Dezember 2013

Dezember 2013
 

Moin. Wer hätte das gedacht: Bei uns gibt es relativ wenig Nonnengänse, ein Austernfischer hat einen Auftritt im politischen Berlin und Küstenseeschwalben leben mitten im Indischen Ozean. In eigener Sache: Seit 1997 erscheinen die Nationalpark Nachrichten, 79x gedruckt und seit drei Jahren 35x digital. Nun werden sie ausgesetzt, weil nicht alles Wünschenswerte immer machbar ist. Vielleicht haben Sie, die 3.656 Abonnenten dazu eine Meinung, schließlich schreiben wir nur für Sie. Schreiben Sie nun uns. Und verfolgen Sie das Nationalparkgeschehen auf unserer Website und bei Facebook. Bleiben Sie uns gewogen. Ihre Nationalparkverwaltung

 
In dieser Ausgabe
Nonnengänse

© Nonnengänse

Schon als Jugendlicher begeistert sich Klaus Günther (47) für die Vogelwelt. Im Auftrag der Nationalparkverwaltung koordiniert er seit 1995 die alle 15 Tage stattfindenden Rastvogelzählungen im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer und ist dafür bei der Schutzstation Wattenmeer angestellt. Blickt er vom Deich ins Vorland, sieht er derzeit oft Nonnengänse. Blickt er binnendeichs, sieht er sie auch.

„Die Nonnengans ist eine Meeresgans, die sich im Herbst und Frühjahr in großer Zahl an der Wattenmeerküste aufhält und auf Salzwiesen und besonders auf feuchtem Grünland im Binnenland Nahrung findet. An ihrem schwarz-weißen Gefieder und an ihren charakteristischen Rufen ist sie leicht zu erkennen. Wie alle Gänse sind Nonnengänse Vegetarier. Sie bevorzugen Küstenbereiche, die auch von Süßwasser geprägt sind. Ihre Brutgebiete liegen an der Eismeerküste im arktischen Nordwest-Russland, früher auf der Insel Nowaja Semlja, heute auch weiter westlich auf der Insel Kolgujew. Der Weltbestand ist von nur 15.000 Tieren in den 1950er Jahren auf derzeit über 800.000 Tiere angewachsen. Wie bei der Ringelgans gelten die Schutzbemühungen mit Einstellung der Jagd in den Überwinterungsgebieten und die nachlassende Bejagung der Mauservögel in der Arktis als Hauptursache für die Erholung der Bestände.

Bestandsentwicklung bis 2012

Überraschenderweise begannen in den 1980er Jahren Nonnengänse auf Inseln in der Ostsee zu brüten, die entlang ihres Zugweges liegen. Insgesamt gibt es nun auf Gotland, Öland und an der Küste Estlands etwa 8.000 Brutpaare. Noch unerwarteter war die gleichzeitige Beobachtung erster Brutpaare in den Überwinterungsgebieten an der Nordseeküste. Im Rheindelta sind es derzeit etwa 8.000 Brutpaare. Im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer brüten etwa 500 Paare, vor allem auf Föhr, im Fahretofter und Beltringharder Koog und auf Trischen; Tendenz zunehmend. Die Nonnengänse gehen dorthin, wo es wenig Füchse oder andere Prädatoren gibt. Inseln sind optimal. In den Kögen haben sie dagegen Rückschläge erlebt: Im Rickelsbüller Koog haben Füchse schon mehrfach die Eier und Küken einer ganzen Kolonie gefressen. Der Bestandszunahme unserer Nonnengänse sind also lokal Grenzen gesetzt.

Nach der Brut in der Arktis mausern die Nonnengänse dort und kommen daher erst ab Ende September in großer Zahl ins Wattenmeer. Im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer sind es seit Ende der 1990er Jahre 80.000 bis 100.000 Tiere. Die meisten ziehen bis Dezember weiter, vor allem in die Niederlande, wo der Großteil des Weltbestandes überwintert. In milden Wintern bleiben aber bis zu 30.000 Nonnengänse bei uns. Im Februar/März kehren viele Vögel dann wieder aus den Niederlanden zurück. Früher zogen sie Anfang April zu Rastgebieten an der Ostsee und von dort in die Brutgebiete. Nun verzichten viele auf die mehrwöchige Zwischenrast an der Ostsee und ziehen Mitte Mai vom Wattenmeer direkt ins Brutgebiet. Das liegt wohl an der Verlagerung ihrer Brutgebiete nach Westen: Die Vögel müssen nicht mehr so weit fliegen und schaffen nun den Non-Stopp Flug.

