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Nationalpark Wattenmeer Nationalpark Wattenmeer
Meeresgrund trifft Horizont

Liebe Leser*innen,

„Natur Natur sein lassen“ zahlt sich aus – das zeigt unter anderem die erfreuliche Zunahme des Kegelrobben-Bestands auch in unserem Nationalpark. Sie profitieren von der großräumigen Beruhigung um Kachelot, eine dynamische Sandbank in der Ruhezone. Optimistisch stimmt auch das wachsende Netzwerk von Partnern, die auf vielfältigste Weise als Botschafter der Wattenmeer-Natur dem Naturschutz Gehör verschaffen.

„Natur Natur sein lassen“ – das Motto der Nationalparks – ist ein Ansatz, der von Akzeptanz, Respekt und Rücksicht für die Eigenmächtigkeit und Eigenwilligkeit der Natur getragen wird. Diesem Anliegen hat unsere unermüdliche Mitstreiterin Imke Zwoch in der Öffentlichkeitsarbeit für den Nationalpark jahrzehntelang den Weg bereitet und geebnet. Unvermittelt erreichte uns die Nachricht, dass sie vor wenigen Tagen einer schweren Krankheit erlag. Darüber sind wir zutiefst bestürzt und unendlich traurig, mögen es kaum glauben. Ihr allgegenwärtiges Schaffen für aussagekräftige und überzeugende Text- und Bildwelten zur Wattenmeer-Natur möchten wir in ihrem Sinne fortführen – auch mit dieser weiteren Newsletter-Ausgabe.

Ihr Peter Südbeck

Neue Projekte im Nationalpark

© Joke Pouliart

Zur Jahresmitte starteten unsere neuen Projekte „Tor zur Wildnis Norderney“, „Naturerleben Festlandküste“ und „Smart Park“. Alle Projekte erstreben eine Verbesserung des Naturerlebnisses beim Nationalparkbesuch, ohne dabei die Entfaltungsmöglichkeiten der Natur einzuschränken. Das Projekt „Tor zur Wildnis Norderney“ schafft eine attraktive Eingangssituation zur unberührten Naturlandschaft auf Norderneys Osthälfte. Beim Projekt „Naturerleben Festlandküste“ ist das Ziel, über die klassischen Informationseinrichtungen (wie Infotafeln o.ä.) hinaus das Besuchserlebnis hochwertiger und barrierefreier zu gestalten. Das Projekt „Smart Park“ verknüpft Besuchermonitoring, -lenkung und -information unter digitalen Gesichtspunkten und baut diese aus. Gefördert werden diese Projekte von der NBank über die Förderrichtlinie Landschaftswerte 2.0 mit Mitteln der EU und des Landes Niedersachsen.

Neue Rote Liste Meeresfische und Neunaugen Deutschland

Nach 12 Jahren wurde die Rote Liste Meeresfische und Neunaugen aktualisiert. Dabei wurden 105 etablierte Arten aufgeführt und bewertet. Der Nationalpark beherbergt einige Arten, die auf der Roten Liste mindestens als gefährdet eingestuft werden. Dazu zählen zum Beispiel der Kleine Scheibenbauch (vom Aussterben bedroht) und die Finte (stark gefährdet) sowie der Gemeine Ährenfisch (Gefährdung unbekannten Ausmaßes). Der Nationalpark hat eine besondere Bedeutung für den Erhalt auch wandernder Fischarten; insbesondere für die Finte ist er als FFH-Gebiet ausgewiesen.

Die Rote Liste ist hier zum Download bereit gestellt: www.rote-liste-zentrum.de/de/Download-Wirbeltiere-1874.html

Nationalpark-Tag der Artenvielfalt auf Wangerooge

© Michael Räder / NLPV

678 – das ist der Zwischenstand der beim diesjährigem Nationalpark-Tag der Artenvielfalt durch knapp siebzig Artenkenner*innen festgestellten Tier-, Pflanzen- und Tierarten. Am 9.7. lud die Nationalparkverwaltung zusammen mit dem Nationalparkhaus Wangerooge und dem Mellumrat e.V. auf die Insel Wangerooge ein. Bei diesem alljährlichen Expert*innentreffen wurden Teilbereiche der Insel auf ihre Artvorkommen inspiziert. Dabei konnten alte Funde wieder bestätigt und Neunachweise erbracht werden. Ziel der Aktion ist, über diesen unmittelbaren Einblick hinaus auch die Vernetzung der Teilnehmenden und die daraus entstehenden Impulse für die Naturschutzarbeit der Nationalparkverwaltung zu stärken. „Unser Dank gilt dabei unserem Netzwerk von Ehrenamtlichen, die alljährlich zum Treffen kommen und dies mit Ihrer Expertise überhaupt erst möglich machen“- Resümiert Peter Südbeck. Link zum vollständigen Bericht

