Juli 2012

Juli 2012

 

Tachchen, Servus, Gunn Tach und Moin! Wenn der Pressesprecher aus dem Haus ist, tanzen die Praktikanten auf den Tasten. Was dabei rauskommt, wenn die Neuen das Ruder übernehmen, lesen Sie in den nächsten Zeilen. „Praktikanten für die Umwelt“ haben nicht nur am Wattenmeer gute Aussichten. Neue Einsichten erhielten die Junior Ranger bei ihrem Zusammenkommen in der Eifel. Zusammen zum Deich kommen kann man in Meldorf nun noch einfacher. Am Deich und dahinter informieren sich sogar fernöstliche Delegationen über aussichtsreiche Naturschutzprojekte. Informationsreicher wurden außerdem die Wege auf Langeneß und das Campen in Büsum. Werden Sie uns gewogen. Die Praktikantinnen der Nationalparkverwaltung.

 
In dieser Ausgabe
Wegbereiter

Zwischen Frühjahr und Herbst sind sie im Auftrag des Naturschutzes unterwegs; sie erstellen Lehrpfade für Kinder, sammeln Käfer, zählen Vögel, digitalisieren Wanderrouten oder sorgen vor Ort dafür, dass die vielen interessierten Touristen sich nicht verlaufen. Seit 22 Jahren kümmern sich „PraktikantInnen für die Umwelt“ um alles, was in den Schutzgebieten Deutschlands gerade so anfällt.

Einige von ihnen kommen dem Ende ihres Studiums gefährlich nahe und möchten das Praktikum zur Berufsorientierung nutzen, andere wollen schlicht „rauskommen, einfach mal was ganz anderes erleben“, wie Marie Büttgen im Naturpark TERRA.vita.

Drei bis sechs Monate lang dürfen die Praktikanten Wald, Wiesen oder Watt für sich entdecken und Gelerntes in unterschiedlichster Form weitergeben. Vier davon findet man seit Juni auch in unserem Nationalpark. Aber dazu später mehr.

Ermöglicht wird diese Art von Weiterbildung durch EUROPARC Deutschland e.V. und die Commerzbank. Jedes Jahr finanziert die Bank den Praktikanten den Aufenthalt in den 24 teilnehmenden Schutzgebieten sowie ein gemeinsames Einführungsseminar im Nationalpark Bayrischer Wald.

Aber nicht nur die faire Entlohnung und der idyllische Arbeitsplatz verlocken viele junge Menschen, sich auf eine der rund 50 ausgeschriebenen Stellen zu bewerben: Einigen der über 1.300 Ehemaligen ist es gelungen, die Erfahrungen im Praktikum als Sprungbrett  in den nationalen und internationalen Naturschutz zu nutzen.

Jan Wildefeld ist einer davon. Er arbeitet inzwischen in Berlin bei EUROPARC Deutschland im bundesweiten Junior-Ranger-Programm. Noch 2009 war er über den Sommer in der Nationalparkverwaltung des schleswig-holsteinischen Wattenmeers stationiert.
„Ich war 26 und kurz vor dem Abschluss meines Masterstudiums, als ich mich für das Praktikum für die Umwelt bewarb.“ Durch sein Umweltmanagement-Studium in Kiel schon mit Großschutzgebieten vertraut, schien ihm der Nationalpark Wattenmeer der richtige Ort, um mehr Erfahrungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zu sammeln. „Rückblickend freue ich mich noch immer über den Anruf aus Tönning mit der Zusage für den Praktikumsplatz. Durch das Programm konnte ich hinter die Kulissen der Arbeit in Großschutzgebieten blicken.

Ein Jahr nach meinem Praktikum wurde ich als Ehemaliger zu dem Einführungsseminar im Bayrischen Wald eingeladen und kam dort mit meiner jetzigen Kollegin Gudrun Batek ins Gespräch. Sie berichtete mir von einem zukünftigen Projekt bei EUROPARC, bei dem es um Umweltbildung für Kinder und Jugendliche mittels neuer Medien gehen sollte. Da wurde ich hellhörig, denn während meines Praktikums hatte ich bereits eine Internetseite zur Live-Berichterstattung über die Nationalparkferien angelegt. Das Feedback der Eltern war so gut, dass die Nationalparkverwaltung die Seite übernommen und weitergeführt hat.“

Mit diesem Engagement konnte er schließlich überzeugen und leitet nun seit 2010 die Arbeiten am Junior-Ranger-Web, einer Online-Bildungsplattform für Kinder und Jugendliche, die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert und im September dieses Jahres veröffentlicht wird.
Vor einem Jahr stieß seine damalige Mitpraktikantin aus dem Wattenmeer dazu: Isabell Draxler, die sich zunächst im Rahmen eines Praktikums und seit Sommer 2011 auch als feste Mitarbeiterin um den organisatorischen Part des „Praktikums für die Umwelt“ kümmert.

