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Liebe Freundinnen und Freunde des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer,
am 1. Januar 1986 wurde unser Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer begründet! Zum 40. Geburtstag können wir stolz und erfreut zurückblicken und angesichts des gemeinsam Erreichten feststellen: Nationalpark wirkt! Wir danken für die zahlreichen Glückwünsche, die uns seit Jahresbeginn erreicht haben und allen, die unser rundes Jubiläum schon jetzt auf vielfältigste Weise unterstützt und kräftig mitgefeiert haben.
All das stärkt unsere Motivation, auf diesem Wege weiter zu machen, die besondere Wattenmeernatur gut zu schützen und mit Ihrer Mitwirkung die Wirkungen des Nationalparks auch künftig in ganzer Breite zur Entfaltung zu bringen: für Natur und Mensch. Der Nationalpark ist auf Botschafter*innen und lautstarke Fürsprache angewiesen. Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre unserer Jubiläumsbroschüre sowie dieser ersten Newsletter-Ausgabe im laufenden Jubiläumsjahr.
Ihr Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung
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40 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer |
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Zum 1. Januar 1986 wurde der Nationalpark ausgewiesen – 2026 feiern wir seinen 40. Geburtstag. 1986 war er der landesweit erste und bundesweit vierte Nationalpark. Nach wie vor sind das Schleswig-Holsteinische und Niedersächsische Wattenmeer die flächenmäßig größten Nationalparke am europäischen Festland außerhalb von Russland. Seit 40 Jahren schützt der Nationalpark das Wattenmeer und wirkt auf Natur und Mensch. Die Meilensteine der Nationalpark-Entwicklung haben wir in einer Chronik zusammengetragen. |
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Offizieller Festakt mit Ministerpräsident Lies und Umweltminister Meyer
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Am 6. Februar 2026 feierten zahlreiche Akteur*innen aus Niedersachsen das 40-jährige Bestehen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer mit einem Fest im Atlantic-Hotel (Nationalpark-Partner) in Wilhelmshaven. Rund 250 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden, Verwaltung und der Nationalpark-Familie kamen zusammen, um unter dem Motto „Nationalpark wirkt!“ die Bedeutung des Nationalparks für den Erhalt der Natur, aber auch für die Menschen in unserer Region zu würdigen. In Festreden, unter anderem von Ministerpräsident Olaf Lies und Umweltminister Christian Meyer, wurden die Erfolge des Nationalparks und die Herausforderungen für die Zukunft hervorgehoben. Fazit des Tages war die gemeinsame Anerkennung der Rolle des Nationalparks als verbindendes Element für die Region und als internationales Vorbild für wirksamen Naturschutz. |
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Im Rückblick auf seine ersten vier Jahrzehnte stellen wir in vielerlei Hinsicht fest: Nationalpark wirkt! Mit unserer gleichnamigen Jubiläumskampagne möchten wir die vielseitigen Wirkungen des Nationalparks beleuchten: auf den Lebensraum, auf seine Bewohner, durch seine Schutzmechanismen, durch seine Innovationen, auf seine Besuchs-Gäste und auf seine Anwohner*innen. Seine Wirkungen sehen wir heute im Rückblick auf gestern, und sie werden sich auch morgen weiter entfalten. Viele Menschen haben daran einen Anteil, haben über die Jahrzehnte mitgewirkt – wofür wir zutiefst dankbar sind.