Kegelrobbenbestand im Wattenmeer zeigt kontinuierliches Wachstum

© Gundolf Reichert / NLPV

Aktuelle grenzübergreifende Zählungen der Saison 2024-2025 zeigen einen Anstieg der Kegelrobben und ihrer Jungtiere im Wattenmeer und auf Helgoland. Zeiten des Haarwechsels wurden in Niedersachsen 1.564 Individuen registriert – das entspricht 13 Prozent aller Tiere und einem Anstieg von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während der Geburtenzeit wurden 439 Jungtiere in niedersächsischen Küstengewässern gezählt, was 14 Prozent der Population in der Deutschen Bucht entspricht und sich um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert hat (Bericht).

Trauer um Imke Zwoch

© privat

Unvermittelt mussten wir Abschied nehmen von unserer lieben Kollegin Imke Zwoch, die im Alter von 64 Jahren einer schweren Erkrankung erlag. 33 Jahre hat sie für die Nationalparkverwaltung gewirkt und seine Darstellung in der Öffentlichkeit geprägt. Sie war bis zur letzten Ausgabe unsere Newsletter-Redakteurin, Webmasterin, Social Media Managerin und Freiwilligen-Koordinatorin. Unsere traurige Würdigung ihres weitreichenden Schaffens lesen Sie in unserem Nachruf.

Preis für Deutsche Vogelmaler 2025 - Silbener Uhu

© Museum Heineanum

Alle zwei Jahre findet im Museum Heineanum in Halberstadt die Ausstellung für Moderne Vogelbilder (MoVo) statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der Deutsche Preis für Vogelmalerei – der Silberne Uhu – durch eine Jury für das beste Bild vergeben. Dieses Jahr gewann Dr. Corinna Langebrake den Hauptpreis mit ihrem Bild „Kranichtanz“ (Bericht). Corinna Langebrake ist seit 2024 in der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer als wissenschaftliche Mitarbeiterin zu Vogelschutzthemen tätig. Bereits seit 2013 stellt sie ihre Bilder im Rahmen der MoVo aus. Die Laudatio zum Siegerbild führte aus, dass sie eine faszinierende Kombination von Wissenschaft und Kunst zeige. Durch die gelungene Verbindung verschiedener Techniken werde das Bild dem Ausstellungstitel absolut gerecht: modern in der Formgebung und in der Präsentation. Das Besondere ist die Verwendung von Federn, aus denen die tanzenden Silhouetten der Kraniche ausgeschnitten wurden.

Den Festvortrag zur Ausstellungseröffnung hielt Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung, zu dem interessanten Thema ob und wie Kunst einen Beitrag zum Naturschutz leistet. Die 130 Bilder der Ausstellung von 50 verschiedenen Künstler*innen können noch bis zum 19. Oktober im Schraube-Museum in Halberstadt bewundert werden.

Biosphären-Menü-Tage 2025

© Tabea Kappler/ NLPV

Regional, saisonal, nich‘ egal.

Liebe geht durch den Magen und so vielleicht auch die Liebe zu einer besonderen Landschaft: Gehen Sie mit uns auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch die Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer und staunen Sie über die regionalen Köstlichkeiten unserer Partner-Betriebe. Während der achten Biosphären-Menü-Tage verwandeln elf Nationalpark- und Biosphären-Partner regionale Zutaten in außergewöhnliche Geschmackserlebnisse. Jedes „Biosphären-Menü“ begeistert dabei mit seiner ganz eigenen Handschrift – lassen Sie sich überraschen!

