SAMOWatt

Satellitendaten für ein Monitoring im Wattenmeer
Eine Wissenschaftlerin ermittelt Sedimentfarben

Eine Wissenschaftlerin ermittelt Sedimentfarben | © J. Kohlus/LKN-SH

Im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus von EU und ESA verfolgt das nationale Verbundprojekt DeMarine-2 das Ziel, marine Copernicus-Dienste zu einer nachhaltigen Nutzung zu bringen und diese langfristig sicherzustellen. DeMarine-2 wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie durch das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gefördert und hat eine Laufzeit von Juni 2012 bis Mai 2015. Das Vorhaben SAMOWatt ist eines von fünf geförderten Teilvorhaben in diesem Programm und wird von der Nationalparkverwaltung koordiniert.

Flächendeckende Informationen vom Wattenmeer aus Fernerkundungsdaten zu generieren, bekommt durch eine Reihe von Richtlinien und Gesetzen zusehends größere Bedeutung. Richtlinien wie Wasserrahmenrichtlinie, FFH Richtlinie, Meeresstrategierichtlinie oder Anforderungen aus dem Status als Weltnaturerbe erfordern Informationen über die Morphologie, Lebensräume und ihre Prozesse. Das EU-Papier „Meereskenntnisse 2020“ erkennt das Potential und benennt ausdrücklich das Copernicus-Programm um die Auswertung von Fernerkundungsdaten als Teil von Monitoringverfahren zu etablieren.

SAMOWatt hat vor diesem Hintergrund zum Ziel, optische Satellitendaten mit Daten von Radarsatelliten zu verschneiden und ein übergreifendes Klassifkationsverfahren für die Wattenmeeroberfläche zu entwickeln. Spezielle Datenerhebungen im Wattenmeer und Information aus dem laufenden Monitoring dienen dazu, die entwickelten Verfahren zu kalibrieren und zu prüfen. Möglichkeiten zur Erkennnung von Großalgen, Seegräsern, Muschelbänken sowie Sedimenten und Oberflächenstrukturen werden untersucht.

Ziel ist es, mit diesen Verfahren flächendeckende Informationen über das Wattenmeer zu erhalten und so effektiver, besser und gleichzeitig weniger aufwändig den Verpflichtungen nachzukommen, die sich aus internationalen Konventionen und europäischen Richtlinien ergeben.

Partner

» Brockmann Consult GmbH
» Institut für Meereskunde am Zentrum für Meeres- und Klimaforschung der Universität Hamburg
» Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
» Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
» DeMarine

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