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Leeve Lüüd, das ist schon paradox: Vieles, was uns Menschen zusammenbringt, reißt Naturräume auseinander. Denken Sie nur an Autobahnen oder Städte. Für uns sind sie Verbindungen, die das Zusammenleben erst ermöglichen. Für viele Tiere und Ökosysteme das genaue Gegenteil: eine zerschneidende Grenze. In dieser Ausgabe der Nationalpark Nachrichten geht es um Grenzen, die Zugvögel überwinden. Und um das menschliche Reisen. Es geht um ein gemeinsames Festival, um wertschätzende Zusammenarbeit und Austausch. Und – oh je – es geht auch um Fußball. Aber nicht so, wie Sie vielleicht denken. Lesen Sie selbst!
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Die milden Temperaturen locken nicht nur uns Menschen hinaus in die Natur. Überall summt und brummt, kribbelt und krabbelt es mittlerweile. Die Insekten werden wieder sicht- und hörbarer. Alle, die gerne die kleinen Sechsbeiner beobachten möchten, haben dieser Tage gute Gelegenheit dazu. An vielen Blüten, auf Wiesen, unter Steinen tummeln sich kleine Wunder. Wir müssen nur hingucken. Am 27. Juni findet in St. Peter-Ording unser großer Tag der Insektenvielfalt statt. Das Programm befindet sich im Larvenstadium wird aber rechtzeitig verpuppt und im nächsten Newsletter und auf allen unseren Kanälen entfaltet. Bis dahin – safe the date! |
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Foto: Anneliese Smuda / LKN.SH
Peter Horstmann war über Jahrzehnte (ringelgans-)federführend für das Halligprogramm verantwortlich. Er bereitete maßgeblich den Weg für dieses Programm, das ungestörte Rastplätze für Ringelgänse und zugleich finanzielle Verlässlichkeit für die Halliglandwirtschaft sichert. Umweltminister Tobias Goldschmidt verlieh ihm für seinen besonderen Einsatz die „Goldene Ringelgansfeder“. Diese Auszeichnung wird jährlich an Personen verliehen, die sich in besonderer Weise für den Schutz der Ringelgänse und ihres Lebensraumes einsetzen. „Es ist ganz wesentlich Peter Horstmann zu verdanken, dass das für Natur und Mensch hier auf den Halligen so gut funktioniert“, sagte Goldschmidt. Lesen Sie im Interview, was die Auszeichnung für Peter Horstmann bedeutet und wie er die Entwicklung im Biosphärenreservat einschätzt. |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Im Mai kommt der Seehund-Nachwuchs im Wattenmeer zur Welt. Die Jungtiere werden auch Heuler genannt, da sie laut klagen, wenn sich ihre Mutter von ihnen entfernt, zum Beispiel zum Jagen. Das kann besorgniserregend klingen, dennoch sind die Jungtiere häufig NICHT hilfsbedürftig. Wer einem Heuler begegnet, muss zügig auf Abstand gehen und darf das Tier nicht zusätzlichem Stress aussetzen. Hunde sind an der kurzen Leine zu halten. Wer helfen möchte, kann über die Robben.App die speziell ausgebildeten Seehundjäger*innen informieren. Diese verfügen über die notwendige Expertise, sind schnell vor Ort und stimmen zum Beispiel mit der Seehundstation Friedrichskoog ab, ob das Jungtier Hilfe benötigt. |
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Foto: Silke Wissel / LKN.SH
Das nächtliche Pellworm ist um eine Attraktion reicher! Auf dem Naturerfahrungsort "In de See" ist nun auch der Flug der Fledermäuse erlebbar – mit einem Fledermaus-Detektor. Dieser macht auf Knopfdruck die Klickgeräusche von fliegenden Fledermäusen hörbar. Jede Art "klickt" anders. Mit etwas Glück sind an einem Abend auch mehrere Arten zu hören. Können Sie die Klicks unterscheiden? Auf einen Versuch kommt es an! Wer tagsüber am Detektor vorbeikommt, kann die Geräusche ebenfalls hören. Dann allerdings vom Band. Übrigens ist der Standort nicht zufällig gewählt: In unmittelbarer Nähe entsteht eine Nachtfalterwiese. Sie wird die Heimat für viele nachtaktive Insekten sein – einem wichtigen Nahrungsangebot für die Fledermäuse. |
