März 2011

März 2011

 

Moin.

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In dieser Ausgabe
Ökosiegel-Fischerei

© Ökosiegel-Fischerei

Die deutsche Krabbenfischerei möchte das weltweit anerkannte MSC-Ökosiegel. Im Januar 2010 trat sie in das Zertifizierungsverfahren ein. Bei den niederländischen Garnelenfischern läuft es seit April 2009. Aber nicht nur die Krabbenfischer möchten die MSC-Anerkennung: Schleswig-Holsteins Muschelfischer hatten im November 2010 erklärt, sich im Vorverfahren zu befinden. Gerlinde Geltinger, Sprecherin des MSC Deutschland, erklärt das Ökosiegel:

„Der Marine Stewardship Council MSC (zu deutsch etwa „Rat zur Bewahrung der Meere“) ist eine gemeinnützige Organisation, die 1997 vom WWF und Unilever gegründet wurde, um die Fischbestände für die Zukunft zu sichern. Die Messlatte, die eine Fischerei überspringen muss, um MSC-zertifiziert zu werden, stellt einen breiten wissenschaftlichen Konsens dar, der von über 200 Experten verschiedener Arbeitsfelder weltweit definiert wurde. Weltweit sind heute 104 Fischereien zertifiziert, sie fangen etwa 5 Millionen Tonnen Fisch, was 7 Prozent des weltweiten Fangs für den menschlichen Verzehr entspricht. 142 Fischereien sind im Bewertungsverfahren.

Es gibt tolle Beispiele, was das MSC-Zertifikat ökologisch, ökonomisch, aber auch sozial bewirkt: Die Schollenfischerei in Holland hat für die Zertifizierung ein neues Fanggerät eingeführt, das den Beifang und die Auswirkungen auf den Meeresboden enorm reduziert hat und darüber hinaus Hunderte Liter Diesel pro Tag spart. Und sie hat freiwillig bestimmte Gebiete für die Fischerei gesperrt. Dass eine Zertifizierung nach MSC-Standard auch soziale Vorteile bringen kann, zeigt die Baja California Langustenfischerei in Mexiko. Dank der internationalen Anerkennung, die der Fischerei durch die Zertifizierung zuteil wurde, erhielt die Gemeinde von staatlicher Seite finanzielle Beihilfen für den Ausbau von Zugangsstraßen und den Anschluss an das öffentliche Stromnetz.

In Deutschland können Verbraucher derzeit aus 2.356 MSC-zertifizierten Produkten im Handel wählen. Der Bekanntheitsgrad des MSC-Siegels steigt stark an. Im vergangenen Jahr kannte ein Drittel der Deutschen das blau-weiße Zeichen.

Die MSC-Bewertung für nachhaltige Fischerei läuft nach einem standardisierten Verfahren. Fischereien, die sich zertifizieren lassen möchten, können zunächst in eine Vorbewertung gehen. Dabei wird geprüft, ob das Hauptverfahren Chancen auf Anerkennung bietet. Etwa 40 Prozent aller Fischereien fallen im Vorverfahren durch. Sie gehen entweder nicht ins Hauptverfahren, um somit Kosten zu sparen, oder beheben zunächst die in der Vorbewertung identifizierten Mängel, um zu einem späteren Zeitpunkt das Verfahren wieder aufzunehmen. Während das Vorverfahren vertraulich zwischen Zertifizierer und Fischerei ist und wir keine Auskünfte über die Antragsteller geben können, ist das Hauptverfahren öffentlich und vollkommen transparent.

Das Bewertungsverfahren wird nicht von uns selbst ausgeführt, sondern von unabhängigen Zertifizierern. Das ist wichtig, um die Glaubwürdigkeit und Unbefangenheit des MSC zu gewährleisten. Die Zertifizierer sind Unternehmen, die von uns geschult werden, damit sie die MSC-Methodik richtig anwenden. Fischereien können derzeit aus neun zugelassenen Zertifizierungsunternehmen wählen.