Inhaltliches Grundgerüst der Jubiläumskampagne bildet eine Sammlung von 40 Beispielen aus vier Jahrzehnten, die das Jubiläumsmotto „Nationalpark wirkt!“ illustrieren. Sie wurden zum Festakt in einer Broschüre aufbereitet und werden seitdem wöchentlich in den sozialen Medien (Instagram|Facebook) ausgespielt. Zudem wurde ein Vortrag erarbeitet, der beim Festakt in Auszügen und am 20.02.2026 in einer Schulung Multiplikator*innen vorgestellt wurde, sodass er im Verlauf des Jubiläumsjahres an verschiedenen Orten zu sehen sein wird. Die Themen werden des Weiteren in einer Wanderausstellung aufbereitet, die im Sommer im Niedersächsischen Landtag eingeweiht und im Herbst im Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven zu sehen sein wird. |
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Erste Adresse des Wattenmeeres |
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In Wilhelmshaven ist ein wichtiger Meilenstein für das Trilaterale Weltnaturerbe-Wattenmeer-Partnerschaftszentrum (TWWP) erreicht: Die künftigen Mieter haben ihre Mietvorverträge unterzeichnet. Zu ihnen gehören die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, das Gemeinsames Wattenmeersekretariat sowie die Tourismusagentur Nordsee. Damit ist eine zentrale Voraussetzung für den Baustart im Sommer am Banter See erfüllt und die Finanzierung des Projekts gegenüber der Stadt Wilhelmshaven als Bauträger weiter abgesichert. Der Vertragsabschluss fand feierlich im Vorfeld des Festaktes zum 40-jährigen Nationalpark-Jubiläum statt. |
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Erweiterung des Planwerks zu Natura 2000-Managementmaßnahmen im Nationalpark
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Im Januar 2022 hat die Nationalparkverwaltung ihr erstes Planwerk zu Natura 2000-Managementmaßnahmen im FFH Gebiet 001 „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ veröffentlicht. Dieses fasst die Maßnahmenplanung für die wertbestimmenden Lebensraumtypen und Arten des Gebietes zusammen und definiert entsprechende Erhaltungsziele. Im Dezember 2025 wurde dieses Planwerk durch die Nationalparkverwaltung aktualisiert und um eine Maßnahmenplanung für das EU-Vogelschutzgebiet V01 „Niedersächsisches Wattenmeer und angrenzendes Küstenmeer“ erweitert, welches die Ruhe- und Zwischenzonen des Nationalparks sowie das Naturschutzgebiet „Borkum Riff“ umfasst. Erhaltungsziele und Managementmaßnahmen für alle wertbestimmenden und sonstigen signifikanten Brut- und Gastvogelarten des Gebietes (insgesamt 91 Arten) werden dabei in Maßnahmenblättern dargestellt. Diese beziehen sich jedoch nicht auf einzelne Arten, sondern auf jeweils fünf funktionale Gilden, welche die Arten vor allem entsprechend ihrer bevorzugten Lebensräume bzw. Ernährungsweise zusammenfassen. Die Managementplanung ist eine Fachplanung für den Nationalpark, dessen Umsetzung in Einzelmaßnahmen und den jeweiligen Genehmigungsverfahren mit Beteiligten erfolgt. |
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Workshop zur Biologie der Sandkorallen
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Die Sandkoralle (Sabellaria spinulosa) wird zwar „Koralle“ genannt, ist aber ein Ringelwurm, der in den ständig mit Wasser bedeckten Bereichen der Nordsee lebt. Er baut sich eine Röhre aus Sandkörnern. Wenn viele Individuen an derselben Stelle siedeln, können sich feste Riffstrukturen aus den miteinander verklebten Röhren bilden. Diese Riffe bilden für weitere Organismen einen Lebensraum, in den sonst über weite Flächen sandigen Bereichen des Meeresbodens ein „Zentrum der Biodiversität“. Sandkorallenriffe waren im Wattenmeer historisch sehr verbreitet, allerdings gibt es hier seit über 25 Jahren keinen Fund mehr von lebenden Riffen. Es wird davon ausgegangen, dass das Verschwinden der Riffe auf menschliche Aktivitäten zurück geht. Daher ist es das Ziel, zusammen mit dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer die Lebensbedingungen für Sandkorallenriffe wieder herzustellen. Zu diesem Zweck trafen sich im Januar Expert*innen aus Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Schleswig-Holstein und Niedersachsen bei der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven, um sich zum Wissen über die Lebensraumansprüche, die Ökologie und die Optionen zur Wiederherstellung von Sandkorallenriffen auszutauschen. Damit ist ein erster Schritt zur Vernetzung der Akteure europaweit getan. Jetzt gilt es, die zusammengetragenen Informationen für weitere Aktivitäten und vor allem zur Planung künftiger Schritte auszuwerten. |
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Welches Gefühl verbinden Sie mit dem Wattenmeer? Das Wattenmeer ist ein faszinierender Lebensraum voller Bewegung, Energie und mit vielfältigem Leben. Ein einzigartiger Schatz der Natur und auch eine Verpflichtung, dieses wichtige Weltnaturerbe zu schützen. Und der Nationalpark ist beliebter Erholungsort in der Natur, den wir nicht zerstören oder beeinträchtigen dürfen.