www.nationalpark-wattenmeer.de/wissensbeitrag/biospharen-menu-tage/

Biosphäre gemeinsam denken

© Tabea Kappler / NLPV

Am 1. Juli hat in Wilhelmshaven der Lenkungsrat für die Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer die Arbeit aufgenommen. In dem Gremium wird künftig über die Weiterentwicklung der Entwicklungszone des UNESCO-Biosphärenreservats sowie über gemeinsame Projekte entschieden. Im Fokus steht dabei im kommenden Jahr die Entwicklung eines Rahmenkonzepts mit Schlüsselprojekten als Wegweiser für die nächsten zehn Jahre.

www.nationalpark-wattenmeer.de/news/wir-sind-biosphaere-wegweiser-in-arbeit/

Segel gehisst - auf dem ersten Präsenz-Treffen des Interreg-Projektes WattenVision

© Enno Lieder / Merk Fryslân

Am bisher heißesten Tag des Jahres trafen sich die niederländischen und deutschen Partner*innen des Projektkreises WattenVision im Nationalpark De Alde Feanen (NL). Als Teambuilding-Maßnahme wurde bei bestem Wetter auf einer traditionellen friesischen „Skûtsje“ gesegelt und sich ausgetauscht.

Am Nachmittag wurde fleißig gearbeitet und diskutiert. Die jeweiligen Projektkoordinatoren der Arbeitspakete gaben einen Überblick über den aktuellen Stand der verschiedenen Arbeitspakete: 1. Nachhaltigkeitsmonitoring, 2. CO2-Kompensationen, 3. Wildnis erleben und Naturwerte bewahren und 4. Biodiversität erhöhen.

Rudel von Nationalparkpartnern im und am Watt: Ein Netzwerk wird gesponnen

© Wattführergemeinschaft Niedersächsische Nordseeküste

Angeregt durch einen kürzlichen Besuch von 40 Mitgliedern der Wattführergemeinschaft Niedersächsische Nordseeküste im Klimahaus Bremerhaven fand nun eine Führung „am lebenden Objekt“ mit dessen Fachpersonal direkt im Wattenmeer vor Cuxhaven statt. Das Klimahaus, das Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven und die Wattführergemeinschaft sind aktive Teile des Partnernetzwerks des Nationalparks Wattenmeer. Einer der Schwerpunkte lag auf den Auswirkungen des Klimawandels auf das Wattenmeer und die daraus resultierenden Herausforderungen.

Die Veranstaltung bot eine hervorragende Gelegenheit, sich über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren und den eigenen Wissensstand zu erweitern.

Johannes-Althusius-Gymnasium als Biosphärenschule ausgezeichnet

© Hanna-Lena Pieper / JAG

Am Mittwoch, den 18.06.2025, fand im Rahmen der Schul-Gesamtkonferenz mit Lehrkollegium, Vertretung der Schülerschaft und Elternrat die feierliche Zertifizierung des Johannes-Althusius-Gymnasiums (JAG) Emden als Biosphärenschule statt. Der Schulleiter Oliver Damm erhielt im Forum des Gymnasiums die Zertifizierungs-Urkunde überreicht von Florian Carius, Dezernent für Kommunikation, Information und Bildung in der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. Die Schule etablierte ein Klimaparlament, eine Schülerinitiative für Photovoltaik, eine Imkerei und ging Schulpartnerschaften in Entwicklungsländern ein. Des Weiteren nahm sie engagiert am Stadtradeln teil. Schulleiter Damm hob hervor, dass die Schulgemeinschaft sich freue, auch als UNESCO-Projektschule ihre Partnerschaft mit dem UNESCO-Weltnaturerbe und der UNESCO-Biosphärenregion zu vertiefen.

Partner-Auszeichnung mit Wiesn-Flair am Wattenmeer

© Joke Pouliart

Der Gulfhof Friedrichsgroden lädt vom 22. bis 24. August zur Salzwiesn – dem kleinen Oktoberfest im Wattenland – ein. Jung und Alt können sich auf drei Tage voller Musik, Kunsthandwerk, Kinderaktionen, Wiesn-Yoga und regionale Köstlichkeiten freuen. Ein besonderer Höhepunkt: Am Samstag werden neue Nationalpark- und Biosphären-Partner sowie regionale Produkte feierlich ausgezeichnet. Hier gibt es das gesamte Programm der Salzwiesn.