Im ersten Schritt stellt der Zertifizierer ein Bewertungsteam aus kompetenten und unabhängigen wissenschaftlichen Experten zusammen, das auf der MSC-Website bekannt gegeben wird. Jegliche Interessengruppen wie Behörden, Naturschutzorganisationen, andere Fischereien oder auch Einzelpersonen können sich als Akteure in den Bewertungsprozess einbringen und beispielsweise zusätzliche Experten vorschlagen oder das vorgeschlagene Bewertungsteam kommentieren.

Im Rahmen einer MSC-Zertifizierung werden drei Kriterien bewertet: die Situation des Fischbestandes, die Auswirkungen der Fischerei auf das marine Ökosystem und das Managementsystem, dem die Fischerei unterliegt. Diese Kriterien werden anhand von 31 Indikatoren auf einer Skala von 1 bis 100 geprüft. Schwächer bewertete Indikatoren können mit höheren Bewertungen bei anderen Indikatoren ausgeglichen werden, doch im Durchschnitt muss die erreichte Punktzahl mindestens 80 ergeben. Erhält eine Fischerei bei auch nur einem der 31 Indikatoren weniger als 60 Punkte, wird sie nicht zertifiziert. Erzielt eine Fischerei bei einem oder mehreren Indikatoren mehr als 60 aber weniger als 80 Punkte, kann sie zertifiziert werden, muss jedoch Verbesserungsmaßnahmen ergreifen, um die Zertifizierung beizubehalten. Über dieses Punktesystem setzt das MSC-Programm Anreize, notwendige Änderungen im Management von Fischbeständen und Fischereien voranzutreiben, um die Zukunft von Fischereien langfristig zu sichern.

Ein effektives Fischereimanagement ist in allen Fällen unverzichtbar und die Voraussetzung für die Zertifizierung nach MSC-Standard. Nur dann kennt man die Bestände, kennt die Auswirkungen seiner Fischerei und kann gegensteuern, wenn etwas in die falsche Richtung geht.

Nachdem alle Indikatoren geprüft worden sind, wird ein vorläufiger Bewertungsbericht erstellt und von mindestens zwei weiteren unabhängigen Wissenschaftlern gegengelesen und danach auf der MSC-Website veröffentlicht. Nun hat auch die Öffentlichkeit vier Wochen lang Zeit, den Bericht zu kommentieren.

Zur Krabbenfischerei beispielsweise gibt es unterschiedliche Meinungen, auch weil sie in einem Nationalpark ausgeübt wird. Dem MSC liegt viel daran, dass sich möglichst viele Interessengruppen in einen Bewertungsprozess einbringen - auch die Kritiker einer Fischerei. So soll dafür gesorgt werden, dass alle Gruppen, die ein Interesse an der Fischerei haben, das Ergebnis der Bewertung mittragen können und dass Konflikte ausgeräumt werden.

Weltweit hat der MSC etwa 80 Mitarbeiter. Hauptsitz ist London, für den deutschsprachigen Raum gibt es eine Geschäftsstelle in Berlin. Die Mittel stammen jeweils zur Hälfte aus Stiftungsgeldern und öffentlichen Fördermitteln (56 Prozent) sowie aus Lizenzgebühren von Unternehmen, die ihre Produkte mit dem MSC-Siegel kennzeichnen (42 Prozent). Die Kosten des Zertifizierungsverfahrens können über unterschiedlichste Modelle getragen werden. Sie werden meist von der jeweiligen Fischerei, also der Erzeugerorganisation, oder von Kunden der Fischerei getragen. Manchmal stammen die Gelder auch aus staatlichen oder privaten Fördertöpfen.

Die Kommentare werden vom Zertifizierer geprüft. Schließlich wird der endgültige Bericht erstellt, der wiederum auf der MSC-Website veröffentlicht wird. Interessierte, die bereits im vorausgegangenen Verfahren beteiligt waren, die so genannten Stakeholder, haben dann drei Wochen lang die Möglichkeit, gegen die Zertifizierung Einspruch einzulegen. Sinn des Einspruchsverfahrens ist es, eine strukturierte und unabhängige Prüfung zu ermöglichen, die folgende Fragen beantwortet: Hat der Zertifizierer das vorgegebene Verfahren eingehalten? Hat er alle relevanten Informationen in Betracht gezogen? Ist für jede Benotung eine klare Begründung angegeben? Die Entscheidung über Einsprüche wird von einem unabhängigen Schiedsrichter getroffen, nicht vom MSC. Das Einspruchsverfahren ist die allerletzte in einer Reihe von Prüfungen, die sicherstellen, dass das Ergebnis einer Fischereibewertung aus wissenschaftlicher Sicht für richtig befunden wird.