Was hat der Nationalpark in 40 Jahren Besonderes erreicht? Der Nationalpark wirkt. Viele Tierarten – vom Seehund bis zu vielen Zugvögeln – haben sich durch den Schutzstatus wieder erholt. Und andere, wie die ausgestorbene Kegelrobbe, sind zurückgekehrt. Und noch ein großer Erfolg: Dünnsäureverklappung und Meeresverschmutzung mit Öl und anderen Chemikalien wurden verboten. Naturflächen werden vor Zerstörung geschützt und es wird viel in das Rangersystem, in Umweltinformation, die Artenvielfaltsforschung und die Wiederherstellung der Natur (etwa von Salzwiesen) investiert. Unser Weltnaturerbe Wattenmeer wird durch den Nationalpark dauerhaft vor Zerstörung geschützt.
Was bereitet Ihnen die größten Sorgen mit Blick auf das Wattenmeer? Die Klimakrise mit Erwärmung der Nordsee sowie der Lebensräume der Zugvögel und der steigende Meeresspiegel sind die größte Bedrohung für den Lebensraum Wattenmeer. Gleichzeitig wirken viele Gefahren auf ihn ein, von der geplanten Gasförderung am Rande des Nationalparks, über zunehmenden Schiffsverkehr, weitere Vermülllung insbesondere durch Plastikabfälle bis hin zu vielfältigen Nutzungsansprüchen. Gleichzeitig müssen wir dem massiven Rückgang der Seegrasflächen entgegenwirken und in unseren Nationalpark weiter investieren, um ihn auch für kommende Generationen zu erhalten. |
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Immer eine Überraschung - Winterspülsäume
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© Benedikt Wiggering / NLPV
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Was gibt es im Winter Erholsameres als einen eisigen Winterspaziergang an den Stränden des Wattenmeeres? Einen Winterspaziergang an den Stränden des Wattenmeeres, auf dem man etwas besonderes im Spülsaum gefunden hat! Über für das Gebiet neue Arten (wie Elfzähnige Rundkrabben oder Manila-Teichmuscheln), über heimische Seltenheiten (wie Kahnfüßergehäuse) bis hin zum Allseits begehrten Bernstein lässt sich eine Menge Spannendes finden. Und nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber – melden Sie Ihre Funde (ob häufig oder selten) direkt am Strand über Beachexplorer.org (beziehungsweise der gleichnamigen kostenlosen App) und unterstützen Sie so direkt unsere Wissensgrundlage für den Nationalpark. In diesem Sinne viel Spaß beim Entdecken nach der nächsten Wintersturmflut. |
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Erleben und Leben: Juleica-Ausbildung und Teamercamp 2026
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Vom 23.–27. März bietet die NAJU Niedersachsen die Möglichkeit einer Ausbildung zum Erwerb der Jugendleiter*in-Card (Juleica) in Otterndorf. Hierzu sind alle herzlich eingeladen, seien es FÖJler*innen, BFDler*innen, zukünftige Teamer*innen eines Camps oder auch angehende Gruppenleiter*innen. Die Schulung wird mit dem Schwerpunkt Naturpädagogik stattfinden.