Neue Botschafter für das Wattenmeer

© Bent Hertema / Park der Gärten

Der Park der Gärten in Bad Zwischenahn sowie sein außerschulischer Lernort, die „Schule im Grünen“, wurden als Partner des Nationalparks und der Biosphärenregion ausgezeichnet (Pressemitteilung). Die Partnerschaft eröffnet spannende Möglichkeiten für Naturschutz, Umweltbildung und eine nachhaltige Regionalentwicklung – von der Förderung naturnaher Außengestaltung bis hin zur intensiveren Zusammenarbeit mit den Biosphärenschulen. Darüber hinaus lädt der Park der Gärten zu verschiedenen Veranstaltungen ein, darunter der Genussmarkt am 13. September. Unter dem Motto „Nachhaltig – Regional – Fair“ findet dieser in Kooperation mit Genuss im Nordwesten e.V. statt und bietet vielfältige Gelegenheiten zum Entdecken und Genießen.

UNESCO-Welterbekomitee bekräftigt seine Besorgnis über das Weltnaturerbe Wattenmeer

Das UNESCO-Welterbekomitee hat auf seiner Sitzung am 9. Juli 2025 in Paris wiederum seine Besorgnis über Infrastruktur- und Bergbauvorhaben im und am trilateralen Weltnaturerbe Wattenmeer bekräftigt. Es würdigte zwar die koordinierten Bemühungen der drei Wattenmeerstaaten um seinen Schutz, regte aber zusätzliche Überlegungen zur Einrichtung einer gemeinsamen Pufferzone an und forderte zur zügigen Erarbeitung der übergreifenden strategischen Umweltprüfung (Joint SEA) auf. Das Weltnaturerbe Wattenmeer bleibt Gegenstand der besonderen Beobachtung durch die UNESCO. Die Staaten sind daher aufgefordert, zur Sitzung im kommenden Jahr über Entwicklungen bei allen hervorgehobenen Themen zu berichten.

www.waddensea-worldheritage.org/news/world-heritage-committee-adopts-decision-regarding-wadden-sea

Fachliche Unterstützung für Erweiterung des Welterbes Getbol um koreanische Wattflächen

© Getbol

In Südkorea gibt es nach wie vor bedeutende Wattflächen, die im Zusammenhang mit den weiteren Wattflächen im Gelben Meer von ähnlich hoher Bedeutung für den Vogelzug sind, wie „unser“ europäisches Wattenmeer. Seit 2009 existiert daher eine enge Kooperation zwischen dem Wattenmeer und den für den Naturschutz in Südkorea verantwortlichen Institutionen (www.waddensea-worldheritage.org/de/vereinbarung-korea-wattenmeer). Die intensiven Schutzbemühungen in Südkorea haben 2021 zur Anerkennung eines großen Teils der südkoreanischen Wattflächen als Weltnaturerbe geführt (whc.unesco.org/en/list/1591/). Dieses Weltnaturerbe soll nun erweitert werden. Zur Vorbereitung der Begutachtung durch die UNESCO hatte das südkoreanische Welterbeteam bei der Trilateralen Wattenmeerkooperation Unterstützung angefragt. Gregor Scheiffarth fuhr vom 7. – 14. Juni 2025 hin und konnte zusammen mit Angie Stringer vom australischen New South Wales National Parks & Wildlife Service die verschiedenen Erweiterungsgebiete mit ihrer bemerkenswert hohen Biodiversität begutachten. Hierbei konnten viele Hinweise für den Prozess der Welterbe-Erweiterung gegeben werden.

Bernhard Rauhut, Leiter des Wattenmeer Besucherzentrum Cuxhaven, besuchte ebenfalls im Frühjahr Korea und referierte vor Ort über die Informations- und Bildungsarbeit im Wattenmeer (Bericht). Wir drücken dem World Heritage Promotion Team of Korean Tidal Flats die Daumen für die Anerkennung der Erweiterungsgebiete.