Jedes Unternehmen, das Fisch aus zertifizierten Fischereien verarbeitet oder verpackt, muss sich nach dem MSC-Rückverfolgbarkeits-Standard zertifizieren lassen. So können Käufer sicher sein, dass dort, wo das MSC-Siegel drauf ist, auch Fisch aus zertifizierten nachhaltigen Fischereien drin ist. Auch hierfür gibt es unabhängige Zertifizierer.

Andere Aspekte, beispielsweise das Material der Verpackung, der CO2-Ausstoß oder soziale Kriterien werden vom MSC-Standard nicht abgedeckt. Wir konzentrieren uns darauf, Fischbestände und das Ökosystem Meer für die Zukunft zu bewahren. Dass die Krabben zum Pulen nach Marokko transportiert werden, ist somit kein Ausschlusskriterium. Das heißt jedoch nicht, dass unser Standard in Stein gemeißelt ist. Alle fünf Jahre wird der MSC-Standard überprüft. Diese Prüfung umfasst einen breit angelegten Beratungsprozess, bei dem zahlreiche Interessenvertreter um Mitarbeit gebeten werden. Die Frage um die Aufnahme von sozialen Standards steht bereits auf der Liste der zu prüfenden Themen ab Ende des Jahres 2012.“

 
 
Garnelen-Management

© Garnelen-Management

Der Fischereibiologe Philipp Oberdörfer von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen koordiniert den MSC-Antrag der Deutschen Krabbenfischer. Er sammelt Daten, bereitet sie auf und umschifft die Sprachbarrieren zwischen niederdeutschen Fischern und schottischen Zertifizierern.

„Die deutsche Garnelenfischerei hat – ein Jahr nach den niederländischen Garnelenfischern – ein eigenes MSC-Verfahren gestartet. Natürlich gibt es Ähnlichkeiten: Beispielsweise ist das Bestandsmanagement identisch, weil wir auf denselben Fanggründen denselben Bestand befischen. Wir haben deshalb auch denselben Zertifizierer wie die Niederländer, das schottische Büro Food Certification International, und erzielen so Synergieeffekte. Das MSC-Verfahren eröffnet die Möglichkeit, in einigen Bereichen besser und in anderen schlechter zu punkten. Niederländische und deutsche Krabbenfischer treten so als gleichberechtigte Partner auf.

Der aktuelle Verfahrensstand ist auf der MSC-Webseite dargestellt. Der Zertifizierer hat vor wenigen Wochen ein dreiköpfiges Expertenteam vorgestellt, zu dem jedermann Anmerkungen machen konnte. Ob es welche gegeben hat, weiß ich nicht.

Die Garnelenbestände sind nach den Daten des von Thünen-Instituts (vTI) ungefährdet, sie nehmen eher zu als ab. Der MSC fordert mathematische Bestandsmodelle, damit wir auf Bestandsschwankungen reagieren können. Nach Auskunft des International Council for the Exploration of the Sea (ICES) kann für die Garnele derzeit kein Standard-Biomasse-Modell entwickelt werden, weil sich die Tiere sehr schnell vermehren und die resultierenden Schwankungen zu kurzfristig sind. Wir arbeiten daher an einem anderen Modell, um den vom MSC geforderten Standard erfüllen zu können.

Nach der Einrichtung der deutschen Wattenmeer-Nationalparks wurden in der Ökosystemforschung auch die Effekte der Garnelenfischerei erforscht. Nach unserer Einschätzung ist die Krabbenfischerei danach naturverträglich, auch wenn es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Die Beifangproblematik wurde in einer neueren Veröffentlichung von Thomas Neudecker vom vTI relativiert: Er kommt zu dem Schluss, dass die Jungschollen, die bei der Garnelenfischerei unbeabsichtigt mitgefangen werden, sich auf den Schollenbestand kaum auswirken. Zudem gibt es bei der Scholle derzeit ein historisches Bestandsmaximum – und das trotz Krabbenfischerei, die in den seewärtigen Gebieten eher noch zugenommen hat.

