|
Lieber Wattenmeer-Freundeskreis,
das Frühjahr lockt viele Besucher*innen in den Nationalpark – Schweinswale, Vögel und Menschen. Vom 24.04. bis 03.05.2026 laden die Wilhelmshavener Schweinswaltage bereits zum 10. Mal dazu ein, vom Deich oder Schiff aus im Jadebusen nach den Meeressäugern Ausschau zu halten und auf vielfältige Weise etwas über die Unterwasserwelt des Wattenmeers zu lernen. Wir gratulieren den Veranstaltern rund um unser Besucherzentrum in Wilhelmshaven zu diesem tollen Jubiläum!
Etwa alle 10 Jahre wird die Qualität unseres Nationalparks durch den Dachverband der Nationalen Naturlandschaften e. V. evaluiert. Ganz aktuell wurde der Bericht zur sog. Managementqualität veröffentlicht und steht jeder und jedem zur Verfügung. Insgesamt wird unsere Arbeit und die Fortschritte seit der vorangegangenen Bewertung durch das Evaluierungskomitee erfreulich positiv bewertet. Das freut uns außerordentlich, honoriert das doch die vielfältigsten Bemühungen, Aktivitäten und den Einsatz für unseren Park durch die Mitarbeitenden der Verwaltung, aber auch durch das große Netzwerk an Freiwilligen, Ehrenamtlichen, Freunden und Förderern. Denn ein Nationalpark braucht diese breit getragene gesellschaftliche Unterstützung. Im Bericht werden auch 40 Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung unseres Nationalparks aufgezeigt, das motiviert uns zusätzlich, den eingeschlagenen Weg mit vielen Akteur*innen zu beschreiten – darauf freuen wir uns! Ein großes Dankeschön an alle rund um unseren Nationalpark und auch für die gelungene Evaluation.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Nationalpark-Frühling!
Ihr Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer |
| |
|
Evaluierung des Nationalpark-Managements
|
| |
|
Alle 10 Jahre werden die 16 deutschen Nationalparke auf die Qualität ihres Schutzgebietsmanagements geprüft und bewertet: Wie effektiv können ihre Schutzzwecke verfolgt werden? Welche Stärken und Schwächen prägen ihre Verwaltung? Die Evaluierung verantwortet der Dachverband der Nationalparke, Nationale Naturlandschaften e. V. (NNL).
Der Abschlussbericht hebt für den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer u. a. die großflächigen Aufwertungen von Salzwiesenlebensräumen, die Novellierung der Nordsee-Befahrensverordnung (NordSBefV), die personelle Verstärkung der Nationalparkverwaltung, die Einbindung ehrenamtlich Tätiger, das starke Partner-Netzwerk sowie Verbesserungen in der Besucherlenkung und die vielfältigen regionalen, nationalen und internationalen Kooperationen hervor. Die Handlungsempfehlungen weisen in die Zukunft der Nationalparkarbeit und adressieren sie an die verschiedenen Verwaltungsebenen von Bund und Land. |
| |
|
Vernetzung und Impulse für den Naturschutz an der Küste |
| |
|
Auf Einladung der Nationalparkverwaltung und der Nationalpark-Häuser Dornumersiel und Carolinensiel fanden im März die „Nationalpark-Gespräche vor Ort“ für die westliche Hälfte der niedersächsischen Festlandküste statt. In Westeraccum trafen sich 45 Akteur*innen aus den Landkreisen Leer und Aurich und der kreisfreien Stadt Emden, in Carolinensiel 10 Nationalpark-Partner aus dem Harlinger- und Wangerland. Im Fokus stand das 40-jährige Jubiläum des Nationalparks, zudem wurden Fragen zur Küste im Klimawandel und zur Besucherlenkung diskutiert. |
| |
|
Deutscher Naturschutztag 2026
|
| |
|
Im März fand in Berlin der 38. Deutsche Naturschutztag statt, an dem über 1.500 Vertreter*innen aus Politik, Behörden, Verbänden, Wissenschaft, Planungsbüros und weiteren Fachkreisen teilnahmen. Im Fokus dieses größten Naturschutzkongresses im deutschsprachigen Raum, veranstaltet vom Bundesverband Beruflicher Naturschutz, Bundesamt für Naturschutz und dem Deutschen Naturschutzring, standen in diesem Jahr die Grundlagen für einen erfolgreichen Naturschutz: die Zukunftsfähigkeit heutiger Instrumente und Strategien, innovative Ansätze im Monitoring und zur Naturschutzfinanzierung sowie aktuelle Entwicklungen rechtlicher Vorgaben. Teilnehmende aus Niedersachsen waren zahlreich präsent. Aus der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer trug deren Leiter Peter Südbeck zu „Erfolgsfaktoren im Naturschutz“ vor und moderierte die Fachveranstaltung „Situation und Perspektiven der Nationalparke Deutschlands“, gerade im Hinblick auf die jüngst abgeschlossene Evaluierung zu deren Managementqualität, und Kim Lüdtke beteiligte sich mit einem Beitrag zum Partner-Netzwerk an der Postersession. |