Junge Menschen engagieren sich für das Wattenmeer: Commerzbank-Umweltpraktikum 2025 läuft seit Ende April

© Christian Schmidt

Auch in diesem Jahr engagieren sich wieder junge Menschen im Rahmen des Commerzbank-Umweltpraktikums für den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die Aufgaben der Praktikant*innen sind ganz unterschiedlich, von Umweltbildung bis Öffentlichkeitsarbeit – sie alle können den Nationalpark jedoch ganz nah miterleben. Insgesamt vier Praktikumsstellen wurden 2025 besetzt: in der Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich, auf dem Nationalpark-Schiff Feuerschiff Borkumriff auf Borkum sowie im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum und in der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven.

Am 24.07.2025 haben sich drei der vier Praktikant*innen in Norddeich getroffen. Sie hatten die Möglichkeit, sich über ihr Praktikum auszutauschen und die Seehundstation zu erleben. Neben der Besichtigung der immersiven Ausstellung konnten sie auch eine Fütterung der jungen Seehunde miterleben. Mit dabei war auch Hannah Wilting aus der Nationalparkverwaltung, die das Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer koordiniert. „Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr wieder vier jungen Menschen besondere Naturerlebnisse und wertvolle Berufserfahrungen in unserem Nationalpark ermöglichen konnten“, sagt sie.

Übrigens: Paula Otto, diesjährige Umweltpraktikantin in der Nationalparkverwaltung, hat in einem Tagebucheintrag von ihrem Einsatz beim Muschelmonitoring berichtet:

umweltpraktikum.com/praktikanten-berichten/tagebuecher/praktikantinnen-2025/muschelmonitoring

Lust bekommen?

Bewerbungen für die Praktikumsstellen 2026 sind ab 01. November 2025 bis 15. Januar 2026 auf www.umweltpraktikum.com möglich.

ijgd - Internationale Jugendgruppe engagiert sich wieder für den Erhalt der Wangerooger Küstenheide

© Mia Ruppaner / NLPV

Beim 16. Jugendcamp packten Jugendlichen aus Mexiko, Frankreich, Spanien, Polen, Belgien, Tschechien, Großbritannien und Deutschland tatkräftig mit an. Seit Montag, dem 28. Juli 2025, sind erneut 14 junge Menschen zwischen 16 und 23 Jahren aus verschiedenen Ländern für zwei Wochen im Heidegebiet auf Wangerooge aktiv. Im Rahmen eines internationalen Jugendprojektes führen sie Landschaftspflegemaßnahmen durch, um den besonderen Lebensraum der Wangerooger Küstenheiden zu erhalten und zu schützen.

Neue Gesichter in der Nationalparkverwaltung

© Normann Grabow / NLPV

Moin! Mein Name ist Lena Tünnermann. Ich bin 18 Jahre alt und beginne in diesem Jahr mein FÖJ im Bereich Bildung bei der Nationalparkverwaltung. Ursprünglich komme ich aus Hameln, wo ich in diesem Jahr mein Abitur absolviert habe. Ich freue mich auf eine lehr- und erlebnisreiche Zeit, welche mir unter anderem als berufliche Orientierung dienen soll.

Moin! Mein Name ist Mia Ruppaner. Ich bin 19 Jahre alt und komme ursprünglich aus Karlsruhe. Dort habe ich dieses Jahr mein Abitur absolviert. Seit Anfang August habe ich mein FÖJ hier in der Nationalparkverwaltung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media begonnen. Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit und bin gespannt, was auf mich zukommen wird.

Hallo, ich bin Karsten Schöpfer. Seit August bin ich in der Nationalparkverwaltung für das Projekt Smart Park verantwortlich und werde mich um das Thema digitales Besuchermanagement kümmern. Das passt ganz gut, denn ursprünglich komme ich aus dem Tourismus und war in verschiedenen Regionen in Deutschland und im Ausland im Destinationsmanagement und -marketing tätig. Studiert habe ich (vor langer Zeit mal) Geografie mit Schwerpunkt Tourismus und Kartografie. Im Rahmen des Projekts werden wir das digitale Besuchermonitoring im Nationalpark voranbringen und bei der Besucherinformation und -lenkung neue digitale Wege gehen.