Das Teamercamp, welches vom 01.–03. März 2026 auf dem Gulfhof Friedrichsgroden in Harlesiel stattfindet, stellt eine ideale Ergänzung zur Juleica-Ausbildung dar. Dort bietet sich die Gelegenheit, miteinander praktische Erfahrungen zu sammeln. Hierzu zählen unter anderem Tipps und Tricks für Outdoor-Camps, erste Hilfe sowie der Umgang mit schwierigen Situationen. Junior Ranger*innen mit einer gültigen Juleica können durch die Teilnahme ihren Junior Ranger-Teamerstatus erzielen. Eingeladen sind aber natürlich alle, die sich mit den Inhalten identifizieren, ob mit oder ohne gültiger Juleica! |
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Biosphären-Bike Tide jetzt am Start
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Mit „Tide“ unterwegs in der Biosphären-Stadt Cuxhaven: Zur Förderung der nachhaltigen Mobilität stellt die Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer der Stadt Cuxhaven ein hochwertiges, elektrisch unterstütztes Lastenfahrrad zur Verfügung. „Das Angebot des Biosphären-Bikes unterstützt unsere Mobilitätsziele, indem es Einheimische und Gäste einlädt, ein Lastenrad zu testen, um mehr Wege im Alltag mit dem Fahrrad zurückzulegen“, freute sich Cuxhavens Stadtbaurat Andreas Eickmann bei der Vorstellung am 10. Februar 2026. „Innovative und umweltfreundliche Lösungen im Alltag sichtbar zu machen sowie das Leben nachhaltiger zu gestalten, gehört zu den Leitideen der Biosphärenregion“, ergänzte Mira Hohmann, Mitarbeiterin für die Biosphärenregion bei der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. |
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Medienbox Nachhaltigkeit in Sande vorgestellt |
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Lehrer*innen können sich seit kurzem Medienboxen bei der Gemeindebibliothek Sande ausleihen, um mit ihren Klassen die Themen Biodiversität und Nachhaltigkeit sowie Gefühle zu bearbeiten. Die Materialien ermöglichen Grundschulkindern einen Zugang zum Thema: Mit Geschichten von der bunten Welt der Insekten sowie wattenmeertypischen Tieren wie Seehund und Brandgans wird beispielsweise vermittelt, welche Probleme Müll im Meer bereitet. Hinzu kommen kindgerechte Nachschlagewerke und Mitmach-Tipps. „Wir freuen uns über die finanzielle Unterstützung der Biosphärenregion bei der Anschaffung der Unterrichtsmaterialien zum Thema Nachhaltigkeit“, erläutert Lajos Rother, Leiter der Gemeindebibliothek bei der Vorstellung am 5. Februar 2026. Die Nationalparkverwaltung unterstützt die Kommunen der Biosphärenregion, darunter Sande, bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten. |
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Realschule Dornum als Biosphärenschule ausgezeichnet
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Am 14. Januar 2026 fand die feierliche Zertifizierung der Realschule Dornum als 19. Biosphärenschule im Beisein des Dornumer Bürgermeisters statt. Die Schule möchte ihren Schüler*innen Naturschutz und Nachhaltigkeit greifbarer machen, etwa durch Besuche des Nationalpark-Hauses Dornumersiel oder durch jahrgangsspezifische Lerninhalte mit Wattenmeer-Bezug. Biosphärenschulen verankern eine Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulkonzept, sodass die Schüler*innen noch mehr Verständnis für ihre Umwelt entwickeln. |
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Junge Leute engagieren sich im Naturschutz
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Für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) warten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer in diesem Jahr wieder 30 Stellen auf motivierte Bewerber*innen. Wer Interesse hat, kann sich online informieren und noch bis Ende Februar bewerben. Die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven selbst bietet zwei FÖJ-Stellen inklusive einer Dienstunterkunft an, einmal in der Öffentlichkeitsarbeit mit Fokus auf digitale Medien und einmal in der Bildungsarbeit mit Fokus auf Junior Ranger.
