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Menschsein ist die Hauptsache von allem. Und das heißt fest und klar und heiter sein. Ja, heiter, trotz allem. Das hat Rosa Luxemburg so oder so ähnlich geschrieben. Vor 100 Jahren. Heute ist es so aktuell wie eh und je. Denn diese Abwesenheit von „Menschsein“ bedeutet zum Beispiel, dass Deepfakes zur realen Gefahr geworden sind. Das Großmächte immer größer werden wollen. Dass online zum Teil absurde Diskussionen über die Rettung eines Meeresriesen geführt werden, in denen so viele auf einmal Walexpert*innen sind (bis im Sommer alle auf Bundestrainer umschulen). Fest und klar und heiter sein – das hilft. Es hilft kluge, menschliche Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel, wann es besser ist zu reden, zu handeln oder gerade dieses nicht zu tun. So können wir Mensch sein, alle miteinander. Und respektvoll miteinander umgehen, auch in schwierigen Situationen. Was meinen Sie? Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Gedanken mitteilen – auch zu den Neuigkeiten dieses Newsletters. Genießen Sie den herrlichen Frühling! |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Der Winter ist für Insekten eine herausfordernde Zeit. Als wechselwarme Lebewesen müssen sie während der Frostperioden ihren Stoffwechsel herunterfahren und ihre Körper vor Erfrierungen bewahren. Ein geschütztes Versteck sichert das Überleben der Insekten, ihrer Eier, Larven oder Puppen. Draußen dienen beispielsweise Totholz oder Laub als Unterschlupf, aber auch in unseren Kellern, Schuppen oder zwischen Fensterritzen suchen Schmetterlinge und Käfer Schutz. Während der ersten milderen Frühlingstage erwachen die Insekten und suchen ihren Weg ans Licht und ins Freie. Daher lohnt es sich doppelt, im Frühjahr die Fenster zu kontrollieren: Die überwinternden Gäste finden den Weg zurück in die Natur und „süße, wohlbekannte Düfte“ erfüllen das Haus – „Frühling, ja du bist´s! Dich hab ich vernommen!“*
*Gedicht erkannt? Lesen Sie unten, von wem es stammt. |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Das Team der schleswig-holsteinischen Nationalparkverwaltung sucht Verstärkung! Derzeit sind verschiedene, interessante Stellen in Voll- und Teilzeit auf Dauer zu besetzen. Gesucht werden Kolleg*innen für die Fachbereiche „Bildung“ und „Umweltbeobachtungen und Planungsgrundlagen“. Bewerben Sie sich jetzt für eine abwechslungsreiche und sinnstiftende Tätigkeit in unserem freundlichen Team! Weitere Informationen und Links zu den Ausschreibungen finden Sie unter dem angegebenen Link: |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Ein Nistplatz wird gesucht, ein Nest gebaut, Nachwuchs bebrütet und aufgezogen. Was sich in einem Menschenleben über Jahre hinziehen kann, ist in der Vogelwelt eine Sache von wenigen Monaten. Ab April herrscht daher Hochbetrieb im Nationalpark und Biosphärenreservat Wattenmeer, einem der wichtigsten Rast- und Brutgebiete Europas. Abertausende Vögel suchen hier sichere Plätze, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Ein aufreibendes Geschäft, dessen Gelingen von vielen Faktoren abhängt: Witterung, Nahrungsangebot, natürliche Feinde und menschliche Aktivitäten. Während der Saison ist es also noch einmal wichtiger, Rücksicht zu nehmen. Gekennzeichnete Gebiete werden nicht betreten und Hunde immer an die Leine genommen – ein kleiner Beitrag, den jede*r von uns leisten kann. Für einen guten Bruterfolg. |
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Foto: Anneliese Smuda / LKN.SH