Die Umweltverbände bringen immer wieder ins Gespräch, dass die Fanggebiete im Nationalpark und Weltnaturerbe liegen. Die MSC-Kriterien machen aber keinen Unterschied zwischen Nationalpark und Nicht-Nationalpark, Weltnaturerbe und Nicht-Weltnaturerbe. Es geht um die Fischerei und die Bestände als solche. Nach dem Nationalparkgesetz ist die Fischerei im Nationalpark ganz klar freigestellt. Es wird deshalb keinen Untermanagementplan für den Nationalpark geben. Wie sich der Fischereiaufwand zwischen Wattenmeer und vorgelagerten Bereichen verteilt, werden wir sehen, wenn die Daten der Black Boxes vorliegen, die die Fahrtwege jedes Fischers aufzeichnen.

Unser Managementplan vom September 2010 ist nicht in Stein gehauen. Bei den Treffen der Steuerungsgruppe, an denen die Vertreter der einzelnen Erzeugergemeinschaften beteiligt sind, wird er ständig weiter entwickelt. Das Bestandsmanagement – ein Teil des Managementplans – wurde in Zusammenarbeit mit Dänemark und den Niederlanden weiter ausgearbeitet. Befristete Schließungen einzelner Gebiete sind in dem Plan nicht vorgesehen, Schließungen besonders sensibler Gebiete aber schon. Vorgesehen ist auch eine Kürzung der wöchentlichen Fischereistunden, wenn der Garnelenbestand unter einen bestimmten Wert sinken sollte.

Ich hoffe, dass wir im Juni oder Juli einen Termin im Wattenmeer machen können, damit käme die MSC-Zertifizierung einen weiteren Schritt voran.

Das MSC-Zertifikat greift sehr weit in den einzelnen Betrieb und seine Freiheiten ein. Die Krabbenfischer wollen es aber, weil es seitens des Marktes einen entsprechenden Druck gibt, dem sie nachkommen müssen, wenn sie ihr Produkt verkaufen wollen. Darüber hinaus bietet MSC den Fischern die Möglichkeit, ihr bisher schon nachhaltiges Verhalten von unabhängiger, kompetenter Stelle belegen zu lassen und weiter zu verbessern.“
 

 
 
Geschichten-Jäger gesucht

© Geschichten-Jäger gesucht

Im Watt wird bald im großen Stil gejagt - nach unzähligen verborgenen Geschichten. Wer einmal im Watt war, hat bleibende Erinnerungen: eine Wattwanderung in der Kindheit, das Beobachten von Seehunden und Vogelschwärmen oder das Seemannsgarn heimischer Fischer. Um die Weite und Schönheit des Wattenmeeres zu ergründen, sucht das Gemeinsame Wattenmeersekretariat Geschichten-Jäger, die die spannendsten Geheimnisse des UNESCO-Weltnaturerbes aufdecken. Egal ob knorriger Seemann, Tourist oder spielende Kinder - packende Stories verstecken sich überall und wollen von den Geschichten-Jägern entdeckt und erzählt werden.

Vier engagierte Geschichten-Jäger dürfen vom 1. Mai bis 30. Juni 2011 die schönsten Orte an der Wattenmeerküste bereisen. In zwei Teams entlocken sie den Menschen die spannendsten Geschichten und tauchen ein in die faszinierende Welt des Watts. Jedes Team bekommt eine professionelle Ausstattung mit Notebook, Foto- und Videokamera plus Mietwagen. Neben einer Vergütung werden sämtliche Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung übernommen. Wer Spaß am Schreiben hat und mit moderner Technik umgehen kann, bewirbt sich bis zum 31. März 2011 unter wattenmeer@publicis-hamburg.de.
 

 
 
Hohe Gäste

© Hohe Gäste

Bundespräsident Christian Wulff wird mit seiner Frau Bettina am 9. März seinen offiziellen Antrittsbesuch in Schleswig-Holstein machen. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und seine Frau Sandra wollen ihnen bei einer Fahrt nach Föhr auch den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer nahebringen. Dafür haben sie Unterstützung von jungen Experten: 16 Schülerinnen und Schüler zweier Nationalpark-Schulen aus Wesselburen und Husum werden die Big Five, Small Five und Flying Five des Wattenmeeres präsentieren.