Moin, ich bin Annika Pollmann und arbeite seit Anfang August in der Nationalparkverwaltung im Projekt „Naturerleben Festlandküste“ mit. Dabei unterstütze ich unter anderem die Entwicklung und Umsetzung eines Konzepts für Naturerleben entlang der Festlandküste des Nationalparks. Außerdem beschäftige ich mich mit Besucherlenkung und der allgemeinen Gebietsbetreuung. Im März dieses Jahres habe ich mein Masterstudium der Marinen Umweltwissenschaften an der Universität Oldenburg abgeschlossen und freue mich nun sehr, aktiv zum Schutz dieses außergewöhnlichen Ökosystems beitragen zu dürfen.

Neue Gesichter in der Nationalparkverwaltung: Andree Halpap

© NLPV

Für die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer arbeite ich derzeit auf der Insel Baltrum. Für mich eine sehr besondere Arbeit, mit der ich zu den ganz persönlichen Wurzeln meiner Naturschutzarbeit zurückkehre – denn ich hatte das große Glück, bereits zur Zeit der Gründung des Nationalparks einige Jahre als Dünen- und Vogelwart auf mehreren Ostfriesischen Inseln arbeiten zu dürfen.

 Seit April betreue ich die Naturschutzmaßnahmen für die Baumaßnahme der Firma Tennet im Osten der Insel Baltrum, bei der Kabel zur Anbindung von Offshore Windenergieanlagen verlegt werden. Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen, mögliche Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten. Und zwar die Beeinträchtigungen für die Insel Baltrum als ganz besonderer Naturraum genauso, wie die Beeinträchtigungen für die Insel Baltrum als Heimat für Insulanerinnen und Insulaner sowie als Erholungsort für Gäste.

 Andree Halpap

Artenschutzfachkraft Baltrum für die NLPV

Mobil: 0152 59101881

Mail: afk.baltrum@gmail.com

Frisch zertifiziert: 87 neue Junior Ranger*innen im Wattenmeer

© NLPV

In der Grundschule Carolinensiel, im Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven und in den WattWelten auf Norderney wurden diesen Sommer insgesamt 87 Kinder feierlich als Junior Ranger*innen ausgezeichnet.

Bei drei abwechslungsreichen Veranstaltungen präsentierten die Junior Ranger ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr – mit Plakatausstellungen, kleinen Theaterstücken, selbstgedrehten Filmen und einer Tür aus Meeresmüll. Anschließend überreichte Melanie Krieger von der Nationalparkverwaltung die Urkunden an die Kinder der Junior Ranger-Gruppe Norderney sowie an die Viertklässler*innen der beiden Biosphärenschulen Grundschule Rheinstraße in Wilhelmshaven und der Grundschule Carolinensiel.

NordOstsee Galerie feierlich in Cuxhaven eröffnet

© Bernhard Rauhut

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Wattenmeer-Besucherzentrums Cuxhaven (WattBz) im modernen Holzbau sowie des 35-jährigen Bestehens des Nationalparks Jasmund haben das WattBz und das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl bei Sassnitz auf Rügen in enger Zusammenarbeit eine gemeinsame Outdoor-Galerie konzipiert. Unter dem Titel „Gemeinsam am Meer – NordOstsee Galerie“ fand die feierliche Eröffnung am 18. Juni durch den Oberbürgermeister Cuxhavens, Uwe Santjer, und den Bürgermeister von Sassnitz, Leon Kräusche vor geladenen Gästen statt.

 Seitdem zeigen am hochfrequentierten Dünenweg – eingebettet zwischen Küstenheide und Wattenmeer mit Blick auf die Insel Neuwerk – 20 großformatige Fototafeln bildgewaltig die Schönheit und Vielfalt der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer und des Nationalparks Jasmund. Insgesamt führen zehn verschiedene Motivpaare durch die Bilderausstellung. Neben Eindrücken des jeweiligen Nationalparks in seiner Gesamtheit, dem Weltnaturerbe an bzw. in Nord- und Ostsee, der Klifflandschaft sowie Flora und Fauna, zeigen die Bilder typische Wahrzeichen aus der Region, lokale Dichter und Kunstwerke, Menschen und nicht zuletzt die Informationszentren am jeweiligen Standort selbst. Die Galerie ruft nicht nur zum Suchen von Unterschieden, sondern insbesondere zum Finden der vielen Gemeinsamkeiten zwischen der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer und dem Nationalpark Jasmund auf. Alle Bilder sind sowohl in Cuxhaven als auch in Sassnitz zu sehen.