Mit einem abwechslungsreichen Programm starteten die 27. Ringelganstage! Über 200 Gäste kamen am Wochenende auf Hallig Hooge zusammen, um die vogelkundliche Veranstaltungsreihe feierlich mit Musik, Tanz und festlichen Reden zu eröffnen: Die jungen Freiwilligen vor Ort versorgten die Gäste kulinarisch mit Selbstgemachtem. Die Combo der Hermann-Tast-Schule reiste mit ihren Instrumenten an und sorgte mit ihrer Musik für Stimmung. Gelebte Gemeinschaft zeigte die Trachtentanzgruppe der Hallig Hooge. Sie führte gemeinsam mit einigen Freiwilligen der Schutzstation Wattenmeer traditionelle Tänze auf. Umweltminister Tobias Goldschmidt überreichte Peter Horstmann die „Goldene Ringelgansfeder“ für seine besonderen Verdienste rund um das Wattenmeer, die Halligen und den Schutz der Ringelgänse. Auch drei Schülerinnen wurden geehrt: die Gewinnerinnen des diesjährigen Malwettbewerbs, der mit 744 eingesendete Bildern alle Rekorde brach. |
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Foto: Martin Hain / LKN.SH
Die Natur nutzen und gleichzeitig schützen – das ist einer der Grundgedanken von nachhaltiger Entwicklung. Biosphärenreservate sind Modellregionen, in denen genau das erprobt wird. Was theoretisch klingt, wird auf Pellworm im Rahmen des Aktionsmonats Naturerlebnis deutlich: Am 29. Mai findet dort eine geführte, vogelkundliche Radtour statt. Durch die fachliche Begleitung durch Mitarbeitende der Schutzstation Wattenmeer, der Biosphäre Pellworm und der Verwaltung des Biosphärenreservates „erfahren“ die Teilnehmenden, was es bedeutet, als Zug- oder Brutvogel in der Biosphäre zu leben. Und was Menschen versuchen, um die vielfältige Landschaft eben nicht nur zu nutzen, sondern auch zu schützen. Ab auf´s Fahrrad und mit geradelt! |
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Foto: Alina Claußen / LKN.SH
Eine riesige Strandkrabbe wohnt ab sofort auf dem Außengelände des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum. Außengelände? Ja, denn sie ist so riesig, dass sie in kein Aquarium passt. Anders als ihre lebendigen Artgenossen ist sie außerdem aus Holz und freut sich über jedes Kind, das auf ihr herum klettert. Die Kletter-Krabbe ist eines der neuen Elemente auf dem Spielplatz des Multimars. Eine tolle Gelegenheit, das Außengelände ausgiebig zu genießen und die Strandkrabbe zu testen, bietet das alljährliche Sommerfest für die ganze Familie. Bei kostenfreiem Eintritt sind am 28. Juni von 11 bis 17 Uhr Kind und Kegel eingeladen – safe the date! |
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Foto: Nils Bayer / Verein Jordsand
Auf Norderoog bezog im März ein neuer Vogelwart seinen Posten. Julian Winkelmann lebt die kommenden sieben Monate allein auf der Hallig, die in der Schutzzone 1 des Nationalparks liegt. Dieser höchste Schutzstatus schützt die Hallig als enorm wichtigen Brut- und Rastplatz für viele Vogelarten, wie zum Beispiel Küsten- und Flussseeschwalben oder Lachmöwen. Es gilt ein strenges Betretungsverbot. Der Vogelwart übernimmt für den Verein Jordsand während des Sommerhalbjahrs wichtige Naturschutzaufgaben, wie Brutvogelkartierung oder Rastvogelzählung. Durch das Projekt „Klimahallig“ ist es möglich, diesen besonderen Ort online zu erleben. Auf einem virtuellen Rundgang über die Hallig gibt es viel Wissenswertes zu erfahren, und verschiedene Kameras senden täglich live eindrucksvolle Bilder der faszinierenden Natur – ohne sie zu stören. Auf Trischen hat David Grupp als Vogelwart des NABU seine Arbeit aufgenommen. Lesen Sie dazu in der Mai-Ausgabe mehr. |
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Foto: Hans-Dieter Reinke / LKN.SH
Fliegen, die sich als Bienen verkleiden. Schnorchelnde Wanzen. Körpereigenes Frostschutzmittel. Über Insekten gibt es allerlei Kurioses, Spannendes und Wissenswertes zu erfahren. Rainer Borcherding ist ein Experte in Sachen Insekten am Wattenmeer. In aktuellen Artikeln auf der Website der Schutzstation Wattenmeer erfahren Lesende so einiges zum Nationalpark-Themenjahr Insekten. Also über jene winzigen Tiere, die uns alltäglich begegnen und denen wir doch so wenig Beachtung schenken. Auf den Instagram-Kanälen des Nationalparks und der Schutzstation erscheinen außerdem regelmäßig Wissensbeiträge mit faszinierenden Bildern. Folgen Sie uns, wenn Sie mögen! Instagram: nationalpark_wattenmeer |