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Foto: TZ-SPO
Vom 2. bis 5. Juli findet in St. Peter-Ording ein Festival der anderen Art statt. Bereits zum dritten Mal gestalten die Veranstaltenden das Groß-Event so, dass es die Umwelt möglichst wenig beeinflusst. Im Mittelpunkt stehen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Dazu gibt es Mitmachaktionen, Wanderungen, Workshops und viele Informationen. Live-Musik, Streetart und Kulinarik sorgen für die einladende Atmosphäre in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark. In diesem Jahr gibt es eine besondere Premiere: Einige der neuen Nachhaltigkeits-Guides bieten ihre Aktion erstmals auf dem Festival an. Seien Sie dabei! |
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Foto: Nordseetourismus
Auch eine kleine Tat kann eine große Wirkung entfalten, wenn ausreichend Menschen mitmachen. „Nimm drei – sei dabei!“ ist eine solche Mitmachaktion. Gäste der Tourismusorte am schleswig-holsteinischen Wattenmeer werden ermuntert, beim Spaziergang drei Teile Müll aufzusammeln und zu entsorgen. Wenig Aufwand für die einzelne Person – große Wirkung für die Umwelt. Die Nationalparkverwaltung unterstützt die Initiative der Nordsee-Tourismus-Service GmbH. Jennifer Buchner (Leiterin Kommunikation und Nationalpark-Partner der Nationalparkverwaltung) bestätigt: „Die Aktion zeigt beispielhaft, wie Besucher*innen auch mit kleinen Handlungen aktiv zum Erhalt dieses einzigartigen Ökosystems beitragen können.“ |
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Foto: Nationalparkverwaltung / LKN.SH
Das Wattenmeer mit seiner einzigartigen Natur ist der Magnet vieler touristischer Reisen. Die Nationalpark-Partner setzen sich für eine möglichst umweltfreundliche und zukunftsfähige Gestaltung des Tourismus an der Westküste ein. Sie übernehmen Verantwortung für die Region, entwickeln ihre Angebote kontinuierlich weiter und erfüllen verbindliche Qualitätsstandards. Wichtigstes Gremium der Zusammenarbeit von Betrieben, Watt- und Gästeführer*innen, Naturschutzverbänden sowie der Insel- und Halligkonferenz ist der Vergaberat. Dieser tagte im April und beschäftigte sich zwei Tage lang mit der strategischen Weiterentwicklung des Partner-Netzwerkes. Das Ergebnis: noch mehr Fokus auf qualitative Entwicklung statt kurzfristiger Effekte. |
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Foto: Nationalparkverwaltung / LKN.SH
WM? Wattforum Multimar? Wultimar Mattforum? Nein, gemeint ist tatsächlich die Fußball-Weltmeisterschaft, für die wir unsere eigene Elf nominiert haben: Die Strandkrabbe ist die Dribbelkünstlerin, während die Miesmuscheln sich in der Abwehr an die Gegner heften. Im Sturm, na klar, die Sturmmöwe – schwalbenfreie Zone! Und als Flügelflitzer der konterstarke Sanderling. In diesem Team ist jeder ein Star (oder gerade nicht). Hautnah sind die tierischen Profis im Trainingslager Multimar Wattforum zu erleben und das ganz ohne überteuerte Ticketpreise. Im Gegenteil – an den Spieltagen der Deutschen Nationalmannschaft haben Gäste im Fan-Outfit freien Eintritt. Ein sportliches Groß-Event, bei dem es auch nicht (nur) um Sport geht. Aber um eine gute Zeit im Nationalpark-Zentrum! |
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Foto: Nicole Neumann / LKN.SH