| |
|
Hoffnung durch tote Schnecken
|
| |
|
Der Wirkstoff TBT (Tributylzinn-Verbindungen), der in den Antifouling-Mitteln verschiedener Schiffsanstriche eingesetzt wurde, ist seit 2008 aus dem Verkehr gezogen. Besonders auffällig war der Einfluss auf Netzreusenschnecken, bei denen TBT ähnlich einem Hormon wirkt, das weibliche Schnecken zu Männchen umformt. In der Konsequenz wurde seit mehr als dreißig Jahren in der Nordsee kein lebendes Exemplar mehr gefunden. Nun hat Karina Hartmann vom Nationalpark-Haus Juist am Strand drei Exemplare frischtot-gestrandeter Netzreusenschnecken gefunden. Diese Funde sind ein Hinweis darauf, dass sich das Ökosystem Wattenmeer und ganz konkret die Netzreusenschnecken-Population von den TBT-Effekten erholt. Oft dauert es eine Weile, bis nach dem Verbot bestimmter Schadstoffe auch deren Wirkung nachlässt.
Damit solche und weitere Strandfunde der Nationalparkverwaltung bekannt werden, freuen wir uns, wenn Sie Ihre Funde in der App oder auf der Website beachexplorer.org melden. |
| |
|
Neue Höchstzahlen bei den Kegelrobben im Nationalpark |
| |
|
Die Zählung zur Wurfsaison 2025 hat gleich doppelt für Rekorde gesorgt: Am 12.12.2025 wurden bei einem Zählflug des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) im Auftrag der Nationalparkverwaltung 575 Kegelrobben-Jungtiere auf der Kachelotplate gesichtet – das sind 136 mehr als im Vorjahr. Im gesamten niedersächsischen Wattenmeer lag die Zahl der erwachsenen Kegelrobben bei 1.117.
Insgesamt wurden im Winter 1.692 Kegelrobben gezählt – mehr als je zuvor zu dieser Jahreszeit und sogar mehr als zur Haarwechselzeit im April 2025. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise werden während des Fellwechsels mehr Tiere gezählt als zur Wurfsaison. Der Grund: Alle Kegelrobben wechseln einmal im Jahr ihr Fell, geschlechtsreif und damit an der Wurfsaison beteiligt sind sie aber erst mit 4 bis 5 Jahren. |
| |
|
Nationalpark-Zeichner Steffen Walentowitz |
| |
|
Die Zeichnungen des Jeveraner Naturzeichners Steffen Walentowitz prägen das Bild des Nationalparks Wattenmeer mit. Sie finden sich unter anderem auf zahlreichen Infotafeln, Infomaterialien, auf der Website und in Büchern zum Nationalpark (der Küstensandlaufkäfer ist ein Geschenk zum Nationalpark-Jubiläum). Die Zusammenarbeit mit Steffen besteht schon seit 30 Jahren! Höchste Zeit, ihm drei Fragen zu stellen: |
| |
|
Welche Inspiration schöpfst du für deine Arbeit aus der Natur des Nationalparks? Das Wattenmeer ist eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für künstlerische Ideen. Das gilt ganz besonders für Vögel. Die singenden Feldlerchen des Langwarder Grodens, die melancholischen Balzrufe des Großen Brachvogels über dem Ostgroden Spiekeroogs oder ein rufender Steinschmätzer in seinem Dünenrevier auf Norderney: Solche Beobachtungen hinterlassen tiefe emotionale Spuren. Dazu fällt mir eine Gedanke von Albrecht Dürer ein: „Denn wahrhaftig steckt die Kunst in der Natur.“
Wie sieht deine Arbeitsweise aus (insbesondere in Bezug auf Motive aus dem Nationalpark)? Gibt es für dich besonders faszinierende oder auch herausfordernde Motive? Für eine Zeichnung ist es das Beste, die Motive draußen vor Ort kennenzulernen. Die blühende Strandaster oder die kleine Wattschnecke, die ich für euch gezeichnet habe, sind Individuen, die tatsächlich gelebt haben. Gleiches gilt für die Scholle oder die Seezunge, die ich zum Zeichnen von Fischern bekommen habe. Besonders herausfordernd sind Insekten. Sie sind oft schwer zu entdecken und zu beobachten. Zudem sind sie manchmal winzig. Der Strand-Zwergmarienkäfer misst zum Beispiel nur 1,3 bis 2,3 Millimeter. Es dauert lange, bis man genügend Referenzmaterial gesammelt hat, um mit dem Zeichnen von Insekten beginnen zu können. Oft bin ich auf die Hilfe von Entomologen angewiesen, ohne deren großartiges Engagement ich so manche Zeichnung gar nicht machen könnte. Und was das faszinierende an meiner Arbeit für den Nationalpark ist: Ich bin immer wieder verblüfft und erstaunt, welchen gestalterischen Einfallsreichtum die Evolution präsentiert. Sie ist selbst der größte Künstler.