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Foto: Reyhaneh Sadeghzadeh
Bachelor- und Masterstudierende aufgepasst! Interdisziplinäres Lernen, Fachvorträge, Feldforschung und internationaler Austausch mitten im einzigartigen Weltnaturerbe – das bietet die Sommerschule des Weltnaturerbes Wattenmeer. Die Summer School findet vom 17. bis 28. August statt und steht unter dem Thema: „Das Wattenmeer im Wandel: Mit steigendem Meeresspiegel umgehen – Natur, Kultur und Wirtschaft im Fokus“. Wie beeinflusst der Meeresspiegelanstieg die ökologische Dynamik und auch das kulturelle Erbe? Welche Anpassungsstrategien und zukunftsweisenden Ideen gibt es? Damit befassen sich die Studierenden theoretisch und praxisbezogen mit einem der drängendsten Problem der Küstenregion. Das Lernziel: ein tiefes Verständnis für den Schutz und das Management des Ökosystems Wattenmeer zu erlangen. Eine Anmeldung ist bis zum 3. Mai möglich. |
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Foto: Thies Hinrichsen / LKN.SH
„Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ – auch dafür stehen die UNESCO-Welterbestätten, zu denen auch das Weltnaturerbe Wattenmeer gehört. Der bundesweite Fotowettbewerb #WelterbeVerbindet steht daher unter diesem Motto. Anlass der Fotoaktion ist der UNESCO-Welterbetag am 7. Juni. Gesucht werden bis zum 9. Juni besondere Fotos der 55 Welterbestätten in Deutschland. Ob Panoramabild oder Detailaufnahme, die Perspektive sollte originell, spannend oder persönlich sein. Interessierte können bis zu drei Bilder hochladen und kurz erläutern, wie das Foto das Motto darstellt. Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Freude beim Fotografieren und Entdecken der Welterbestätten! |
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Moin! Ich bin Moritz Padlat und habe seit Anfang April die Leitung des Fachbereichs Umweltbeobachtungen und Planungsgrundlagen übernommen. Für unser Wattenmeer engagiere ich mich seit sechzehn Jahren. In meinem Geografie- und Umweltmanagement-Studium habe ich für das Seegras-Monitoring die Watten zu Fuß erkundet. Seit 2020 arbeite ich in der Nationalparkverwaltung und habe als Koordinator des Ranger*innen Teams sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Salzwiesenmonitoring und Vorlandmanagement in den letzten Jahren viele Facetten der Naturschutzarbeit im Wattenmeer kennen gelernt. Nun freue ich mich auf meine neuen Aufgaben und auf das, was wir in den kommenden Jahren gemeinsam auf die Beine stellen!
Foto: Moritz Padlat |
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Foto: Oliver Franke / TZ-SPO
Im gesamten Mai findet in Schleswig-Holstein die Aktion „Naturerlebnis“ mit über 850 Veranstaltungen statt. Auch die Nationalpark-Region lockt mit einem vielfältigen Angebot für Naturliebhaber*innen, Familien, Gäste und Einheimische. Zum Beispiel auf Eiderstedt am Freitag, den 15. Mai. Am Vormittag gibt es dort eine Mitmach-Aktion zu den Themen Muscheln, Müll und Bernstein, am Nachmittag wird das sehenswerte Kindertheater aufgeführt. Oder wie wäre es mit einer Führung im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum? Oder Sie gehen mit einem unserer Nationalpark-Partner auf Entdeckungstour am und im Wattenmeer. Wie mögen Sie es am liebsten? Den faszinierenden Naturraum Wattenmeer in Ruhe genießen? Oder doch lieber aktiv und vielleicht sogar als sportives Abenteuer? Finden Sie es im Aktionsmonat Mai heraus! |
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*Gedicht erkannt? Es stammt von Eduard Mörike und heißt „Er ist´s“. Nachzulesen zum Beispiel in: Der ewige Brunnen. Ein Hausbuch deutscher Dichtung, Ludwig Reiners, Verlag C.H. Beck, München, 1997. |
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