Ein Hörsaal mitten in der Natur

Themen: 
Marten, Maike, Raphaela und Jule

Marten, Maike, Raphaela und Jule waren 2012 im Nationalpark Wattenmeer | © S. Ahlborn / LKN-SH

Jeden Sommer können Studierende ein bezahltes Praktikum im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer machen. Organisiert wird es vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, Sponsor ist die Commerzbank AG.

Atemberaubende Wälder, bizarre Felslandschaften, tiefe Schluchten, Seeadler, Luchs und Wildkatze - all das gibt es noch in deutschen und europäischen Nationalparks. Junge Menschen, die Einblicke in diese einmaligen Naturlandschaften bekommen möchten, können sich für ein Umweltpraktikum bewerben. Während eines drei- bis sechsmonatigen Praktikums unterstützen jedes Jahr etwa 50 Studenten deutsche Großschutzgebiete.

Mit dem „Umweltpraktikum“ dokumentiert die Commerzbank ihr langfristiges Engagement für Bildung und nachhaltige Entwicklung. Das von der UNESCO ausgezeichnete Projekt hat in den vergangenen 20 Jahren über 1.300 Studierenden ein Open-Air-Semester ermöglicht. Für viele Praktikanten war das der Einstieg in ihr späteres  Berufsleben.

Im Nationalpark Wattenmeer in Schleswig-Holstein werden drei Praktikumsstellen vom 1. Mai bis 30. September angeboten: Im Multimar Wattforum Tönning betreuen die Praktikantinnen und Praktikanten Besuchergruppen und arbeiten mit Kindern im Schullabor, in der Nationalparkverwaltung in Tönning wirken sie bei der Öffentlichkeitsarbeit mit. Ein Schwerpunkt ist die Betreuung der Nationalpark-Ferien für Kinder der Westküste. Außergewöhnlich ist das Praktikum auf der Hamburger Hallig mit der Unterkunft in einem kleinen Reetdachhaus, umgeben von Salzwiesen und Nordsee, in direkter Nachbarschaft mit Gänsen und Schafen. Einen schöneren Praktikumsplatz gibt es kaum. Dort werden die Wattwerkstatt betreut und Exkursionen unternommen.

Bewerben können sich Studierende aller Fachrichtungen in insgesamt 27 Schutzgebieten zwischen Wattenmeer, Sächsischer Schweiz und Alpen.

Ansprechpartnerin für angehende Praktikantinnen und Praktikanten im schleswig-holsteinischen Wattenmeer ist Silke Ahlborn (Telefon 04861 616-78). Infos und Bewerbungsunterlagen unter www.umweltpraktikum.com. Bewerbungsschluss ist jeweils Mitte Januar.

Das könnte Sie auch interessieren

Peter Südbeck (links) dankt Benjamin Brockhaus. Foto: Zwoch / Nationalparkverwaltung

Peter Südbeck (links) dankte Benjamin Brockhaus persönlich, aber auch stellvertretend für hunderte von Freiwilligen, für seinen Einsatz. Foto: Zwoch / Nationalparkverwaltung

10.02.2017 Freiwillige, Watt°N Bei der Verlosung von Sachpreisen unter den Freiwilligen des bundesweiten Programms „Ehrensache Natur“ war Benjamin Brockhaus unter den glücklichen Gewinnern. Seit 2015 gehört er zum ehrenamtlichen Koordinations-Team von „Watt°N“, dem ersten selbstorganisierten Freiwilligennetzwerk eines Nationalparks in Deutschland. mehr »
30.12.2016 Feuerwerk, Nationalpark Silvester steht vor der Tür und eigentlich sollte es mittlerweile jeder wissen: Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist es verboten, Feuerwerke zu zünden. Vor jedem Jahreswechsel informiert die Nationalparkverwaltung über das Verbot und die Gründe dafür. Trotzdem ist das Schutzgebiet bis heute nicht sicher vor Pyrotechnik-Begeisterten, die entweder unwissend oder uneinsichtig sind. Deshalb werden auch in diesem Jahr die Regelungen und ihre Hintergründe erläutert. mehr »
Nonnengänse sind typische Wintergäste im Wattenmeer. Foto: Claus Schulz / Nationalparkverwaltung

Nonnengänse sind typische Wintergäste im Wattenmeer. Sie brauchen störungsfreie Nahrungs- und Schlafplätze, um die harte Jahreszeit zu überstehen. Foto: Claus Schulz / Nationalparkverwaltung

29.12.2016 Feuerwerk Silvester steht vor der Tür und eigentlich sollte es mittlerweile jeder wissen: Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist es verboten, Feuerwerke zu zünden. Vor jedem Jahreswechsel informiert die Nationalparkverwaltung über das Verbot und die Gründe dafür. Trotzdem ist das Schutzgebiet bis heute nicht sicher vor Pyrotechnik-Begeisterten, die entweder unwissend oder uneinsichtig sind. Deshalb werden auch in diesem Jahr die Regelungen und ihre Hintergründe erläutert. mehr »
Eine erwachsene Kegelrobbe und zwei Jungtiere. Foto © Gundolf Reichert / Nationalparkverwaltung

Eine erwachsene Kegelrobbe und zwei Jungtiere. Foto © Gundolf Reichert / Nationalparkverwaltung

19.12.2016 Kegelrobbe Nicht nur die Helgoländer Düne ist ein prima Lebensraum und Kindergarten für Kegelrobben: Beim ersten Zählflug dieser Saison wurden vergangene Woche im niedersächsischen Wattenmeer 447 Kegelrobben gezählt, davon waren 291 Erwachsene und 156 Jungtiere. mehr »
Schweinswal im Nassauhafen, Wilhelmshaven. Foto: Michael Hillmann

Schweinswal im Nassauhafen, Wilhelmshaven. Foto: Michael Hillmann

12.10.2016 Schweinswal In jedem Frühjahr wird Wilhelmshavens „Südküste“ zur Bühne für ein faszinierendes Naturschauspiel: Im Hafen und vor dem Deich sind Schweinswale auf Beutezug unterwegs und zeigen sich dabei immer wieder an der Wasseroberfläche. Mit einer Fotoausstellung wollen die „JadeWale“, eine Gruppe ehrenamtlicher Naturbeobachter, andere mit ihrer Begeisterung für die kleinen Wale anstecken, aber auch für deren Verletzlichkeit und Schutzwürdigkeit sensibilisieren. mehr »