Was sind aus deiner persönlichen Perspektive als langjähriger Wegbegleiter besonders bemerkenswerte Errungenschaften des Nationalparks? Ich möchte zwei Beispiele nennen: In den Siebzigerjahren wurden die Salzwiesen noch stark bewirtschaftet. Wenn ich heute den Naturpfad in Cäciliengroden entlanggehe, dann kann ich eine Salzwiese bestaunen, die sich frei entfalten darf. Das ist ein Stück Wildnis, wie man sie in Deutschland nur selten findet. Eine besonders schöne Errungenschaft sind auch die alljährlichen Zugvogeltage, die eine Vielzahl von Besuchern in die Faszination der großen Vogelwanderungen eintauchen lässt. Wenn man Menschen für die Natur begeistert, lässt sie sich einfacher schützen. Das sind nur zwei Beispiele von vielen. Der Slogan zu 40 Jahren Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sagt das Wesentliche in aller Kürze: Der Nationalpark wirkt! |
| |
|
Lauter Gesang und geschäftiges Treiben: der Frühjahrszug der Vögel ist in vollem Gange |
| |
|
Während die Weißwangengänse noch auf ihren Abflug in Richtung Sibirien hinäsen, sind andere Arten nun schon in ihren Brutgebieten bei uns angekommen. Auch die Küstenseeschwalbe, Titelvogel der diesjährigen Zugvogeltage, kommt in diesen Tagen aus ihren Überwinterungsgebieten zwischen Südafrika und der Antarktis zurück – Augen und Ohren offen halten lohnt sich also! Die eingehenden Meldungen von Küstenseeschwalben-Sichtungen im Nationalpark lassen sich in unserem Steckbrief online mitverfolgen. |
| |
|
Biosphären-Projekte vorgestellt |
| |
|
Die Nationalparkverwaltung hat dank zusätzlicher Mittel des Landes Niedersachsen seit 2025 die Möglichkeit, als koordinierende Verwaltungsstelle der Biosphärenregion die Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten in den zwölf Biosphären-Kommunen zu unterstützen. Dabei können sowohl die Kommunen selbst als auch Vereine, Initiativen und Biosphären-Partner*innen Ideen für Vorhaben einbringen. Im März und April sind wieder eine Reihe von Biosphären-Projekten öffentlich vorgestellt worden, die auf vielfältige Weise zu den Zielen der Biosphärenregion beitragen:
- 2. Biosphären-Bike für Jemgum: Nach dem Erfolg des ersten kostenlos ausleihbaren elektrischen Lastenrads ist nun zusätzlich „Levke“ an der Paddel- und Pedalstation in Ditzum verfügbar.
Presseinfo der Gemeinde Jemgum
- Treppe rauf, Augen auf: Auf dem Ochsenturm im Ortsteil Imsum der Stadt Geestland ermöglicht das neue Fernrohr seit Ende März gute Sicht auf die Biosphärenregion.
Newsmeldung Stadt Geestland
- Ausstellung aufgewertet: Im Naturerlebnishaus beim Nordwestdeutschen Schulmuseum in Zetel konnten die Technik für einen durchgängigen Zutritt sowie zusätzliche Exponate angeschafft werden.
- Wasser marsch! Auf dem Norder Torfmarkt ging am 13. April ein neuer Trinkwasserbrunnen in Betrieb: ein Angebot, das angesichts zunehmend heißer Sommer für den Gesundheitsschutz immer wichtiger wird und zur Plastikreduzierung beiträgt.
