22.07.2010

Steckbrief

 

Anerkennung

Am 26. Juni 2009 hat das Welterbekomitee der UNESCO das Wattenmeer als Naturlandschaft von außergewöhnlichem universellen Wert in die Liste „Erbe der Menschheit“ aufgenommen.

Lage

Zum Welterbe Wattenmeer gehören die Nationalparks von Schleswig-Holstein und Niedersachsen und das Wattenmeer-Schutzgebiet der Niederlande.

Weltnaturerbe - was ist das?

Die Ernennung zum Weltnaturerbe ist die höchste Auszeichnung, die die Weltgemeinschaft für eine Naturlandschaft zu vergeben hat. Um auf die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO zu kommen, muss ein Gebiet einzigartige Naturwerte besitzen, intakt und durch gute Schutzmaßnahmen gesichert sein.

Zonierung

Das Weltnaturerbestatus unterscheidet nicht zwischen Schutzzonen und gilt für den gesamten Nationalpark.

Einwohner

Gudrun und Hermann Matthiesen leben ganzjährig auf Hallig Süderoog. Im Sommerhalbjahr wohnen Gunda, Gonne und Celina Erichsen auf Hallig Südfall und ein Vogelwart auf der Insel Trischen.

Tierarten

Ca. 3.200 Arten, davon kommen 250 nur in den Salzwiesen des Wattenmeeres vor.

Vögel

Das Wattenmeer ist das vogelreichste Gebiet in Mitteleuropa, zentrale Drehscheibe auf dem Ostatlantischen Zugweg der Küstenvögel. Über 2 Millionen Vögel ziehen hier durch, etwa 100.000 Paare brüten im Nationalpark.

Meeressäuger

Seehunde, Kegelrobben, Schweinswale.

Menschliche Aktivitäten und Nutzungen

Tourismus, Fischerei, Küstenschutz, Schiffsverkehr, Beweidung, Flugverkehr, Militärische Nutzung, Kies- und Sandentnahme.

Gäste

2 Mio.Urlaubsgäste und 16 Mio. Tagesausflügler besuchen das Weltnaturerbe jährlich.

Zuständigkeiten

Die Nationalparkverwaltung im Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, ist für den Schutz der Natur, die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbeobachtung im Nationalpark und Weltnaturerbe zuständig.

Service

Nationalpark-Ranger und -Wattführer sowie viele Mitarbeiter der Naturschutzverbände, vor allem Zivildienstleistende und junge Menschen im Freiwilligen Ökologischen Jahr informieren Gäste und Einheimische und überwachen die Schutzbestimmungen im Nationalpark und Weltnaturerbe. Es gibt rund 20 Häuser mit Informationseinrichtungen sowie viele Informationspavillons und -tafeln. Jährlich werden über 5.000 naturkundliche Exkursionen durchgeführt.