Am 27. Mai 2026 ist Weltottertag – und das Multimar Wattforum feiert mit! Im Nationalpark-Zentrums erleben Gäste hautnah die drei Otter im offenen Becken des Außengeländes. Auch über die große Panoramascheibe im Otterhaus sind die eleganten Schwimmer gut zu beobachten. Zur Feier dieses besonderen Tages gibt es für die Otter zur Fütterung um 13 Uhr eine schwimmende Eistorte. Um an die gefrorenen Leckerbissen zu kommen, sind Geschick und Geduld gefragt. Um 13.30 Uhr lädt Marén Bökamp-Hamkens zu einer Führung durch die Otteranlage ein. Wer noch mehr „erfahren“ möchte, kann entlang der Thementour „Auf den Spuren der Fischotter“ über die Halbinsel Eiderstedt radeln. |
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Foto: David Grupp / NABU
David Grupp ist der einzige Mensch, der sich zur Zeit auf der Insel Trischen aufhalten darf. Warum? Die Insel liegt in der Schutzzone 1 des Nationalparks. Es gilt absolutes Betretungsverbot. Hier wird umgesetzt, was einen Nationalpark auszeichnet: Natur Natur sein lassen! Die einzige Ausnahme gilt für die Gebietsbetreuung, die ein*e Vogelwart*in des NABU von Frühjahr bis Herbst durchführt – ganz allein. Um einen Eindruck der nahezu unberührten Natur zu vermitteln, berichtet David Grupp in seinem Blog von seinem Arbeitsalltag und seinen Entdeckungen. In den spannenden Beiträgen lesen Sie zum Beispiel von faszinierenden Naturschauspielen, ungewöhnlichen Funden und – passend zum Themenjahr – Insekten auf der Insel. |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Natur kennt keine Grenzen. Das erleben wir im Wattenmeer jedes Jahr aufs Neue – nicht zuletzt wegen des Vogelzugs. Ökologische Netzwerke über alle Grenzen hinweg sind von existenzieller Bedeutung für eine intakte Natur. Doch menschliche Infrastruktur zerschneidet viele Lebensräume: Straßen, Siedlungen oder Staumauern isolieren Arten, die die Hindernisse nicht überwinden können. Darauf macht der diesjährige Europäische Tag der Parke am 24. Mai aufmerksam. Auch unser Nationalpark als Teil der Nationalen Naturlandschaften gehört zu einem Netzwerk. Nur gemeinsam mit möglichst vielen Schutzgebieten in Deutschland, Europa und der Welt kann es gelingen, die wunderbare Natur dieses Planeten zu schützen. Nur gemeinsam überwinden wir Grenzen – für ein blühendes Miteinander in und mit der Natur. |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Das Weltnaturerbe Wattenmeer ist Teil eines globalen Netzwerkes, nämlich der UNESCO-Welterbestätten. Daher feiern wir am 7. Juni Welterbetag und rücken in den Vordergrund, für was wir auch stehen: kultureller Austausch, gegenseitiges Verständnis und der Schutz des gemeinsamen Erbes. In Deutschland laden die 55 Welterbestätten dazu ein, ihre Vielfalt zu entdecken – von beeindruckenden Landschaften bis hin zu einzigartigen Bauwerken. Der Welterbetag bietet die Gelegenheit, diese Orte neu zu erleben und ihre verbindende Kraft bewusst wahrzunehmen. Vielerorts gibt es Sonderführungen und Veranstaltungen. Passend dazu findet noch bis zum 9. Juni der bundesweite Fotowettbewerb statt. Gesucht werden besondere Fotos, die die Welterbestätten aus einer originellen, persönlichen oder überraschenden Perspektive zeigen. |
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Foto: Christian Piening / LKN.SH