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Ein Jahrzehnt erfolgreiche Zusammenarbeit in Gambia
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© Department of Parks and Wildlife Management
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Seit 2016 arbeitet die Nationalparkverwaltung eng mit dem „Department of Parks and Wildlife Management“ in der Republik Gambia zusammen. Was als eine Kooperation im Rahmen der „Wadden Sea Flyway Initiative“ zur gemeinsamen Durchführung des Mittwinter-Monitoring für Gastvögel (also der Wasser- und Watvögel) in allen wichtigen Lebensräume in Gambia begann, ging immer mehr zum „capacity building“ über, also zur Schaffung von Grundlagen für die eigenständige Durchführung durch unsere gambischen Kolleginnen und Kollegen. Mit der Anerkennung des Biosphärenreservats Niumi durch die UNESCO 2024 war der letzte große Meilenstein dieser erfolgreichen bilateralen Zusammenarbeit begründet. Entsprechend wurden bei unserem zehnten Besuch nicht nur gemeinsam Wasser- und Watvögel in den Küsten- und Feuchtgebieten von Gambia gezählt. Es wurden auch die nächsten Schritte für die Zusammenarbeit im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, Bildung und vieles mehr besprochen. In zwei Masterarbeiten konnten bereits wichtige Grundlagen für das Rahmenkonzept des Biosphärenreservates gelegt, Mangroveklassifizierungsarbeiten vor allem auch im Hinblick auf die Funktion dieses Lebensraumtypes für die Festlegung von Kohlenstoff als Beitrag zum Klimaschutz vorgenommen sowie eine breit angelegte Studie zur Beteiligung vielfältiger Bevölkerungsgruppen im Niumi-Biosphärenreservat durchgeführt werden. |
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Ein neues Gesicht in der Verwaltung
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Moin, ich bin Dr. Jennifer Sobiech-Wolf. Seit Anfang Januar arbeite ich in der Nationalparkverwaltung im Projekt „Kohlenstoffspeicherung durch natürliche Salzwiesenentwicklung im Bereich von Sommerpoldern der Wurster Küste (KoNaS-WK)“ aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz und übernehme des Weiteren die Gebietsbetreuung im Landkreis Cuxhaven. Nach meinem Studium der Landschaftsökologie und Geophysik in Münster (Westfalen) und Trondheim (Norwegen) war ich lange als Wissenschaftlerin beschäftigt und habe mich in dieser Zeit vor allem mit Fernerkundung in Polargebieten und mit den Auswirkungen des Klimawandels befasst. Zuletzt war ich in kommunalen Verwaltungen tätig, wo ich mich um die Themenfelder Klimaanpassung sowie Klima- und Umweltplanung gekümmert habe. Nun freue ich mich auf ein spannendes Projekt, neue Erfahrungen und darauf, Teil des Teams der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer zu sein. |
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Die Flussseeschwalbe im Fokus: Neue Außenstelle des UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrums Wilhelmshaven |
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Die Ausstellung zur Flussseeschwalben-Brutkolonie am Banter See wurde am 12. Mai 2023 mit dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs eröffnet. Sie bildet seit dem 1. Oktober 2025 eine Außenstelle des UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrums. 2025 wurde sie mit Mitteln der Biosphärenregion für Wilhelmshaven als Mitgliedskommune unterstützt, seit 2026 wird sie als Nationalpark-Infostelle durch das Land Niedersachsen gefördert. Die Ausstellung präsentiert den Besuchenden auf vielfältige Art und Weise das Leben, die Biologie und auch die Zugrouten der Flussseeschwalbe, wie sie seit Jahrzehnten durch das Institut für Vogelforschung erforscht werden. Ein besonderes Highlight stellt das große Schaufenster dar, durch welches man direkt auf die Brutkolonie als Naturdenkmal blicken kann. Die Öffnungszeiten sind von April bis Oktober: Samstag und Sonntag von 12 bis 16 Uhr. Termine für Gruppen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich. Wir freuen uns auf die Rückkehr der Flussseeschwalben aus ihren Überwinterungsgebieten im April! |
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Eine Fliegenart für Bernd Oltmanns
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Jede biologische Art braucht einen Namen, so will es das „Systema Naturae“ und der Code der Zoologischen Nomenklatur. Dabei sind den Autor*innen viele Möglichkeiten gegeben – ob die Benennung nach einem Ort, einer Körpereigenschaft, zufällige Buchstabenfolge oder als Widmung an eine Person. Jens-Hermann Stuke ist Fliegen-Experte in der Ostfriesischen Region. Er hat in der Krummhörn eine der Wissenschaft bisher unbekannte Fliegenart gefunden und zu Ehren unseres verstorbenen Kollegen Bernd Oltmanns (1968–2025) benannt: Scatophila oltmannsi (Stuke, 2025). Bernd „engagierte sich besonders für den Schutz der Lebensräume dieser neuen Art, vor allem in der Leybucht“, so der Namensgeber. Wir freuen uns sehr über diese bleibende Würdigung von Bernds Wirken.
