Stellenangebote

© D. Jarosz

Wir haben zur Zeit keine freien Stellen ...

... suchen aber Interessenten für ein Praktikum bzw. bieten ein Thema für Bachelor- oder Masterarbeiten:
Wer frisst wen? – Erstellung eines Nahrungsnetz-Modells im Sublitoral des Wattenmeeres
 
Um den Umweltzustand der europäischen Meeresgewässer in einen guten Umweltzustand zu versetzen, wurden in der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) 11 Deskriptoren festgeschrieben. In Deskriptor 4 wird der gute Zustand von Nahrungsnetzen definiert. Um diesen zu bestimmen, ist die Analyse von Nahrungsnetzen und ihre Zustandsbeschreibung anhand von festzulegenden  Indikatoren ein wichtiger Zwischenschritt.
 
Ziel des STopP-Vorhabens („Vom Sediment zum Top-Prädator“, https://deutsche-kuestenforschung.de/stopp-synthese.html) ist die Anwendbarkeit der Ökologischen Netzwerkanalyse (ENA) und ihrer Indizes für die Bewertung von Nahrungsnetzen im Sinne der MSRL zu untersuchen. Mittels ENA können Nahrungsnetze im Hinblick auf Struktur, Organisation sowie Stabilität untersucht und beschrieben werden. In einem ersten Schritt wurden bereits eulitorale Nahrungsnetze mit Hilfe der Ökologischen Netzwerk Analyse (ENA) bis zur Ebene der für das Wattenmeer besonders charakteristischen Vögel analysiert. Für die Erstellung eines Nahrungsnetzmodells im Sublitoral des Wattenmeeres wurden in 2016 Benthosproben an 36 Stationen genommen.
 
Ziel der Arbeit liegt zunächst in der Sortierung und Bestimmung der Benthosproben um einen Überblick über Biodiversität und Dominanzstruktur der sublitoralen benthischen Lebensgemeinschaften zu erhalten. Diese Daten dienen dann als Grundlage zur Erstellung eines Nahrungsnetzmodells mit Hilfe der Ökologischen Netzwerk Analyse (ENA). Es sollen Variabilität, Struktur, Funktionalität sowie eine Zustandsbeschreibung des sublitoralen Nahrungsnetzes untersucht werden.
 
Arbeitsschritt 1) kann im Rahmen eines Praktikums in der Nationalparkverwaltung in 2017 abgeleistet werden.
 
Die Arbeitsschritte 1) und 2) können in 2017 ggf. auch 2018 Grundlage für eine Bachelor- oder Masterarbeit sein.
 
Laborstandorte bestehen in Büsum, Flintbek und Tönning.
 
Bei Interesse bitte melden bei:
Dr. Ulrike Schückel
Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein
Nationalparkverwaltung
Schlossgarten 1
25832 Tönning
Telefon: 04861 616-50
E-Mail: Ulrike.Schueckel(@)lkn.landsh.de