„Man sagt hier in Berlin, dass das Wattenmeer EUROPARC langsam übernimmt. Ich glaube, das liegt zum einen daran, dass sie dort immer eine gute Auswahl treffen und zum anderen, dass es dort ein so positives Arbeitsumfeldes gibt, in dem auch die Praktikanten sehr frei und selbstverantwortlich arbeiten dürfen. Das schult ungemein und bereitet sehr gut auf das spätere Berufsleben vor.“

Das Praktikum für die Umwelt ist also -ob zum Berufseinstieg oder schlicht zur Orientierung- in jedem Fall eine Bereicherung. Aber „die Qualität des Praktikums wird dir eigentlich erst dann ganz bewusst, wenn du nach der Arbeit durch den Nationalpark joggst oder radelst und auf dem Weg regelmäßig Rehe, Falken und die Stille des Waldes als Begleiter hast.“ (Stefan Follmer, Praktikant im Nationalpark Eifel)

Womit Maike, Marten, Jule und Raphaela, die aktuellen Praktikanten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, momentan beschäftigt sind, lesen Sie unten.

(Jule Olbricht)

 
 
"Ein guter Tausch"

Eigentlich ist Marten Urban (27) gerade dabei, in Hannover einen Master in Umweltplanung abzuschließen. Über den Sommer aber hat es den Chor- und Kammermusiker auf die Hamburger Hallig verschlagen, wo er sich im Rahmen des Praktikums um die Hallig-Besucher und die Wattwerkstatt kümmert und von Zeit zu Zeit Vögel zählt.
“Noch sind es nicht viele Tage auf der Hamburger Hallig, aber schon jetzt zeigt sich, dass es ein guter Tausch war: Großstadt gegen Hallig. Gut, der Einkaufsweg hat sich von 150 Metern auf schlappe 13 Kilometer verlängert. Meine Nachbarn sind nun Möwen, Austernfischer und Schafe, wobei, da muss ich ehrlich sein, davon hatte ich in Hannover auch welche...
Seit der Einführungs-Woche, für die wir alle vier in Tönning waren, hatte ich bisher noch gar nicht so viele Tage Hallig-Dienst, aber die Bilanz kann sich dennoch sehen lassen:
Es gab ein kleines Landunter, was leider die am ersten Tag mit "meinem Ranger Rainer" aufgenommenen Lachmöwen-Gelege fast vollständig dahingerafft hat, zwei Heuler und die besorgten Fragen der Gäste, ob ich denn auch einen Fernseher hätte...
Fazit bis hierher: Wenn das so weitergeht, dann wird es ein Sommer-Märchen auf dem wahrscheinlich schönsten Arbeitsplatz der Welt.”


Die gebürtige Dortmunderin Maike Köster (28) ist von Juni bis September als Praktikantin im Multimar Wattforum stationiert. „Durch mein Soziologiestudium in Münster bin ich vor allem mit Industrieflächen und Massen an Fahrrädern vertraut. Es war mir schon lange ein Herzensanliegen, über den Tellerrand meines Faches hinauszuschauen. Deshalb möchte ich mir während meines Praktikums vor allem viel neues Wissen über die Flora und Fauna im Nationalpark aneignen und an andere Menschen weitergeben.
Gleich zu Beginn stand der Weltmeerestag auf dem Programm, für den große und kleine Aktionen zum Thema ‚Müllkippe Meer’ geplant waren.“ Zum Beispiel die Taufe des Müllfloßes, über das bereits in den letzten Nationalpark-Nachrichten berichtet wurde. Auf viel Interesse stießen außerdem die Stände von Greenpeace und NABU, an denen man sich über das Projekt „Fishing for Litter“ informieren konnte. Am Ende waren Jung und Alt gleichermaßen begeistert von dem gebotenen Programm. Für Maike war das allerdings erst der Anfang: „Der erste Tag mit einem so abwechslungsreichen Programm war ein klasse Einstieg, um mich an meinem neuen Arbeitsplatz einzufinden.“