An Schleswig-Holsteins Westküste rasten Nonnengänse vor allem in den Kögen und in den großen Vorländern: Auf der Friedrichskooger Halbinsel, im Meldorfer Koog, in der Eidermündung, im westlichen Eiderstedt und von der Husumer Bucht bis zur dänischen Grenze. Inseln und Halligen nutzen sie in geringer Zahl, aber zunehmend stärker als vor einigen Jahren. Besonders im Herbst und Winter halten sich viele Nonnengänse im Binnenland auf. Wegen der Größe des Gebietes ist dies allerdings nur schwer systematisch zu erfassen und nicht gut dokumentiert. Im Gegensatz zur starken Zunahme der Nonnengänse in der Gesamtpopulation haben die Zahlen in Schleswig-Holstein seit Ende der 1990er Jahre nur leicht zugenommen. Vielleicht ist die Kapazitätsgrenze unserer Region erreicht oder andere Gebiete sind klimatisch attraktiver.

Für die Landwirtschaft sind Nonnengänse lokal problematisch, da sie als zahlreichste und am meisten verbreitete Gänseart vielerorts auf Grünland oder Äckern fressen. Die Gänse sind auch ein Standortfaktor, an dem sich Betriebe ebenfalls ausrichten müssen. Besonders betroffen sind Ackerflächen in der Nähe der Deiche, der großen Speicherköge und der Flussläufe. Da sind die Wege zwischen Rast- und Nahrungsflächen kurz und der Fraßdruck ist spürbar. Da keine Entschädigungen gezahlt werden, gibt es hierzu aber keine genauen Erhebungen oder Daten. Einige Landwirte sind stärker betroffen und können spezielle Vertragsnaturschutz-Programme nutzen, um wirtschaftliche Einbußen einzugrenzen.

Das dänisch-deutsch-niederländische Wadden Sea Forum entwickelt derzeit Empfehlungen für ein länderübergreifendes Gänsemanagement. Eine Arbeitsgruppe von Fachleuten schlägt vor, die küstennahen Schutzgebiete - viele Köge mit Feuchtgebieten und Grünland - durch Mahd und wieder intensivere Beweidung attraktiver für Gänse zu gestalten, ihnen dort ausreichend Nahrung zu bieten und sie so von landwirtschaftlichen Nutzflächen abzulenken. In diesen Ruhezonen (go areas) dürfen Gänse schon seit vielen Jahren nicht vergrämt oder bejagt werden. Andererseits gibt es Bereiche in denen Gänse von landwirtschaftlichen Flächen verscheucht werden dürfen (no go areas).


Verteilung der Nonnengänse im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer
(Mittelwerte 2004 – 2008, Rastvogelmonitoring)

Die oft mehrere Tausend Tiere großen Trupps der Nonnengänse sind ein wesentlicher Bestandteil des Naturerlebnisses am Wattenmeer. Ich erfreue mich immer wieder an den beeindruckenden Schwärmen - für mich und sicherlich auch für viele andere Menschen sind sie ein Naherholungsfaktor. Wenn ich im Winter eine Radtour an den Husumer Dockkoog mache und dort einige tausend Nonnengänse sehe und ihre Stimmen die Luft erfüllen, machen sie die typische, von Grünland geprägte Marschlandschaft unserer Küste lebendig. Sogar im Winter."