Tjark Juhl ist Nationalpark-Ranger mit Leib und Seele. Sein Einsatzgebiet ist Norder-Dithmarschen. Hier ist er fast täglich unterwegs, von Hinterland bis Waterkant und kümmert sich um Naturschutzbelange jeglicher Art. Im Gespräch mit Radio-Moderator Frank Bremser berichtet er über seinen Arbeitsalltag, der häufig im Freien stattfindet, egal ob Sommer oder Winter. Wie alle Nationalpark-Ranger führt der gelernte Forstwirt und Jäger Monitoringaufgaben wie Vogelzählungen durch. Auch das Führen von Schulklassen und anderen Gruppen durch das Watt gehört zu seinen Aufgaben. Hören Sie mehr in der Podcast-Folge von Küsten-Köppe! |
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Foto: Alina Claußen / LKN.SH
Der lange Name unseres Nationalparks ist für manchen eine Herausforderung. Für den neuen ICE-L nicht: Name und Verkehrsmittel passen eindeutig zusammen, nicht nur von der Länge. Mit dem neuen Zugtyp ist die klimafreundliche Anreise ans Wattenmeer aus verschiedenen Städten in ganz Deutschland möglich – bis nach Westerland auf Sylt. So ist es eine Ehre und große Freude, dass der Zug – der erste seiner Art – im Rahmen von „Fahrtziel Natur“ auf den klangvollen Namen „Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ getauft wurde. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen, Nationalparkleiterin Franziska Junge, Dr. Martin Baier (Leiter Fahrzeugmanagement DB Fernverkehr) und Ute Plambeck (DB-Konzernbevollmächtigte) vollzogen die Taufe standesgemäß mit Nordseewasser. „Unser Wattenmeer ist ein sensibles Ökosystem, das durch Klimawandel und Nutzungen unter Druck steht. Umso wichtiger ist es, dass wir auf klimafreundliche Mobilität setzen“, so Franziska Junge. |
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Foto: Peter Prokosch
Der Ostatlantische Vogelzug verbindet viele Länder, seine Drehscheibe ist der Nationalpark Wattenmeer. Ein effektiver, grenzüberschreitender Schutz der Zugvögel gelingt nur, wenn sich Expert*innen dieser Länder austauschen und zusammenarbeiten. Das passiert beispielsweise im mehrtägigen „Flyway“-Workshop, bei dem zuletzt im April über 30 Fachleute auf Hallig Langeneß zusammenkamen. Für die Nationalparkverwaltung war Britta Diederichs (Leiterin Schutz und Entwicklungsplanung) dabei. Inmitten des Biosphärenreservates fand ein inspirierender Austausch statt. Gemeinsame Visionen für die Zukunft wurden entwickelt und der Umgang mit dem steigenden Meeresspiegel diskutiert: Arbeitsreiche Tage auf einem Seminar, das verbindet – die Menschen, die Länder, die Flugroute. |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Wyk auf Föhr: Dienstag, 26. Mai 2026, 10 bis 12:30 Uhr Kleine Radtour: „Einblicke in die Vogelwelt auf Föhr“
Pellworm: Freitag, 29. Mai 2026, 10:30 bis 13:30 Uhr "Natur nutzen und schützen – Die Vogelwelt der Biosphäre Pellworm"
Husum / Sylt: Samstag, 30. Mai 2026, 08:15 bis ca. 18:30 Uhr „Ein Tag Sylt-Natur pur“
Tönning: Samstag, 30. Mai 2026, 14:30 bis 16 Uhr "Forschungslabor für Familien"
Witsum / Föhr: Mittwoch, 4. Juni 2026, 16:30 bis 18:00 Uhr “Gans schön unterschiedlich – Vogelkiek an der Godel"
St. Peter-Ording: Donnerstag, 11. Juni 2026, 11 bis ca. 12:30 Uhr "Ein Blick durchs Fenster – die Natur von heute für morgen"
Wyk auf Föhr: Dienstag, 16. Juni 2026, 14 bis 16:30 Uhr Kleine Radtour: „Einblicke in die Vogelwelt auf Föhr“
Witsum / Föhr: Mittwoch, 17. Juni 2026, 15:30 bis 17:00 Uhr “Gans schön unterschiedlich – Vogelkiek an der Godel
Wyk auf Föhr: Dienstag, 23. Juni 2026, 10 bis 12:30 Uhr Kleine Radtour: „Einblicke in die Vogelwelt auf Föhr“
Wyk auf Föhr: Freitag, 26. Juni 2026, 11:30 bis 14 Uhr Kleine Radtour: „Einblicke in die Vogelwelt auf Föhr“
Witsum / Föhr: Dienstag, 30. Juni 2026, 15 bis 16:30 Uhr “Gans schön unterschiedlich – Vogelkiek an der Godel" |
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