Die NordOstsee Galerie ist aus der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem WattBz und dem Nationalparkzentrum am Königsstuhl entstanden. Zugleich ist es das erste gemeinsame Projekt der beiden Partnerstädte Cuxhaven und Sassnitz.

 Die Outdoor-Ausstellung wurde mit der Produktion der Bildtafeln durch die CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie durch die finanzielle Unterstützung der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH und dem Hotel Wehrburg in Cuxhaven ermöglicht.

 Noch bis zum 30. September 2025 kann die NordOstsee Galerie in Cuxhaven zu jeder Tageszeit kostenfrei besucht werden.

Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven lädt zu Nachhall-Fest 2025

Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven feiert am 22.08.2025 sein 10-jähriges Bestehen im modernen Bau direkt am Sahlenburger Strand!

Ein vielseitiges Programm erwartet die Besucher: Interessante Workshops, kulinarische Genüsse, stimmungsvolle Musik und viele weitere Angebote aus dem regionalen Partnernetzwerk direkt am Besucherzentrum rundeten den Abend ab.

Neue Publikation: Reaktion von Gastvogelbeständen auf Umweltveränderungen

Je länger gute Monitoringdatenreihen sind, umso weitergehende inhaltliche Auswertungen sind möglich. Seit 1987/88 werden die Gastvögel im gesamten Wattenmeer standardisiert erfasst und gemeinsam ausgewertet. In einer aktuellen Auswertung wurde dieser Datensatz mit anderen Langzeitdatenreihen verschnitten. Dabei kam heraus, dass in den Datenreihen eine enge Beziehung in den Beständen Wattfauna fressender Vogelarten zu 1. großräumigen klimatischen Veränderungen, 2. der Einleitung von Nährstoffen in das Watt und 3. der Biomasse der Wattorganismen besteht. Interessant sind dabei auch die regionalen Unterschiede in den Gastvogelbeständen.

Die Originalpublikation ist frei verfügbar:

Laursen, K., van Beusekom, J. E. E., Bregnballe, T., Kleefstra, R., Frikke, J., Günther, K., Hälterlein, B., Hornman, M., Ludwig, J., Meyer, J., Scheiffarth, G., Pedersen, C. L., & Møller, A. P. (2025). Climate and de-eutrophication affect abundance of benthos-feeding waterbirds in the Wadden Sea during stop-over. Marine Biodiversity, 55(4), 66. doi.org/10.1007/s12526-025-01554-9

Buchtipp:  „Crossing Borders, blending perspectives"

Die Wattenmeer-Region steht für viele Spannungen und Widersprüche der heutigen Gesellschaft, z. B. Klimawandel, Tourismus und nachhaltige Entwicklung. 10 Studierende und 10 Forscher haben insgesamt 600km zu Fuß oder mit dem Fahrrad über Grenzen hinweg zurückgelegt, um sich mit verschiedenen Interessenvertretern, Praktikern und Entscheidungsträgern zu diesen Themen auszutauschen.

Das Buch enthält Beiträge von Forschern, Erfahrungen von Studenten sowie Stimmen aus der Praxis aus der Region, die Kontraste, Verbindungen und Wechselbeziehungen zwischen Gesellschaft und Ökologie, kulturellem und natürlichem Erbe, Lehren und Lernen aufzeigen. Es zeigt den Weg für eine multidisziplinäre transdisziplinäre Forschung auf und gibt Anregungen für Fortschritte in der Hochschulbildung.

Herausgeber: Ingo Mose, Janne Liburd, Cormac Walsh, Elen-Maarja Trell and Frans J. Sijtsma

ISBN: 978-94-034-3118-5

Meer schreiben - Exkursionen und Schreiben im Weltnaturerbe Wattenmeer

Lassen Sie sich von der Wildnis des Wattenmeeres inspirieren: Mit der Schriftstellerin Anja Liedtke tauchen Sie ein in die Inselnatur Spiekeroogs und gelangen von der präzisen Naturbeschreibung zu einer poetischen Darstellung der Wattenmeer-Natur.

