnengänse sind zu sehen. Dazu kommen fest „gebuchte“ Wintergäste im und am Nationalpark wie Ohrenlerche, Schneeammer und Strandpieper. Vom Deich aus lasse sich an vielen Küstenstandorten das tierische Treiben auf den Wattflächen gut beobachten, berichtet die im Raum Nordstrand tätige Nationalpark-Rangerin Melanie Weppner.

So bieten sich die dafür ausgewiesenen Standorte im Beltringharder Koog für einen vogelkundlichen Ausflug an. Ein Spaziergang am Schobüller Steg und an der Schilffläche entlang lohnt sich ebenfalls: „Hier kann man neben den Watvögeln auch Schilfbewohner wie die Bartmeise entdecken“, so Weppner. Faszinierend ist auch das Zusammenspiel der Vogelschwärme zwischen dem Beltringharder Koog und der Schobüller Bucht. Die beste Zeit zum „Vogelkiek“ ist übrigens zwei Stunden vor bis zu zwei Stunden nach Hochwasser. Dann sammeln sich die Tiere in größeren Trupps in ihren Rastgebieten.

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