 
 
Naturerlebnistagung

© Naturerlebnistagung

Naturschutz und Tourismus seien keine Gegensätze, sondern verfolgten das gemeinsame Ziel, den Küstenraum nachhaltig zu erhalten. Dies sei der Markenkern unserer Küste, erklärte Ralph Müller-Beck, Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium. Da nickten die 180 Teilnehmer der elften Tagung zum Naturerlebnis im touristischen Angebot zumindest innerlich und freuten sich, dass der Wirtschaftsmann den Nationalpark als „Regionalförderung par excellence“ sieht.

Die regional-ökonomischen Effekte des Nationalparks beleuchtete Hubert Job, der dies in allen deutschen Nationalparken untersucht. Nach seinen Befragungen ist der Nationalpark für 17 % der Urlauber bei ihrer Reisezielentscheidung wichtig oder sehr wichtig. Dabei gibt es allerdings große regionale Unterschiede. Auf Sylt liegt dieser Anteil bei nur 7 %, auf der Hamburger Hallig dagegen bei 37%. Die wirtschaftliche Bedeutung von Welterbe-Gebieten beleuchtete der Engländer James Rebanks mit Beispielen aus aller Welt. Thomas Holst Christensen stellte den dänischen Wattenmeer-Nationalpark vor, dessen Sekretariatsleiter er ist. Im Juni soll auch dieser Nationalpark Teil des Weltnaturerbes werden.

Wie regionale Ansätze gebündelt und auf eine internationale Bühne gehoben werden, zeigten Anja Szczesinski vom WWF und Frank Ketter von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland, die die Strategie für nachhaltigen Tourismus im dänisch-deutsch-niederländischen Wattenmeer vorstellten, die bei der trilateralen Regierungskonferenz im Februar verabschiedet werden soll. Ein Markt der Möglichkeiten sorgte bei der Tagung im Husumer Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk dafür, dass die Teilnehmer auch in den Pausen im Foyer hart am Thema blieben.

 
 
Meer in Berlin

Der Plüsch-Austernfischer hat ein einnehmendes Wesen. An seiner Seite erläuterte Dr. Christiane Gätje von der Nationalparkverwaltung vor rund 300 Gästen in der Berliner Landesvertretung Schleswig-Holsteins das Besondere und Schützenswerte unseres/seines Wattenmeer-Nationalparks, Angebote zum Naturerleben ebenso wie Naturschutzmaßnahmen und die Bedeutung des Nationalparks für Einheimische und Gäste, für die Wirtschaft und für die Natur selbst. Anlass war ein Abend über das Erforschen, die Nutzung und den Schutz der Meere. Neben Wissenschaftlern war auch Ministerpräsident Torsten Albig vertreten. Später am Abend, in kleiner Runde, erklärte Christiane Gätje ihm, wie dem Austernfischer der Schnabel gewachsen ist. So freundeten sich Austernfischer und Ministerpräsident an.

 
 
Grenzerfahrung

© Grenzerfahrung

Marén Bökamp vom Multimar Wattforum freut sich: Ihr Interview mit Karen Wiltshire, der Leiterin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung auf Helgoland, lässt sich hören. Multimarbesucher können dafür bald Hörstäbe nutzen. Dieses Audioguide-Angebot ist Teil des Projektes „Tourism Man Nature“, in dem das Fjord & Belt Centret in Kerteminde, das Naturama in Svendborg, die Flensburger Phänomenta sowie die Arche in Warder und das Multimar Wattforum in Tönning mit den Universitäten in Odense, Flensburg und Kiel zusammenarbeiten. Im Multimar entstand dafür das „Invasionskarussell“, das Besuchern, die sich mit der Einwanderung neuer Arten beschäftigen, gleich mehrere Lichter aufgehen lässt. Im kommenden Jahr soll das Multimar-Bildungsangebot durch neue Laborexperimente und Materialien zur Ausstellung und wohl auch durch ein Science Camp erweitert werden. Die beteiligten Einrichtungen wollen alle Produkte untereinander austauschen. Sprachliche Hürden gibt es dabei nicht, denn alles erscheint in Deutsch, Dänisch und Englisch. Hauptzielgruppe aller Aktivitäten sind Familien. Das Multimar wird mit rund 80.000 € aus dem vom 1.4.2012 bis zum 31.12.21014 laufenden Interreg 4A Projekt bezuschusst.
 