Newsmeldung Stadt Norden
- Tomtes Tüftelhütte: Bei der Begegnungsstätte des Vereins „Tomtes Hof“ in Norden ist ein Refugium für kleine und große Entdecker*innen entstanden.
- Lieblingsort Altmarienhausen: Ostersonntag läutete der Verein Altes Sande die Saison auf Gut Altmarienhausen ein und stellte die Ergebnisse eines Fotowettbewerbs vor.
Projekt-Übersicht auf der Nationalpark-Website |
| |
|
Sternenfunkeln am Wattenmeer - Kriterienkataloge für Sternenfunkeln-Partner*innen |
| |
|
Im Rahmen des Interreg-Nordsee-Projekts DARKER SKY hat die Nationalparkverwaltung gemeinsam mit dem Landkreis Friesland, MOBILUM und der Vereinigung der Sternenfreunde e.V. in Workshops mit Biosphären-Kommunen und weiteren Gemeinden der Region einen Kriterienkatalog für Sternenfunkeln-Kommunen entwickelt. Ein zweiter Schritt ist nun erfolgt: Gemeinsam mit regionalen Unternehmen und Institutionen wurde ein ergänzender Kriterienkatalog für nachhaltige Beleuchtung erarbeitet, der ab sofort auf unserer Website zum Download bereitsteht. Diese Leitlinien unterstützen Kommunen, Unternehmen, Betriebe und Einrichtungen bei Umrüstungen und Neuinstallationen, die sich per Ratsbeschluss oder schriftlicher Erklärung verpflichten, Sternenfunkeln-Partner*innen zu werden und sich zukünftig an den Empfehlungen der Kriterienkataloge orientieren. Interessierte, die Sternenfunkeln-Partner*in werden möchten, haben bis zum 31. Mai eines Jahres Zeit, ihre Unterlagen einzureichen. Weitere Infos zum Sternefunkeln im Wattenmeer gibt es online. |
| |
|
Unsere Partner: Hermann Hartung und sein Restaurant HafenBlick in Weener |
| |
|
Die Geschichte unseres Engagements im Wattenmeer begann bereits ein Jahr vor dessen Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbe. Damals organisierten wir mit dem Restaurant „Rysumer Plaats“ im Auftrag der Nationalparkverwaltung die Abschlussveranstaltung der Zugvogeltage. Kurz darauf folgte die Einladung, eine Werbeveranstaltung in der Ständigen Vertretung Niedersachsens in Brüssel auszurichten – auch diese setzten wir erfolgreich um. Mit der Anerkennung des Wattenmeers als Weltnaturerbe 2009 wurde der „Rysumer Plaats“ zum ersten gastronomischen Partner der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer. 2018 kam unser Restaurant „HafenBlick“ in Weener hinzu, verbunden mit der Gründung der H&B Handels und Betriebs GmbH. Auch Ferienappartements sowie ein Ferienhaus auf Borkum wurden Teil des Partner-Netzwerks. In den vergangenen 18 Jahren gab es viele Entwicklungen: Während der Corona-Pandemie mussten wir den „Rysumer Plaats“ schließen, bauten jedoch gleichzeitig den Cateringbereich gezielt aus. Seit dessen Neueröffnung 2022 sind wir fester Caterer im Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven und unterstützen zudem zeitweise umliegende Institute. Nachhaltigkeit, Regionalität und Saisonalität stehen bei all unseren Angeboten im Mittelpunkt. Gemeinsam mit meinem elfköpfigen Team bin ich stolz darauf, Teil des Partner-Netzwerks zu sein und so aktiv zum Schutz und zur Wertschätzung des Wattenmeers beizutragen. |
| |
|
Zwei neue Biosphärenschulen zertifiziert |
| |
|
In den letzten Tagen konnten zwei neue Schulen aus der Region Bremerhaven / Cuxhaven als Biosphärenschulen zertifiziert werden. Am 08.04. fand die feierliche Zertifizierung der Heinrich-Heine-Schule als erste Biosphärenschule im Bundesland Bremen statt. Am 16.04 folgte die Zertifizierung der BBS Cuxhaven in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Cuxhaven Uwe Santjer sowie des Landrats des Landkreises Cuxhaven Thorsten Krüger. Beide Schulen sind nun Teil des Partner-Netzwerks der Biosphärenregion und gehören zu über 20 zertifizierten Biosphärenschulen in der niedersächsisch-bremischen Wattenmeer-Region. |
| |
|
Das Wattenmeer zu Gast in Bayern
|
| |
|
In einer Sonderausstellung „Ephemeris: Dolomiten | Wattenmeer“ zeigt das Wattenmeer im Bayerischen Nationalmuseum in München sein Gesicht: Großformatige Fotografien des Südtiroler Künstlers Georg Tappeiner stellen zwei gegensätzliche Landschaften gegenüber – die erhabenen Berge und steil in den Himmel ragenden Felsformationen der Dolomiten bzw. den im Wattenmeer scheinbar unendlichen Horizont, vor dem Wasser, Sand und Himmel ineinanderfließen. Beide Naturlandschaften wurden zeitgleich 2009 als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt.