Für die Teilnahme an der Schreibwerkstatt sind keine Vorkenntnisse notwendig. Die Teilnehmendenzahl ist auf 12 Personen beschränkt.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: "Meer Schreiben" mit Anja Liedtke - Nationalpark Wattenmeer

Zeit: 27. bis 31. Oktober 2025

Ort: CVJM-Haus Quellerdünen, Spiekeroog

Vortragsabend Münster

Spannendes aus dem Leben der Sturmmöwe: Vortragsabend im LWL-Planetarium Münster

Das LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer laden gemeinsam für den 11.9.2025 um 19 Uhr zu einem Vortragsabend ein. Thema des Abends ist der diesjährige Titelvogel der 17. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: die Sturmmöwe. Der Eintritt ist frei.

Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, stellt die Sturmmöwe vor. Neben Eindrücken aus dem Brutgebiet der Sturmmöwe, unter anderem dem Partnerland der diesjährigen Zugvogeltage, Finnland, zeigt er auf, wie charakteristisch sie die Wattenmeer-Natur bereichert.

Christopher König vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) gibt einen umfassenden Einblick in die Datenlage zur Verbreitung der Sturmmöwe in Deutschland. Er gibt einen profunden Überblick über den Brutbestand in Deutschland und das Rast- und Überwinterungsgeschehen. Im Ausblick wird Christopher König auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Brut- und Rastbestände vorstellen.

Zeit: 11.09.2025, 19:00 Uhr

Ort: LWL-Planetarium, Münster

Vortragsabend Oldenburg

Vortragsabend zur Einstimmung auf die 17. Zugvogeltage im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

Riesige Schwärme am Himmel, lautes Geschnatter und Rufen: Der Vogelzug fasziniert die Menschen weltweit. Zur Einstimmung auf die 17. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer führt Dr. Andrea Flack vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell am Bodensee in die Zugvogelforschung ein.

In ihrem spannenden Vortrag stellt sie ihre aktuelle Forschung zum Weißstorch vor – einem faszinierenden Studienobjekt, das zwar kein typischer Wattenmeervogel ist, aber durch seine beeindruckenden Zugbewegungen und Lebensweisen viel über Vogelzug verrät. Dr. Flack nimmt Sie mit auf eine Reise durch ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse und zeigt, wie vielfältig und komplex das Thema Vogelzug tatsächlich ist. Tauchen Sie ab in die spannende Welt des Vogelzugs und lassen Sie sich von aktueller Forschung begeistern!

Zeit: 16.09.2025, 18:30 Uhr

Ort: Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

Eintritt: 3 Euro

17. Zugvogeltage

Am 11. Oktober 2025 starten zum 17. Mal in Folge die Zugvogeltage. Das diesjährige Partnerland ist Finnland und der diesjährige Titelvogel ist die Sturmmöwe. Besucher*innen haben bei über 350 hochwertigen Veranstaltungen die Möglichkeit, den Vogelzug hautnah mitzuerleben und so die enorme Bedeutung des Wattenmeers für den interkontinentalen Vogelzug zu erfahren. Die Veranstaltungsreihe endet am 19. Oktober 2025 mit dem Zugvogelfest in Horumersiel.

Wadden Sea Day 2025

Am 28. August findet der diesjährige Wadden Sea Day statt unter dem Titel "Crossing the Dyke". Weitere Informationen lesen Sie hier.

International Scientific Wadden Sea Symposium

Vom 28. bis zum 30. Oktober 2025 treffen sich Wissenschaftler*innen aus dem Trilateralen Wattenmeer in Groningen zum International Scientific Wadden Sea Symposium. Mehr dazu lesen Sie hier.

East Atlantic Flyway Youth Forum 2025

Junge Naturschutzakteur*innen aus den Küstenstaaten des Ostatlantischen Zugwegs treffen sich 11. - 12. Oktober online, um gemeinsam Wege zu erarbeiten, wie internationale Umweltvereinbarungen durch lokale Initiativen und Engagement junger Menschen wirksam umgesetzt werden können.

www.waddensea-worldheritage.org/news/young-conservation-leaders-convene-online-4th-east-atlantic-flyway-youth-forum

Hrsg.: Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
Virchowstr. 1, 26382 Wilhelmshaven
Tel. 04421 911-0
E-Mail: presse@nlpvw.niedersachsen.de

Redaktion: Florian Carius, Mia Ruppaner, Jan Wagner

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