Vom Allgäu ans Watt ging es für Jule Olbricht (22, rechts im Bild), die im 6. Semester Umweltmanagement studiert. Neben dem Studium engagiert sie sich schon lange in studentischen Umweltprojekten und so war “Einblick in den staatlichen Naturschutz” ihr Hauptanliegen. Gemeinsam mit Raphaela Betz (25) arbeitet sie daher direkt in der Nationalparkverwaltung, wo die beiden unter anderem die vorliegende Ausgabe der Nationalpark Nachrichten ausgetüftelt haben. Raphaela hat ihren Bachelor in Chemie kürzlich abgeschlossen und beendet bald auch ihr Diplom in Kulturwissenschaften. “Schnittstellen zwischen den Fächern findet man selten, aber Öffentlichkeitsarbeit im Umweltschutz gehört sicher dazu.”
Im Nationalpark dürfen sie aber nicht nur in die Computertasten drücken: Wie man 14 Großstadtkindern das Halligleben näher bringt, was dabei überraschend leicht fällt und was so gar nicht klappen will, erlebten sie letzte Woche auf Langeneß. Mehr dazu lesen Sie in der nächsten Ausgabe.

(Raphaela Betz, Jule Olbricht)

 
 
Zusammengefunden

© Zusammengefunden

Den „Urwald mitten in Deutschland“ konnten vergangenen Monat über 350 Kinder und Jugendliche aus vielen schönen Ecken Deutschlands erleben: Die Junior Ranger aus über 20 nationalen Naturlandschaften hatten sich zu ihrem 10. Bundestreffen im Hainich (Thüringen) zusammengefunden, um sich kennenzulernen, auszutauschen und natürlich die Wildnis des Waldes zu erleben.

Wild wurde es für die Junior Ranger Gruppe Nordstrand allerdings schon früher als erhofft: auf halbem Weg musste Ranger Frerk Petersen den Nationalpark-Bus wegen eines Motorschadens „notparken“. Im Mietwagen trafen die Nordstrander schließlich mit reichlich Verspätung im Hainich ein, wo sie aber umso freundlicher begrüßt wurden, Abendessen und Schlafplätze im Tipi standen schon bereit.

Am nächsten Morgen ging es dann noch vor dem ersten Hahnenschrei zur Freilichtbühne, wo man neugierig auf Junior Ranger anderer Schutzgebiete traf. „Da entstehen echte Freundschaften“, erzählt Betreuer Heiner Koop. So ging es zum Beispiel der Nordstranderin Emma (rechts), die spontan ihre neue Freundin Kaya (links) aus dem hamburgischen Wattenmeer auf der großen Bühne unterstützte. Vor ihrem Auftritt hatten die beiden gehörig Lampenfieber: Ohren zu, alle Geräusche ausblenden und sich kurz sammeln, bevor es zur Vorstellung des mitgebrachten „Wildnis-Bildes“ auf die Bühne geht.

Ein abwechslungsreiches Programm wurde im Hainich aufgeboten: neben Improvisationstheater, Lagerfeuer und Rezeptesammlung standen die Wildnisexpedition im Nationalpark Hainich und der Erlebnisparkur im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal im Vordergrund. Hier ging es auf Entdeckertour, immer begleitet von zwei heimischen Junior Rangern, die sich als Waldführer erproben konnten. Im Anschluss gab es auch im Wildniscamp viel zu erkunden: der „Markt der Möglichkeiten“ bot spannende Informationen zu den Wildtieren des Hainichs, einen Falkner und vieles mehr. Bei der Entstehung des riesigen, aus Holz gesägten Hirschkäfers durften einige sogar selbst Hand anlegen. Der Thüringer Umweltminister hielt eine kurze Ansprache und verdeutlichte damit, dass der deutsche Naturschützernachwuchs von der Politik ernst genommen wird.
Nach alter Tradition wurde zum Abschluss eine Schlaubetaler Junior Rangerin mit dem ehrwürdigen Ranger-Hut gekrönt. Wie die olympische Fackel wandert er zum jeweilig nächsten Veranstaltungsort.  „Die Bundestreffen sind immer mit großem Aufwand verbunden, aber es lohnt sich“, zieht Heiner Koop Bilanz. Auf das Treffen 2013 im Naturpark Schlaubetal dürfen also alle gespannt sein.

Wer mehr über die Junior Ranger erfahren möchte, informiert sich am besten unter www.junior-ranger.de. Dort gibt es neben den Ortsgruppen auch Angebote für Kinder, die weiter entfernt vom Nationalpark wohnen.