Die Ende März mit Grußwort auch der Nationalparkverwaltung feierlich eröffnete Ausstellung ist noch bis zum 24.05.2026 zu sehen.
|
| |
|
Unterstützung für die Zugvogeltage gesucht!
|
| |
|
Für die Unterstützung der 18. Zugvogeltage (10. – 18. Oktober 2026) ist auch in diesem Jahr wieder eine vergütete Praktikumsstelle von August bis Oktober ausgeschrieben. Hier finden sich weitere Informationen zur Stelle und zu der Bewerbung. |
| |
|
Zugvogeltage-Programm veröffentlicht! |
| |
|
Pünktlich zu Ostern ist das Programm der 18. Zugvogeltage online gegangen. Es gibt wieder ein vielseitiges Programm von der klassischen Vogelbeobachtung bis hin zu Kulinarik und Kultur. Im Fokus der diesjährigen Zugvogeltage stehen die Küstenseeschwalbe und das Partnerland Namibia.
Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern, Veranstaltungen buchen und Zugvogel-Urlaub planen! |
| |
|
Neue Ausstellungsperspektiven auf das Wattenmeer
|
| |
|
Dank des Bundes-Förderprogramms „Wattenmeerzentren“ konnten am Wochenende vor Ostern auf Norderney und Spiekeroog neue innovative Ausstellungen eröffnet werden. Das Nationalpark-Haus Wittbülten auf Spiekeroog präsentiert seinen Besucher*innen in seiner Ausstellung „Leben im Weltnaturerbe Wattenmeer – erleben, erforschen, gestalten“ bewährte Highlights wie das Pottwal-Skelett oder das Aquarium, aber auch neue, interaktive Elemente. Die Ausstellung des Watt Welten UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrums auf Norderney trägt fortan den Titel „Das Wattenmeer: früher – heute – morgen“ und beinhaltet ebenfalls verschiedene Highlights, wie ein Kino und Mitmachstationen. Die feierliche Eröffnung der beiden Informationseinrichtungen fand im Beisein des Niedersächsischen Umweltministers Christian Meyer und dem Leiter der Nationalparkverwaltung Peter Südbeck statt. |
| |
|
Vom 27.02. bis 01.03.2026 hat sich das Watt°N-Team in Bremen getroffen. Neben der Jahresplanung stand auch eine Werft- und Schiffsführung mit dem Verein Weserkahn-Franzius e.V. an. Sollte die Franzius wieder seetauglich werden, gibt es jetzt schon zahlreiche Ideen für mögliche Kooperationen und Umweltbildungsprojekte.