 
 
Weltrekord

© Weltrekord

Die an den Küsten Europas und auch im Wattenmeer brütenden Küstenseeschwalben (in Schleswig-Holstein gut 3.000 Paare) haben bekanntermaßen besonders weite Zugwege, denn sie überwintern zwischen Südafrika und der Antarktis. 7 Küstenseeschwalben wurden 2011 von Ruben Fijn und anderen Wissenschaftlern in den Niederlanden am Nest gefangen und mit Geolokatoren ausgerüstet. 2012 wurden sie erneut an ihren Brutplätzen gefangen und die 0,5 g leichten elektronischen Geräte wurden ihnen abgenommen. Ein Jahr lang hatten sie die Intensität des Sonnenlichts und die Uhrzeit gespeichert. Aus diesen Daten konnte die Flugrouten von 5 Vögeln rekonstruiert werden. Sie offenbarten neue Offshore-Rastplätze und einen noch unbekannten Weg durch drei verschiedene Ozeane und den längsten jemals beschriebenen Vogelzugweg: Die Vögel zogen in einen bisher unbekannten Bereich im zentralen Indischen Ozean. Ein Vogel überquerte das südliche Australien und flog sogar bis nach Neuseeland. Alle fünf Vögel überwinterten in Wilkes Land, Antarktis. Bei ihrem Rückflug in die Niederlande machten sie einen Abstecher in das gleiche Seegebiet westlich von Spanien, das sie auf ihrer Wanderung nach Süden besucht hatten. Die gesamte Distanz, die sie außerhalb der Brutzeit zurücklegten, betrug etwa 90.000 km.

 
 
Treibsand

© Treibsand

Schalen von Schwertmuscheln (Ensis directus) findet man oft im Wattenmeer, mitunter in großen Mengen. Lebend graben sich die Tiere senkrecht im Wattboden ein. Wattführer zeigen gern, wie verblüffend schnell kleine, aufs Watt gelegte Exemplare dabei sind: Schwupps, stehen sie in der Senkrechten und verschwinden kurz darauf mit wenigen, kräftigen Bewegungen im Boden. Aber wie schaffen sie das? Nasser Sand gibt kaum nach und die Kräfte einer Schwertmuschel sind bescheiden. Wissenschaftler vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) erforschten es mit winzigen Glasperlen anstelle von Sand und durchsichtigen Behältern. Beim Graben verankern die Schwertmuscheln sich abwechselnd mit ihren Schalenklappen und ihrem Fuß. Ziehen sie ihre Schalenklappen zusammen, lässt der Druck auf die benachbarten Sandkörner nach und sie geraten ins Rutschen. Gleichzeitig strömt Wasser in den freien Raum zwischen den Sandkörnern. So entsteht eine Art Treibsand um die Muschel. Jetzt hat sie einige Sekunden Zeit, in der sie ihren muskulösen Fuß zusammen und ihren Körper nach unten zieht, ehe sich der Sand wieder verfestigt. Die Forscher zeigten, dass die Reibungskräfte in dieser Zeit um über 90 Prozent reduziert werden. So gelingt es den Tieren, sich bis zu einem halben Meter einzugraben.

 
 
Strandpieperexkursion

© Strandpieperexkursion

In der Novemberausgabe der Nationalpark Nachrichten war die Abonnenten-exklusive Strandpieperexkursion angekündigt worden. Wie es war? Super! Ruhten die Blicke nicht auf diesen ernsten Geschöpfen, dann auf Wanderfalken, Seeadlern, Kornweihen, Brachvögeln, Wiesenpiepern - oder wieder auf Strandpiepern.

 
 
Menschen
 

25 glückliche Jahre lebte Klaus Fleeth auf Gröde. Seit 1999 war er Nationalparkwart und Ansprechpartner für Gröde und Habel, wo er viele Jahre Brut- und Rastvögel zählte. Nun sollte ein neuer Lebensabschnitt an der Elbe folgen – aber der Tod setzte dem nach schwerer Krankheit ein Ende. Viele Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung denken gern an die Begegnungen auf Hallig Gröde zurück.