(Raphaela Betz)

 
 
Bis zur letzten Hallig...

…reicht nun das Besucherinformationssystem (BIS) des Nationalparks, das am 9. Juni auf Langeneß und Oland eingeweiht wurde. Seitdem können Besucher neben der eindrucksvollen Natur auch Infotafeln mit allerlei Wissenswertem bestaunen. Auch der Salzwiesen-Naturpfad wurde erneuert und lädt zu einem lehrreichen Spaziergang rund um die Langenesser Peterswarft ein.

Dabei war der Weg zum beschilderten Pfad gar nicht so leicht: „Entscheidend für uns ist die einvernehmliche Abstimmung der Inhalte und Standorte mit allen Beteiligten vor Ort“, erklärt Detlef Hansen, Leiter der Nationalparkverwaltung. Das kann manchmal dauern, führt aber zu umso besseren Ergebnissen.

So ist auch Hans-Friedrich Nissen, der Bürgermeister von Langeneß und Oland, mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Die Hinweistafeln sind eine Bereicherung für die Hallig. Auch wenn einige Bewohner sich erst an das Neue gewöhnen müssen, die Gäste fühlen sich gut informiert und nehmen diesen neuen Service gerne an.“

(Raphaela Betz)

 
 
Watt auf Chinesisch

© Watt auf Chinesisch

Theoretisch wissen wir es ja: „Weltnaturerbe“ bedeutet, mit den internationalen Größen wie Serengeti und Yellowstone Park auf einer Ebene zu stehen. Anschaulich wurde es aber kürzlich wieder, als eine ganze Delegation chinesischer Naturschützer nicht etwa im Great Barrier Reef, sondern in unserem Schutzgebiet anrückte. Die Besucher aus dem fernen Osten kamen von verschiedenen Organisationen, die sich um den Schutz von Feuchtgebieten in China bemühen. Im und am Wattenmeer informierten sie sich über die Nationalpark-Managementmethoden, den nachhaltigen Tourismus und die Nationalpark-Partner. Auf dem Programm standen neben interessanten Gesprächen & Vorträgen auch eine Salzwiesenführung am Westerhever Leuchtturm, eine Seetierfangfahrt und ein Ausflug auf die Hallig Hooge. „Der Besuch bei euch war das absolute Highlight unserer Delegationsreise“,  so Jens Brüggemann, deutscher Projektleiter bei der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in China.

(Raphaela Betz)

 
 
Neue Partner

Nationalpark-Partner kann nicht jeder werden. Zu dieser Auszeichnung bedarf es hoher Umweltstandards, der Kunde muss König sein und die betreffenden Betriebe sollten in der Lage sein, ihre Gäste über das Wattenmeer als Nationalpark und Weltnaturerbe zu informieren.

Nach Zustimmung des zuständigen Vergaberates wurden nun, pünktlich zu Beginn der Hauptsaison, fünf neue Partner von Dr. Detlef Hansen und Matthias Kundy von der Nationalparkverwaltung ausgezeichnet. Mit dabei sind als erster Campingplatz „Camping Nordsee“ in Büsum und die NBE Nordbahn mit der Eisenbahnlinie Neumünster-Heide-Büsum.

Ins Netzwerk aufgenommen wurden außerdem das Schullandheim „Alte Schule“ in Westerhever sowie die Ferienwohnung „Wunschgarten“ in Wesselburen und das Gästehaus „Mullewap“ in Oldenswort. Alle drei sind auch mit dem „Viabono“ Gütesiegel ausgezeichnet, der bundesweiten Dachmarke für umweltfreundliches Reisen.

Damit ist die Anzahl der Nationalpark-Partner auf insgesamt 129 gewachsen.

(Jule Olbricht)

 
 
Idee des Monats

Wenn ein Ort so groß ist wie Meldorf, dann muss man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, um die Mobilität aller Bewohner zu gewährleisten. Nichts leichter als das, befand der „Arbeitskreis Zukunft“, der sich schon jetzt intensiv mit der Meldorfer 750 Jahr-Feier 2015 beschäftigt, und entwickelte wie nebenbei das Konzept „deichexpress“. Hier handelt es sich nicht um eine neue Zugstrecke der Eisenbahn, sondern um eine kreativ gestaltete Fahrgemeinschaft: Wer zum Deich fährt und andere dorthin mitnehmen möchte, besorgt sich das Logo des Deichexpress als Autoaufkleber. Mitfahr-Willige setzen sich auf eine der eigens aufgestellten Express-Bänke. Die Bank Hafenchaussee signalisiert: ‚Ich will zum Deich!’, während die Bank am Kassenhäuschen Elpersbüttel für Rückfahrt-Suchende bereit steht.