Watt°N plant unter anderem, wieder bei der KidsWattAcademy zu unterstützen, beim Zugvogelfest mit einem Stand dabei zu sein und im August für das Jahrestreffen in Jever zusammen zu kommen – und dabei natürlich auch das Nationalpark-Jubiläum zu feiern! |
| |
|
Noch das ganze Jahr über lassen sich die Bilder der neuen Ausstellung „Himmel und Meer“ im Franz-Radziwill-Haus in Dangast bewundern. Bei der Vernissage am 29.03.2026 im Nationalpark-Haus Dangast trug Dezernent Florian Carius zum Nationalpark-Jubiläum vor – auf Einladung der Franz Radziwill Gesellschaft, welche ebenfalls 1986 gegründet wurde. Der Maler Franz Radziwill (1895 – 1986) war als Pionier bereits in den 1950er- und -60er-Jahren im Landschafts-, Natur- und Vogelschutz für das Wattenmeer aktiv. |
| |
|
Küstenseeschwalben-Symposium |
| |
|
Es gibt wieder ein wissenschaftliches Symposium zum diesjährigen Titelvogel der Zugvogeltage, der Küstenseeschwalbe. Am 05. Mai 2026 im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven dreht sich alles um die Langstreckenzieherin zwischen Arktis und Antarktis. Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der Website der Zugvogeltage. |
| |
|
Tag der Vogelartenvielfalt
|
| |
|
Für den 2. Mai lädt der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) bundesweit wieder ein zur Inventur der Artenvielfalt, in Verbindung mit einem Spendenlauf für den 2. Atlas Deutscher Brutvogelarten. Wir sind gespannt, was in den Landkreisen und kreisfreien Städten an der Küste so los ist. Watt°N bietet an, Interessierte zu Teams zu vernetzen. |
| |
|
Wilhelmshaven verwandelt sich vom 24. April bis zum 3. Mai 2026 erneut in einen Hot Spot für die Beobachtung von Schweinswalen. Die kleinen Wale kommen jedes Jahr im Frühjahr auf der Suche nach Nahrung in die Nähe der Küste und in den Jadebusen. Dieses Naturschauspiel ist deutschlandweit einzigartig und kann auch bei den diesjährigen Schweinswaltagen wieder unmittelbar erlebt werden. |
| |
|
Vortragsreihe zum Nationalpark-Jubiläum
|
| |
|
Ab dem 20. April findet jeden Montag um 16:15 Uhr bis einschließlich dem 22. Juni eine Vortragsreihe zum Jubiläumsmotto „Nationalpark wirkt!“ in der Bibliothek, Campus Haarentor der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt. Zu Gast sind unterschiedliche Referent*innen, die jeweils einen Themenkomplex in Bezug auf den Nationalpark Wattenmeer im Hier und Jetzt, aber auch in Vergangenheit und Zukunft vorstellen. Die Veranstaltungen sind öffentlich zugänglich und kostenlos. |
| |
|
Trilaterale Wattenmeerkonferenz in Esbjerg
|
| |
|
Vom 27.-28. Mai 2026 findet im dänischen Esbjerg die 15. Trilaterale Regierungskonferenz zum Schutz des Wattenmeeres statt. Sie bildet den Abschluss der dänischen Präsidentschaftsperiode und steht unter dem Motto „Schutz durch Wertschätzung“. |
| |
|
Meeresmesse MAREconvention in Wilhelmshaven |
| |
|
Die Entwicklung von Zukunftsperspektiven für den Erhalt der Meeresumwelt setzt einen intensiven gesellschaftlichen Dialog voraus. Zur Förderung dieses Dialogs veranstaltet ein Team aus NABU, der Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven und dem Netzwerk Energiedrehscheibe mit Unterstützung Nationalparkverwaltung die MAREconvention am 29.08.2026 im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven. Ob als Partnerin, mit einem eigenen Beitrag oder einfach als interessierter Gast: Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht! Alle Infos zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf der Veranstalter-Website. |
| |
|
Vögel beobachten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
|
| |
|
Vögel prägen die Küstenlandschaft am Wattenmeer wie keine andere Tiergruppe. Riesige Zugvogelschwärme, Brutkolonien von Möwen und Seeschwalben, am Strand hin und her eilende Sanderlinge und vieles mehr!
Die zweite, vollständig überarbeitete Auflage des Buchs „Vögel beobachten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ zeigt in detaillierter Form, an welchen Orten man im Nationalpark und auch im küstennahen Binnenland die Vögel am besten beobachten kann. Eine umfangreiche Artenliste und vielfältige Begleitinformationen runden diesen einzigartigen Naturführer ab. |
| |
|
Einen besonderen Strandfund gab es kürzlich in der Nähe von Bergen in Norwegen zu bestaunen: Ein Nationalpark-Schild inklusive Holzpfosten hat die Strecke von rund 500 Seemeilen nach Øygarden zurückgelegt. In welchem Zeitraum und auf welcher Strecke, lässt sich jedoch nicht mehr rekonstruieren.
Der Fund, der es sogar in die lokale Presse schaffte, erinnert an das bis 2020 aktive Forschungsprojekt „Makroplastik in der südlichen Nordsee – Quellen, Verbreitungspfade und Vermeidungsstrategien“, bei dem Holzdrifter in der Nordsee ausgesetzt wurden, um anhand ihrer Fundstellen die Ausbreitungswege und Verschmutzungsgebiete von treibendem Makroplastik zu untersuchen.
|
| |
|
Hrsg.: Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer Virchowstr. 1, 26382 Wilhelmshaven Tel. 04421 911-0 E-Mail: presse@nlpvw.niedersachsen.de
Redaktion: Florian Carius, Mia Ruppaner, Jan Wagner
|
| |
|