Klaus, wir danken Dir.

 
 
Bücher
 
Nordfriesland - Photografierte Landschaft

Heiko Evert kennt und liebt Nordfriesland. Seine Zuneigung für die Landschaft ist durch die Ferien in seiner Kindheit bei seinen Großeltern in Garding geprägt. Seinen Bildern sieht man diese Liebe zur Landschaft des Nordens an. Es sind mehr als reine Dokumente einer Landschaft. Die intensiven Bildeindrücke hat der Fotograf und Werbegrafiker zu allen Jahreszeiten, an den unterschiedlichsten Orten und zu allen Tageszeiten mit seiner Kamera eingefangen. Einige kurze Texte führen den Leser ein in die Besonderheiten von Nordfriesland mit seiner Insel- und Halligwelt. Dann folgen Bilder der Küste, der Kirchen und der Katen Nordfrieslands. Ein weit gespanntes Potpourri von Heimatbildern.
Ich bin mir sicher, beim Lesen werden Sie eintauchen in die Stimmung dieser Landschaft, die mehr zu bieten hat als Weite und Horizont. Ein wunderschönes Geschenk, nicht nur zu Weihnachten.

Martin Stock

Heiko Evert: „Nordfriesland – Photografierte Landschaft“, Hardcover mit Umschlag, Eiland Verlag, Sylt 2011, 224 Seiten mit über 300 farbigen Fotos, 25 x 28,5 cm, ISBN 978-3-86926-147-, 29,80 €.

Weltnaturerbe Nationalpark Wattenmeer

12 Naturwunder zeigen die großformatigen Kalenderbilder von Martin Stock: Watt und Weite natürlich, grüne, gelbe und violette Salzwiesen, haufenweise Sand, Vögel und Muscheln. Man wundert sich, dass all dies im selben Gebiet fotografiert wurde. Martin Stock hat die Vielfalt des Weltnaturerbes Nationalpark Wattenmeer ins Bild gesetzt – damit sie ins Auge springt und vielleicht weiter ins Herz.

Martin Stock: Weltnaturerbe Nationalpark Wattenmeer - Kalender 2014. Eiland Verlag, 48 x 46 cm, 23,80 €.

Strandspiele mit Kindern

Das kann die Mama dem Papa zum Fest schenken, wenn sie im kommenden Sommer am Strand mal Urlaub haben möchte. Papa kann sich so mit über 100 Spielideen gut vorbereiten – oder er wählt spontan eines der vielen Spiele aus, die ohne Bälle, Murmeln, Stoppuhren oder andere Hilfsmittel spielbar sind. Von Watt-didaktischen Ansprüchen sind die Spiele von Florians Andrews nahezu frei. Just Fun.

Florians Andrews (2013): Strandspiele mit Kindern. Wachholtz Verlag, 112 Seiten, 9,90 €.

Krabbeltiere für Kids

Was kann Kinder in die Natur locken? Vielleicht Krabbel-, Kriech-, Buddel- und Fliegetiere - mit riesigen Augen, aufrollbaren Rüsseln und messerscharfen Mundwerkzeugen. Zur Verteidigung können sie mit Säure spritzen, stinkende Flüssigkeiten absondern oder aus ihren Kniegelenken Gift quellen lassen. Frank Rudolph erleichtert Kindern (und auch ihren Eltern) mit seinem kleinen Buch den Zugang zur Natur, gibt Tipps zur Ausrüstung, zum Beobachten und Sammeln der Tiere. Viele Fotos erleichtern es, in den Krabbeltieren nun Springspinnen, Schnellkäfer oder Feuerwanzen zu erkennen. Kurze Texte zu Lebensweise, Namensgebung oder Gefährlichkeit der Tiere stellen heraus, was Kinder anspricht. Dass nahezu alle Tiere auch im Küstenbereich vorkommen, ist ein guter Grund, es an dieser Stelle zu empfehlen.

Frank Rudolph (2013): Krabbeltiere für Kids. Wachholtz Verlag, 144 Seiten, 9,90 €.