Stuke, J-H. (2025) Taxonomic and faunistic comments on European Scatophila Becker (Diptera: Ephydridae), with descriptions of four new species. Integrative Systematics 8(2): 97–125. DOI: 10.18476/2025.767630 |
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Junior Ranger Veranstaltung-Programm 2026 online
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Auch in diesem Jahr bietet das Junior Ranger Programm für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 18 Jahren vielfältige und spannende Veranstaltungen sowie Camps. Die Camps finden an verlängerten Wochenenden oder in den Schulferien statt. Die Termine sind auf der folgenden Website zu finden: junior-ranger-nds-wattenmeer.de/camps. |
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Teilnahme an diesjähriger Kids Watt Academy
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Am 13. und 14. Juni 2026 findet am Friesenstrand in Tossens zum sechsten Mal die Kids Watt Academy statt, in diesem Jahr mit der „Mission: Schutz des Wattenmeeres“. An dem Wochenende haben 100 Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren die Möglichkeit, auf spielerische und abenteuerliche Weise an mehreren Forscherstationen verschiedene Themen rund ums Wattenmeer und in Bezug auf nachhaltiges Leben zu erforschen. Die bunte Aktion wird vom Center Parcs Park Nordseeküste und dem Tourismus-Service Butjadingen veranstaltet und von vielen Partnern unterstützt, unter anderem der Nationalparkverwaltung und dem Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel. Um an der Kids Watt Academy teilnehmen zu können, müssen sich die Kinder um einen Platz bewerben. Die Bewerbungsphase findet in diesem Jahr vom 6. bis zum 27. März 2026 statt; die Bewerbungen können ganz einfach über die offizielle Website www.kids-watt-academy.de geschrieben und abgeschickt werden. Um zur Kids Watt Academy auf dem Laufenden zu bleiben, lohnt es sich, die Social-Media-Kanäle im Auge zu behalten. |
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Jugendworkshop zur Zukunft der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer
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Am 07. März veranstaltet die Nationalparkverwaltung einen Jugendworkshop zur Mitgestaltung der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer. Der Workshop findet von 10:00 bis 16:30 Uhr im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven statt. Eingeladen sind junge Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren, die Interesse daran haben, ihre Ideen für die Zukunft der Region einzubringen. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Gemeinsam sollen konkrete Projektansätze entwickelt werden, die in den Wegweiser für die nächsten zehn Jahre aufgenommen werden. Die Teilnahme ist kostenlos, für Verpflegung ist gesorgt. Eine Anmeldung ist erforderlich. |
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Hrsg.: Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer Virchowstr. 1, 26382 Wilhelmshaven Tel. 04421 911-0 E-Mail: presse@nlpvw.niedersachsen.de
Redaktion: Florian Carius, Mia Ruppaner, Jan Wagner
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