 
 
Wanderreise

© Wanderreise

Im Einklang mit den Zielen des Nationalparks veranstaltet nordsee radreisen im April/Mai und September/Oktober erstmals eine 5-tägige, individuelle Wanderreise über die Inseln Föhr, Amrum und die Hallig Hooge. Kartenmaterial, detaillierte Routenbeschreibungen, Insider-Tipps für Naturgenuss und eine Exklusiv-Führung auf Hooge erschließen die jeweiligen Tagesetappen. Reichhaltiges Frühstück und Lunchpakete geben Kraft für jeden Wandertag.

Die Reise wird in Zusammenarbeit mit Nationalpark-Partnern durchgeführt und wurde in einer Projektgruppe von den Nationalpark-Partnern Renée Oetting-Jessel, Anne Segebade, Sigmund Pfingsten, Nordsee Tourismus Service GmbH, Schutzstation Wattenmeer, WWF, Öömrang Ferian und nordsee radreisen entwickelt.
 

 
 
Seltener Vogel

©Spornammer

Seltener Vogel

Sie ist bei uns eine Seltenheit, selbst für Ornithologen: die Spornammer (Calcarius lapponicus). 300.000 bis 800.000 Paare brüten in Skandinavien, aber fast alle überwintern in Osteuropa und Asien. Die wenigen westeuropäischen Überwinterer findet man an den Wattenmeer-Küsten und in Großbritannien. In Schleswig-Holstein sind es vielleicht hundert Tiere. In diesem Jahr sogar besonders viele, vermutlich auch aus Grönland. Spornammern bevorzugen unbeweidete Salzwiesen, deren Sämereien sie fressen. Anscheinend kehren sie an Orte zurück, die sie in früheren Wintern besuchten. Wenn sie denn zurückkehren: kaum ein Tier wird älter als vier Jahre. Bis April kann man die spatzengroßen, unauffälligen und meist einzeln auftretenden Vögel entdecken. Augen öffnen, Ohren spitzen: ihr kennzeichnender Ruf ist ein „trockenes prrrrrrt“ und ein "trauriges pju".

 
 
Meeresbürger

© Meeresbürger

Wal, Koralle und Qualle sind es schon – Sie können es auch werden: Meeresbürger! Die attraktiv gestaltete Website dieses Namens bietet immerfort neue Meerinfos: Der Plastikmüll in den Meeren, das Fischereimanagement der EU, neue Tiefseeroboter, Forschungsprojekte, Bücher oder Kinderausstellungen werden präsentiert. 52 Meeresschutz-Informationszentren an Nord- und Ostseeküste sind die „Rathäuser“ der Meeresbürger: Für 2,50 € erhalten Gäste dort einen Meeresbürger-Pass, der in jedem Meeresbürger-Rathaus ordnungsgemäß gestempelt werden kann. Damit haben sie Zugang zu exklusiven Meeresbürger-Angeboten: Im Multimar Wattforum erhalten sie einen Koffer für die Walforscher-Expedition, auf Helgoland werden sie Vogelwart für eine Stunde. Der Reiseführer zum Pass zeigt die Angebote aller 52 Meeresbürger-Rathäuser.

 
 
BR 2.0

© BR 2.0

… ist die Kurzbezeichnung der neuen Internet-Plattform für Biosphärenreservate. Der Verein für Biosphärenreservatsforschung und -kommunikation e.V. schafft damit ein Forum für Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Forschung und Praxis und fungiert als Schnittstelle für Kooperationen. Man kann Blogs schreiben, Nutzergruppen zu speziellen Themen einrichten und der wissenschaftlichen Datendank oder der Bibliothek Dokumente, Informationen und Daten zur Verfügung stellen. Die Verknüpfung von Nutzern, Biosphärenreservaten und Projekten ermöglicht einen besseren Austausch, die Initiierung neuer Projekte und die Entwicklung neuer Kooperationen. Voraussetzung ist aber eine aktive Beteiligung der Nutzer an dieser Kommunikations-Plattform.