Wie die Meldorfer die Idee annehmen, wird der Sommer zeigen. Zum Auftakt am 16. Juni zeigte sich aber nicht nur der Meldorfer Hutclub optimistisch: Gut 50 Einwohner waren erschienen, um gemeinsam mit Bürgermeister Reinhard Pissowotzki die Bank an der Hafenchaussee einzuweihen.
Wir finden das Konzept sehr nachahmenswert und küren den Meldorfer Deichexpress spontan zur „Idee des Monats“.

Informationen zum Deichexpress gibt’s im Meldorfer Rathaus (Tel. 04832/9597100) und unter www.deichexpress.de.

(Raphaela Betz)

 
 
Reif für die Insel

© Reif für die Insel

Zum Monatsbeginn übernimmt Natalie Eckelt die Geschäftsführung der Insel- und Halligkonferenz sowie der Biosphäre Halligen. Damit verlagert sich ihr Arbeitsort von Tönning nach Föhr, wo sie die Nachfolge von Carsten Massau antritt. Ziel ist es, gemeinsam Themen und Projekte rund um die Biosphäre nach vorne zu bringen und somit die Zukunft der Inseln und Halligen zu gestalten. „Verloren“ geht sie uns aber nicht: thematisch wird es auch in Zukunft viele Schnittpunkte zur Nationalparkverwaltung geben.

(Raphaela Betz)

 
 
Bücher
 
Wir Halliglüüd

©Wir Halliglüüd

Die Biosphäre Halligen geht einen neuen Weg, um besser zu informieren und transparenter zu sein. Das Magazin „Wir Halliglüüd“ transportiert seit Juni Themen der Biosphäre und berichtet über Ereignisse auf den Halligen auf interessante und unterhaltsame Weise.

„Den Titel „Wir Halliglüüd“ haben wir bewusst gewählt. Die Biosphäre, das sind die Halliglüüd, und nur das „Wir“ wird uns zukünftig voranbringen und ermöglichen, Konzepte und Ideen in die Tat umzusetzen“, erläutert Volker Mommsen, der Vorsitzende der Hallig-Gemeinschaft. Jeder Hallighaushalt erhält ein Exemplar pro Ausgabe kostenlos. Zur Finanzierung des Projektes wird das Magazin auch verkauft, damit es sich selbst trägt und dauerhaft für die Biosphäre keine weiteren Kosten entstehen. Auch soll der Verkauf dazu beitragen, die Biosphäre Halligen mit ihren Anliegen weiter nach außen zu tragen.

Das Magazin kann zum Preis von 3,90 € zzgl. Versandkosten über Erco Jacobsen, Tourismusbüro der Biosphäre Halligen, Hooge, bezogen werden ( ). Informationen auch im Internet unter www.halligmagazin.de.

(Raphaela Betz)

Taschen-Wunder

©Taschen-Wunder

Im Nationalpark gibt es nicht nur für naturbegeisterte Erwachsene einiges zu entdecken. Um das zu verdeutlichen, haben Schutzstation und WWF gemeinsam mit dem Herausgeber CWSS ein neues Entdeckerheft für Kinder zusammengestellt.

Entlang der Small, Big, Flying, Flowering und Moving Five können Kinder damit auf spielerische Weise das Watt entdecken. Mit vielen aufregenden Fakten und spannenden Fragen gespickt sind die Informationen leicht zu verdauen.

Eine Checkliste mit allen beschriebenen Arten und die Aussicht auf einen eigenen Watt-Erlebnis-Pass steigern den Ehrgeiz. Schülerinnen und Schülern hilft diese Übersicht außerdem, ihre unterschiedlichen Erfahrungen in der Klasse auszutauschen. Und natürlich dürfen auch Erwachsene bei Gelegenheit darin blättern, schließlich lernt man nie aus.

Das Heft mit 44 Seiten im taschengerechten DinA6-Format gibt’s in allen Nationalpark-Häusern und Infozentren zum Preis von 1,50 € oder als Unterrichtsmaterial zu bestellen unter (zzgl. Portokosten).

(Jule Olbricht)